midomi: Intelligente Art der Content-Suche

Spätestens seit Kevin Kellys Beitrag Better Than Free wissen wir, dass hilfreiche Suchdienste auch künftig sehr gute Marktchancen haben werden. Der Erfolg von Google spricht für sich.

Nun bin ich heute auf die Website midomi.com aufmerksam geworden, die einen tollen Service anbietet. Die Selbstbeschreibung:

midomi ist ein außergewöhnliches Tool für die Suche nach Musik, da für die Suche deine Stimme verwendet wird. Du kannst eine Melodie singen, summen oder pfeifen, um den Titel sofort zu finden

Wie funktioniert es?

Klick auf die Schaltfläche Stimmsuche starten. Du wirst aufgefordert, midomi den Zugriff auf dein Mikrofon zu erlauben. Klick auf die Schaltfläche „Zulassen“. Singe oder summe etwa 10 Sekunden von dem Titel, den du suchst, und klick anschließend auf die Schaltfläche „Fertig“ unter der Aufnahmeleiste. Die Suchergebnisse werden angezeigt, zusammen mit den midomi Benutzern, die dir geholfen haben, den Titel zu finden!

Dem LoadBlog nach zu urteilen, scheint das Ganze schon ganz gut – wenn auch nicht perfekt – zu funktionieren:

Bei meinen Tests gab es einige passende Ergebnisse, von Elvis bis Britney, aber auch einige Leerstellen. Immerhin gab es erstaunlich brauchbare Zuordnungen auch beim Summen.

Unabhängig davon finde ich die Idee klasse: Eine Musiksuche, die nicht über die Eingabe eines Titels oder ähnlicher Suchwörter funktioniert, sondern über das Einsingen der Passage, die zufällig gerade im Kopf herumschwirrt. Daher wünsche ich den Machern von midomi viel Erfolg.

Ich denke aber, dass grundsätzlich noch viele andere ähnlich intelligente Ansätze für Suchdienste denkbar wären. Mal frei gesponnen für die Content-Arten Filme und Bücher – unabhängig davon, ob die Umsetzung der Ideen kurzfristig realistisch ist:

Filme: Vielleicht könnte man eine Szene aus einem Film aufmalen, an die man sich noch entsinnen kann. Diese Skizze ließe sich einscannen oder abfotografieren und dann vom Anbieter mit einer Datenbank von Filmszenen abgleichen. Zudem könnte man noch erinnerliche Informationen zu Dialogen o.ä. eingeben, um die Treffer-Wahrscheinlichkeit zu erhöhen.

Bücher: Hier wären bessere Suche-Angebote als Standardsuchmaschinen wie buchhandel.de oder selbst Volltextsuchen wie bspw. libreka! klasse. Aus meiner Praktikumszeit in einer Buchhandlung kann ich mich noch gut an jene Kunden erinnern, die bspw. dieses eine blaue Buch suchen, in dem es um eine Liebesgeschichte geht. Auf Basis dieser konkreten Informationen sollte man dann das Gewünschte raussuchen. Daher wäre es für solche Anliegen doch recht praktisch, wenn man einen Service hätte, bei dem man nach solchen Dingen suchen könnte: Frau trägt blaues Kleid, das Auto der Hauptperson ist ein BMW, es kam ein Hund vor, ein Kind hieß Fritz usw. usf.

Zum Schluss möchte ich noch kurz auf die Bildsuche von kooaba hinweisen, die zwar nicht das oben Genannte bietet, die aber auch die Content-Suche vereinfachen möchte:

Kooaba’s patented image recognition solutions allow you to connect the physical and digital worlds in a whole new way. Snapping a picture of an object is enough to learn all about it. Our system recognized the objects in images and links the user directly to web content or other digital services.

Video (2 min.):

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