Pixel Qi zeigt erste Exemplare seiner wegweisenden Bildschirme

Eine große Herausforderung für Hersteller von E-Readern ist aus meiner Sicht nach wie vor die Tatsache, dass sie die Menschen (im Massenmarkt) davon überzeugen müssen, ein weiteres Gerät zu kaufen und mit sich herumzutragen. Dabei tragen wir alle – zumindest gefühlt – schon viel zu viel Technik mit uns herum: Handy, Laptop, MP3-Spieler usw. Ich habe mir daher schon immer gewünscht, man möge die E-Ink-Technologie der E-Reader einfach alternativ auf den Geräten anbieten, die wir ohnehin schon nutzen.

Daher hatte ich Anfang Mai auf eine neue und aus meiner Sicht sehr vielversprechende Technik des Unternehmens Pixel Qi hingewiesen:

Neue Technologie von Pixel Qi erspart uns hoffentlich separate E-Book-Reader

Über Pixel Qi

Mary Lou Jepsen war der Gründungs-CTO bei One Laptop per Child (OLPC), einer Non-Profit-Organisation, die Kindern in Entwicklungsländern möglichst billige Laptops zur Verfügung stellen will. Zu Beginn des Jahres 2008 hat Jepsen OLPC jedoch verlassen, um das For-Profit-Unternehmen Pixel Qi zu gründen. Bei Wikipedia sind Jepsens damit verbundenen Ziele beschrieben:

After 3 years with OLPC, In early 2008 she left OLPC to start a for-profit company, Pixel Qi, to commercialize some of the technologies she invented at OLPC. Her premise: the CPU is no longer important, nor is the operating system. Portables are all about the screen. Typical laptop screens run for about $100 (compared to the CPU which at the low end has hit $10), cause the largest drain on the battery, are difficult to read for hours on end, don’t have integated touchscreens and electronics, and aren’t sunlight readable. She has started a new company, Pixel Qi, to move forward on screen innovations in these areas using the existing LCD factories as is, but with clever conceptual design changes that allow her company to move from idea to high volume mass production in less than a year, as she did with the screen for the OLPC laptop.

Eines der geplanten Produkte ist ein Bildschirm, der genau die zumindest von mir gewünschte Kombination der Eigenschaften von LCD und E-Ink-Technologie bieten soll, zwischen denen man je nach Bedarf hin und her wechseln kann. Dieser Bildschirm soll bereits Ende 2009 in Massenproduktion lieferbar sein:

Our first screens will be 10″ diagonal screens for netbooks and ebook readers that will sample in mid-2009 and ship in high volume in late 2009. These screens rival the best epaper displays on the market today but in addition have video refresh and fully saturated color. The epaper mode has 3 times the resolution of the fully saturated color mode allowing for a high resolution reading experience without sacrifice to super color fidelity for graphics. In addition these screens can be used in sunlight. Look for them in the market in the second half of 2009.

Entwicklung seit Anfang Mai

Seit meinem Beitrag von Anfang Mai hat sich eine Menge getan. Ende Mai/Anfang Juni wurden die ersten Exemplare der Bildschirme gefertigt und präsentiert. Bei Time.com wurde das wie folgt kommentiert:

Pixel Qi’s Killer Display is the Future of E-Reading

Mary Lou had a pair of off-the-shelf Acer laptops that she had purchased at Radio Shack. Her team modded them with the new, 10-inch Pixel Qi screens for demo purposes; a jerry-rigged switch, on the side of the screen, allows you to switch between emissive mode—similar to the typical, flashlight-in-your-eyes LCD display—and reflective mode, which rivaled E Ink. Actually, it was better than E Ink: My Kindle only handles 167 DPI (the measure of dot pitch, or crispness of the font); the Pixel Qi, Mary Lou said, does 205 DPI.

In black and white, reflective mode, I couldn’t see any difference when we held up the Kindle alongside the PQ-modded Netbook. Both were easy to read without any flicker or speckling. Color on the Pixel Qi was like color on an LCD, which, I guess, it is. That’s the killer app, right there, of course. Good news for the magazine business!

John Ryan, COO und VP of Sales and Marketing bei Pixel Qi, stellt in diesem Video (13 min.) die ersten Exemplare detailliert vor:

Weiteres Video (4 min.) mit ersten Eindrücken:

via: Mary Lou Jepsen’s Blog, jkkmobile, techvideoblog.com

7 comments

  1. Nina says:

    Zum Thema „Wieso noch ein Gerät mit sich herumtragen“ habe ich gestern auch etwas Interessantes gehört:
    Man kann das Kindle-Buchformat auch mit dem iPhone lesen. Gerade in den USA bedeutet das für Autoren eine interessante Ausweitung des „Leser-Marktes“, denn zu den vielen Kindle-Benutzern dort kommen ja dann die vielen iPhone-User als Zielgruppe hinzu. Daher waren die amerikanischen Autorinnen, die mir das erzählt haben, ziemlich angetan.
    Mir wäre das iPhone zu klein zum längeren Lesen. Aber vielleicht gibt’s ja später mal 2-Geräte in einem o.ä. – du ziehst zum Telefonieren an der Seite eines größeren, aber immer noch handlichen Gerätes ein Mini-Headset und Mikro raus …

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