Hearst: Selbstmord aus Angst vor dem Tode

Diesen Artikel habe ich gerade bei Spiegel Online gefunden:
Hearst-Gruppe will Geld für Online-Angebote verlangen

Ausgangssituation:
„Eine unausweichliche Schlussfolgerung unserer Analyse ist, dass unsere Kostenstruktur erheblich von dem heutigen Umsatzpotential unserer Branche abweicht“, erklärte Hearst-Chef Steven Swartz dem „Wall Street Journal“ zufolge. Kürzer gesagt: Zeitungen kosten in den USA heute mehr, als sie einbringen.

Maßnahme:
Der US-Medienkonzern Hearst will nun wieder Geld für Online-Inhalte verlangen.

Schlussfolgerung des Spiegels
Die jetzt bei Hearst vollzogene Strategieänderung könnte eine Wendung zum Besseren markieren – oder aber den endgültigen Untergang der Presse in den USA einläuten.

Mein Tipp
Ich halte die letztere Konsequenz für wesentlich wahrscheinlicher. Es ist immer wieder witzig zu beobachten, wie manche Medienunternehmen ihre Kostenstruktur anschauen, feststellen, dass sie nicht passt, und dann beschließen, irgendjemand müsse doch dafür aufkommen. Als schuldete die Welt ihnen irgendwas aufgrund dessen, dass sie früher sehr gut von ihrem Geschäftsmodell leben konnten. Getreu dem Motto: „Das haben wir schon immer so gemacht.“ Für mich ist das eine aus Zeiten der Massenmedien herrührende Denkweise, die inzwischen luftgestützt ist und bisweilen an Arroganz grenzt.

Apropos Untergang:
Zeitungssterben in den USA: Rocky Mountain News

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