Buchbranche sucht nach Zukunftslösungen – ein bisschen

Da die Buchbranche nach Meinung der Frankfurter Buchmesse, des Buchreports und von Publishers Weekly nach Orientierung sucht, haben diese Akteure im September eine Umfrage unter 840 internationalen Branchenvertretern, darunter überwiegend Geschäftsführer und Führungskräfte aus der Verlagsbranche, durchgeführt. Die meisten der Teilnehmer kommen aus Kontinentaleuropa, gefolgt von USA, Asien, Großbritannien und Lateinamerika.

► Aufbruch zu neuen Geschäftsmodellen: Buchmesse, Buchreport, Publishers Weekly

Interessant finde ich, dass 80 Prozent der Befragten den mit der Digitalisierung verbundenen Umbruch eher als Chance und weniger als Krise begreifen. Dabei schätzen sie die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle, neuer multimedialer Produkte und geeigneter Vermarktungsstrategien als größte Herausforderung ein (607 Nennungen). Zudem sehen 38 Prozent der Befragten in dem dafür wichtigen Bereich Wissen und Strategie den größten Nachholbedarf in ihrem Unternehmen – eine Steigerung von 12 Prozent gegenüber der Umfrage aus dem letzten Jahr. Die zweitgrößte benannte Herausforderung ist die Ungewissheit über die Veränderung der Mediennutzung und die Lesegewohnheiten der Kunden (425 Nennungen).

Vor dem Hintergrund solcher Aussagen finde ich die Tatsache besonders interessant, dass erst 22 Prozent der Befragten selbst E-Reader nutzen. Zudem geben 65 Prozent der Befragten an, nie E-Books zu lesen. Da wundert es kaum, dass für Viele das Verständnis der Mediennutzung ihrer nachwachsenen Leser eine Herausforderung darstellt.

Bildquelle: Furyk (CC-Lizenz)

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