Chris Anderson: „Free“ als Teil des Geschäftsmodells

Wer ist Chris Anderson?

Chris Anderson is editor-in-chief of Wired Magazine. He coined the phrase The Long Tail in an acclaimed Wired article. He is currently working on a new book, entitled Free, which examines the rise of pricing models which give products and services to customers for free.

Worum geht es in seinem neuen Buch Free ganz konkret?

In diesem Video (16 min.) umreißt Anderson die Ideen, die seinem neuen Buch „Free“ zugrunde liegen, das im Juli dieses Jahres erscheinen soll:

 

Free: The Economics of Abundance and Why Zero Pricing Is Changing the Face of Business

What happens when advances in technology allow many things to be produced for more or less nothing? And what happens when those things are then made available to the consumer for free? In his groundbreaking new book, „The Long Tail“ author Chris Anderson considers a brave new world where the old economic certainties are being undermined by a growing flood of free goods – newspapers, DVDs, T shirts, phones, even holiday flights. He explains why this has become possible – why new technologies, particularly the Internet, have caused production and distribution costs in many sectors to plummet to an extent unthinkable even a decade ago. He shows how the flexibility provided by the online world allows producers to trade ever more creatively, offering items for free to make real or perceived gains elsewhere. He pinpoints the winners and the losers in the Free universe. And he demonstrates the ways in which, as an increasing number of things become available for free, our decisions to make use of them will be determined by two resources far more valuable than money: the popular reputation of what is on offer and the time we have available for it. In the future, he argues, when we talk of the ‚money economy‘ we will talk of the ‚reputation economy‘ and the ‚time economy‘ in the same breath, and our world will never be the same again.

via: Pop!Tech

7 comments

  1. Ich hoffe ihr verzeiht mir den Einwurf (und hinweis auf unsere eigenes Programm), aber bei uns ist in diesem Frühjahr „No Economy“ von Gisela Schmalz erschienen. Das passt vielleicht ganz gut in die Debatte. Ihre These: „Rettet das Internet! Unsere Gratismentalität zerstört die Online-Wirtschaft, bevor sie wirklich existiert hat.“ (Vorschautext).

  2. So ganz überzeugt mich der Vorschautext aber nicht:

    Der Befund ist eindeutig: Die schöne neue Welt des World Wide Web ist untergegangen, bevor sie überhaupt richtig entstanden ist. Statt Überraschung und Vielseitigkeit dominieren Commercials und Online-Werbung, statt Orientierung und Information gibt es Pop-ups und Porno. Gisela Schmalz plädiert in ihrer scharfen Analyse der Medienwirklichkeit für digitale Nachhaltigkeit: Relevanz statt Beliebigkeit, Qualität statt Quantität, freier Markt statt Gratiskultur. Anders gesagt: Wenn wir als Nutzer die Zukunft des Internets nicht Big Playern wie Google, Amazon oder Ebay überlassen wollen, müssen wir die Urheber von digitalem Content direkt vergüten. Denn nur wenn wir lernen, Inhalte wertzuschätzen und zu honorieren, hat das World Wide Web eine Chance, dem Tod durch Datenoverkill zu entgehen. Als Ort der Innovation und als lebendiger Markt, der nicht von Monopolisten dominiert wird, sondern von der Fantasie, dem Erfindungsreichtum und der Risikobereitschaft vieler unabhängiger Online-Unternehmer. http://bit.ly/11aUP

    Wir können ja der Meinung sein, dass die Urheber von digitalem Content generell direkt vergütet werden sollten. Entscheidend aber ist, ob der Markt das auch so sieht. Da bin ich angesichts dieser übergreifenden Forderung eher skeptisch. Es gab ja viele Versuche, die gescheitert sind. Man sollte dennoch weiter experimentieren. Aber einfordern kann man nichts.

    Anders gefragt: Für welche der von Ihnen geschätzten Inhalte würden Sie denn im Internet Geld zahlen, Herr Schneider? Für irgendeinen Blog? Für eine Nachrichtenseite? Auch wenn es kostenlose Alternativen gibt?

  3. „There’s no such thing as a free lunch“, so Milton Friedman…. und ich stimme zu – auch für die Onlinewelt. Auch im Netz gilt der Satz auf lange Sicht. Die Gründe für meine These erläutere ich im Buch NO ECONOMY, in dem ich mich tatsächlich bereits im Vorwort gegen Mr. Longtail wende. Denn C. Anderson spricht als Marketer und ich als Ökonomin, die in Content keine kostenfreien Marketing-Locktools sieht (wie er), sondern (honorierbare) Werte. Vor dem Hintergrund erläutere ich die (teils vorhandene, teils fehlende) Wirtschaftslogik im Web und fordere faire Onlinemärkte. Übrigens ist das Buch, auf das der (mir unbekannte) M. Schneider passenderweise hinweist, wesentlich besser als sein Vorschautext…., s. a.: http://www.yeseconomy.net/

  4. @Gisela Schmalz
    Danke für Ihre Erläuterung und Hintergrundinformationen. Das Thema Ihres Buches ist jedenfalls sehr spannend. Es kann sich ja nun jeder ein eigenes Bild machen.

    Herr Schneider scheint beim Eichborn Verlag zu arbeiten, bei dem auch Ihr Buch erschienen ist.

    Zur Info:
    Gisela Schmalz, geboren 1970, arbeitete in der Produktion und Vermarktung internationaler Filme sowie als Print-, TV- und Online-Journalistin. Seit 2005 ist sie Professorin für Medienökonomie an der Rheinischen Fachhochschule Köln. Am Institut für Medien- und Kommunikationspolitik (IfM) in Berlin erforscht sie die Strategien internationaler Medien- und Online-Konzerne.

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