Werbung sollte Content sein? Die US-Armee weiß das seit langem

Die Idee, dass Werbung Content sein sollte, ist nicht neu. In Zeiten der steigenden Bedeutung des Social Web, welches Menschen immer weniger zugänglich für klassische Push-Werbung macht, gerät sie aber immer stärker in den Fokus.

Eine Organisation, welche die Idee schon lange verstanden hat, ist die US-Armee. Diese arbeitet eng mit wichtigen Content-Produzenten bspw. in Hollywood zusammen. Die unten zu sehende ARD-Dokumentation Marschbefehl für Hollywood: Die US-Armee führt Regie im Kino beleuchtet diese Zusammenarbeit. Die Doku stammt aus dem Jahr 2003, ist aber nach wie vor sehr sehenswert. Sie war 2004 für den Adolf-Grimme-Preis nominiert.

Erwähnt wird u.a. das Institute for Creative Technologies (ICT), welches die US-Armee ins Leben gerufen hat:

ICT was established in 1999 with a multi-year contract from the US Army to explore a powerful question: What would happen if leading technologists in artificial intelligence, graphics, and immersion joined forces with the creative talents of Hollywood and the game Industry? The answer is the creation of engaging, memorable and effective interactive media that are revolutionizing learning in the fields of training, education and beyond.

Die Dokumentation (5 Teile bei YouTube, insg. 43 min. Länge):

Teil 1 (10 min.)

Teil 2 (10 min.)

Teil 3 (10 min.)

Teil 4 (10 min.)

Teil 5 (3 min.)

3 comments

  1. Nicht nur Hollywood.
    PBS-Frontline stellt teilweise in seinen themenrelevanten Reportagen ebenfalls den „ästhetischen Krieg“ zur Schau. (Zur Schau stellen in der Tradition Iwojimas.)

    Wer könnte es dem embedded Journalist verdenken, dass er seinen Buddys wenigstens an der Heimatfront, den Rücken freihalten möchte, bzw. auch bei zukünftigen Abenteuerreisen in´s Kriegsgebiet, mit dem Pentagon als Reiseführer von der „sicheren Seite“, berichten will?
    Journalisten die im/in Irak/Afghanistan ohne „embedded“ zu sein auf Storyjagd gehen, spielen russisch Roulette.

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