Beispiel für schwer nachvollziehbare eBook-Preise

Vor ein paar Tagen habe ich hier im Blog über die aus meiner Sicht hohe Bedeutung der Kundenperspektive bei der Festlegung von eBook-Preisen geschrieben:

eBooks: Preis-Sünden werden bestraft

In dem Beitrag habe ich gezeigt, dass die Preise für eBooks bei Libri.de heute teilweise denen von pBooks gleichen. Falls der Kunde sich darüber nicht wundern sollte, so wundert er sich spätestens bei eBook-Preisen, die über denen von inhaltlich identischen pBooks liegen. Auf ein solches Beispiel hat mich heute Hugo E. Martin hingewiesen. Dort bietet Amazon im buchpreisbindungsfreien Raum ein pBook für $ 8.37 an, während das eBook $ 9.99 kostet. Derek Powazek dürfte nicht der einzige Buchleser sein, der darüber etwas erstaunt ist:

So lemme get this straight. It costs $8.37 for me to get a book made of paper, laboriously printed on dead trees, shipped across an ocean, put on trucks and planes and delivered to my door. But for me to download an endlessly copied digital file, it costs a $1.62 more. In what universe does this make sense?

 

Update:

Buchreport Online berichtet heute: „Kunden monieren zu hohe Preise“:

Auf die Frage nach den Hürden beim E-Vertrieb und Erfahrungen im Gespräch mit Kunden nennen die Buchhändler folgende Punkte:

Pricing: Bei libri.de sei deutlich zu spüren, dass Kunden den Hardcoverpreis für ein E-Book nicht zahlen wollten, sondern maximal einen um 20% reduzierten Preis (…)