Deutsche Unternehmen twittern derzeit mehrheitlich unpersönlich

Twitter wird ja auch hierzulande für Unternehmen immer mehr zu einem Standard-Instrument der Kommunikation mit ihren Kunden. Interessant ist natürlich, wie dieses Instrument derzeit eingesetzt wird. Dieser Frage sind nun Zucker. Kommunikation und Blätterwald nachgegangen, indem sie 723 Tweets von 53 ausgewählten Unternehmen analysiert haben – darunter bekannte Namen wie Daimler, Deutsche Telekom, Metro AG, Galeria Kaufhof, Allianz, Lufthansa, Henkel, Bayer AG, Commerzbank, Siemens, Deutsche Post, RWE und Volkswagen. Der Untersuchungszeitraum war eine Woche (20. bis 27.07.2009).

Die Ergebnisse können hier als PDF heruntergeladen werden. Eine Zusammenfassung ist bei karrierebibel.de nachzulesen. Jochen Mais Fazit zur Untersuchung: Die Ergebnisse zeigen deutlich, so jedenfalls meine Meinung, dass die Unternehmen künftig nicht länger auf eine Art Chief Social Media Officer (CSO) verzichten können. Denn die moderne Kommunikation betrifft nicht nur Twitter, sondern auch andere soziale Netzwerke, wie Facebook, Xing, Myspace & Co. Und Social Media ist eine Kultur – und keine Strategie!

Ein interessantes Ergebnis ist aus meiner Sicht, dass beeindruckende 80 Prozent der besagten Unternehmen bisher unpersönlich twittern. Bei ihnen ist also durch keinerlei Angaben im „Bio“-Feld oder anderswo ersichtlich, welche Mitarbeiter die Tweets verfassen. Gerade das wird sich aber ändern müssen, wenn die Unternehmen Vertrauen auf-/ausbauen wollen. Das geht am besten, wenn die (potenziellen) Kunden wissen, mit wem sie es konkret zu tun haben.

Bild: John Poyntz Tyler (CC-Lizenz)

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