Beispiele für Social Media Marketing von Publikumsverlagen im deutschsprachigen Raum

Da die Bedeutung des Social Web immer mehr zunimmt, wird das Social Media Marketing ebenfalls immer wichtiger. Die Publikumsverlage im deutschsprachigen Raum haben verglichen mit anderen Unternehmen diesbezüglich noch eine Menge Entwicklungspotenzial, auch wenn der Einsatz von entsprechenden Marketing-Instrumenten in letzter Zeit zugenommen hat.

Um mir einen Überblick über die Bemühungen der verschiedenen Verlage und Verlagsgruppen in Sachen Social Media Marketing zu verschaffen, habe ich mir deren Websites angesehen und auf der Basis eine Übersicht erstellt (siehe unten). Diese kann mit Sicherheit noch ergänzt und erweitert werden. Sie gewährt aber bereits jetzt einen ersten Eindruck. So fällt auf, dass selbst Branchengrößen die Möglichkeiten von „Social Media“ nicht komplett nutzen. Die Verlage, insofern sie überhaupt aktiv sind, setzen bisher vor allem auf Foren, Blogs, Podcasts und Online-Videos (Buchtrailer). Profile bei Microblogging-Diensten wie Twitter oder Content-Aggregatoren wie FriendFeed konnte ich nicht entdecken. Andere Medienunternehmen sind da schon deutlich aktiver. Eine Nutzung von Social Media Newsrooms, Applikationen für Social Networks und dergleichen mehr ist mir ebenfalls nicht aufgefallen. (Random House, Inc. nutzt bspw. bereits Facebook-Anwendungen.)

Es scheint so zu sein, dass der zentrale Trend hin zur Öffnung der „Walled Gardens“ bei vielen Verlagen noch nicht angekommen ist. So werden die Inhalte meist ausschließlich auf den eigenen Websites veröffentlicht, anstatt dies zumindest zusätzlich auf externen Plattformen wie Flickr oder Slideshare zu tun und so deren Reichweite zu erhöhen. Ein gutes Beispiel hierfür ist der abgeschlossene Multimedia-Bereich von S. Fischer. Die einzige erwähnenswerte Ausnahme ist die relativ intensive Nutzung von YouTube durch die Verlage. Dabei lassen sich die Vorteile beider Ansätze auch verbinden, indem man die auf den Verlagsseiten veröffentlichten Inhalte auf externen Websites „einbettbar“ macht, wie es Rowohlt tut.

Es wird jedenfalls spannend zu beobachten sein, inwieweit sich die folgende Liste im Verlauf des nächsten Jahres dank verstärkter Bemühungen der Verlage erweitern lassen wird:

► Update:
Die Liste wird hier ergänzt und erweitert: Social Media Marketing der Verlage im deutschsprachigen Raum

15 comments

  1. Danke für die viele Arbeit und die umfangreiche Liste. Wie wäre es, wenn Sie diese als Startversion in eine Wiki / Google Sites umformen (und mit anderen zusammen pflegen) …

  2. Hallo Herr Martin,
    vielen Dank für den Hinweis auf meine SMM-Liste in Ihrem Blog. Ich habe auch schon überlegt, wie die Liste am besten weiter entwickelt werden könnte. Wikis / Google Sites sind eine gute Idee. Ich werde mir mal anschauen, wie sich das konkret umsetzen ließe. Schließlich wäre es klasse, wenn die Entwicklungen im Verlagsbereich dokumentiert würden, denn gerade dort dürfte sich noch eine Menge tun.
    Beste Grüße
    Leander Wattig

  3. @LeanderWattig
    solande es sich um zu pflegende Listen handelt sind Wiki’s / Google Sites geeignet – einfach dort einkopieren … und verlinken. Vielleicht kann man in einem Verlags-Wiki solche Listen und Ressourcen auch sammeln – meine Listen können Sie jederzeit gerne in so etwas einpflegen …

  4. Ich habe inzwischen auf Anregung von Hugo E. Martin bei Google Sites eine Übersicht zum Thema erstellt, die von nun an weiter ergänzt werden kann: http://sites.google.com/site/smmverlage/

    Die Liste soll jetzt auch nicht mehr nur Publikums-Buchverlage umfassen, sondern Verlage jeglicher Couleur. Die Abgrenzung zu anderen Medienunternehmen wird natürlich zunehmend schwerer. Aber für’s Erste sollte es in der Form geeignet sein. Bin natürlich für weitere Anregungen dankbar.

    Ich freue mich über Unterstützung beim Ergänzen und Erweitern der Liste! Hinweise auf weitere Plattformen einfach an: email@leanderwattig.de

  5. Chris says:

    Das SMM (Social Media Marketing) ist ja eine sehr komplexe Arbeit, die weit über SEO, SEM und WEB 2.0 hinausgeht. Besondern Deutschland ist ein sehr Internetaffines Land neben den USA und trozdem werden die online Aufgaben immer vielfälltiger und bedeuten vor allem für kleine und mittelständige Unternehmungen, exorbitante Aufwendungen für den Onlineauftritt bereitzustellen. Abgesehen mal von kleinen Onlinehändlern und den Webusern …

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