Studie: Schaden und Nutzen illegaler Downloads für die Gesellschaft

Hat man sowas schon gesehen? In den Niederlanden wurde jüngst im Auftrag von immerhin vier Ministerien eine Studie zu den Auswirkungen des Filesharings angefertigt:

This study was carried out by a consortium of TNO Information and Communication Technology, SEO Economic Research and the Institute for Information Law (IViR), and commissioned by the Ministry of Education, Culture and Science, the Ministry of Economic Affairs and the Ministry of Justice of the Netherlands.

Die Studie wurde im Februar dieses Jahres auf Englisch unter dem Titel Ups and downs – Economic and cultural effects of file sharing on music, film and games (PDF) veröffentlicht.

Zum Ziel der Studie:

The main aim of this study is to identify the short- and long-term economic and cultural effects of file sharing on music, films and games. File sharing is the catch-all term for uploading and downloading. The short-term implications examined include the direct costs and benefits to society at large. In order to determine the long-term impact, we analyse changes in the industry’s business models as well as in cultural diversity and the accessibility of content.

Die Süddeutsche Zeitung hat die vor dem Hintergrund der allgemein üblichen Diskussionstendenz durchaus überraschenden Studienergebnisse wie folgt zusammengefasst:

Die Autoren der soeben auf Englisch erschienenen Studie „Ups and Downs“ kommen zu dem verblüffenden Ergebnis, dass den mutmaßlich 100 Millionen Euro, die dem Musikbereich jährlich verlorengehen, ein volkswirtschaftlicher Mehrwert von 200 Millionen Euro gegenüberstehen.

Demnach verteilten die Piratennetze nicht nur Werte um – weg von den Erzeugern, hin zu den Piraten. Vielmehr seien sie sogar ein Motor gesellschaftlicher Wertschöpfung. Das Gemeinwohl profitiere vom Klau. Und zwar sowohl kurz- als auch langfristig.

Bild: BlaM4c

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