Was ist ein Buch?

Die UNESCO hat 1964 Folgendes als Buch definiert:

A book is a non-periodical printed publication of at least 49 pages, exclusive of the cover pages, published in the country and made available to the public

Ich denke, aufgrund der Digitalisierung und der in vielen Bereichen immer stärkeren Loslösung vom Datenträger Papier werden wir im 21. Jahrhundert eine neue oder zumindest angepasste Definition benötigen. Doch was ist eigentlich ein Buch?

Ich freue mich über Meinungen hier in den Kommentaren oder gern auch im Diskussionsforum der Facebook-Seite meines Blogs.

Bild: ellen.w

6 comments

  1. spoxx says:

    Ich weiss garnicht mehr wo ich das gelesen habe – irgendwo in meinem Regal musses rumliegen…:

    „Ein Buch ist ein Baustein im Elfenbeinturm der Überlieferung…“

    – Hm. Sehr pathetisch.

  2. @Christian Kraemer
    Das stimmt, aufgrund der Beständigkeit von Papier werden papierne Bücher noch sehr lange eine sehr wichtige Rolle spielen, selbst wenn ihnen die E-Books und E-Book-Reader auf vielen anderen Gebieten überlegen sein sollten.

  3. Doro says:

    Ich komme gerade von den Keynotes der Webinale. Andreas Steinhauser von txtr warf als Zukunftsvision für Bücher eine Klosterbibliothek an die Wand… Für ihn steht der Ereader als Leitlesemedium der Zukunft fest – Bücher werde es zwar weiterhin geben, aber eher als museale Gegenstände. Ansonsten sei in der digitalen Zukunft entscheidend wie lang Texte wären, ob man sie als Buch oder Magazin betrachte.
    Insgesamt blieb der natürlich kurze Vortrag an der Oberfläche, spannend erscheint mir aber tatsächlich der Aspekt der Textlänge. Mehr als/mindestens 49 Seiten gibt die Unesco vor (ein doch auch ziemlich willkürlicher Wert – was ist mit Format, Type usw.), der digitale Trend geht sicher zur Kürze, zumindest im Fachbuch und Zeitungssektor.
    „published in the country“ verstehe ich nicht so ganz – digitalisiert werden Ländergrenzen fallen?
    Ansonsten muss man sich vielleicht einfach von einer anderen Seite nähern: das entscheidende ist ja wohl immer noch, was im Buch steckt – Geschichten, Wissen, Unterhaltung, Meinungen, Leben, die gelesen werden können.
    Wie verändert sich also Lesen und Rezeption? Grüße, Doro

  4. @Doro

    Ich denke auch, dass man den Begriff Buch mit der Länge eines Inhalts in Beziehung setzen könnte. Man könnte dann bspw. einen langen primär mit Text dargestellten Inhalt ohne Interaktions-Unterbrechung als Buch bezeichnen. Egal auf welchem Trägermedium er sich befindet.

    Dass ein Vertreter von txtr die Zukunft von E-Readern preist, wundert mich aber nicht ;)

    Interessant ist ja auch, dass trotz Kulturpessimismus heute mehr gelesen wird denn je …

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