Jon Fine über die Zukunft des Journalismus

Jon Fine arbeitet für die Business Week und für CNBC. In dem Video (s.u.) spricht er über Entwicklungstendenzen im Journalismus. Gleich zu Beginn beschreibt er, wie er und andere Journalisten über verschiedene Plattformen verschiedene Zielgruppen bedienen und Netzwerke pflegen. Das passt sehr gut zum Schlagwort „Community First“, wie ich es vor ein paar Tagen beschrieben habe.

„Community First“ steht für ein Prinzip, wie sich die Medienwelt gewandelt hat. Für Buchverlage bedeutet das bspw., dass die Verlage und deren Mitarbeiter, die Autoren und selbst einzelne Bücher eigene „Communities“ haben. Die Community der Nachrichtenhäuser wiederum wird maßgeblich von deren Journalisten aufgebaut und gepflegt. Je stärker die Journalisten als Community-Builder sind, desto stärker wird die Medienmarke. Robert Scoble von der Fast Company ist ein gutes Beispiel dafür.

Doch die Übergänge sind fließend, wie es auch Jon Fine beschreibt. Die Community einzelner Journalisten geht natürlich über die Arbeit für ein Nachrichtenunternehmen hinaus. Sie betreiben auch Blogs und sind anderweitig publizistisch tätig. Jeweils mit etwas anderem Fokus. Die Herausforderung für Journalisten besteht darin, all diese Plattformen und Instrumente sowohl intellektuell als auch technisch zu beherrschen. Die Herausforderung für Medienunternehmen besteht hingegen darin, die besten zu ihrer Marke passenden Community-Builder zu gewinnen und deren Communities im Sinne des Unternehmens zusammenzuführen und zu nutzen.

Hier nun das Video zum Interview mit Jon Fine:

via: Claudia Sommer