Was ist ein Beruf der Zukunft? – Handwerker!

Eine TV-Sendung, die ich mir schon immer sehr gern angesehen habe, ist Der Letzte seines Standes? des Bayerischen Fernsehens. Dort werden Berufe wie Blaupließter, Polsterer oder Drehorgelbauer sowie jene wenigen Personen vorgestellt, die sie noch ausüben. Schon immer habe ich dann gehofft, dass sie lang genug durchhalten, bis sich doch vielleicht jemand findet, der ihre Nachfolge antritt, sodass sie ihr Wissen weitergeben können. Es ist unvorstellbar, welch wertvolles und über Jahrhunderte aufgebautes Wissen verloren geht, wenn die alten Meister tatsächlich die letzten ihres Standes bleiben.

Das Ganze erscheint mir umso wichtiger, da wir ja schon seit längerer Zeit einen Trend hin zum Besonderen erkennen können. Gutes Handwerk bekommt einen immer höheren Stellenwert. In der Medienbranche sehen wir diesen Trend auch ganz deutlich. Gerade weil Buchinhalte im digitalen Raum so leicht zu kopieren sind, haben deren papierne Ausgaben einen besonderen Wert. Sie müssen aber auch etwas Besonderes bieten, indem sie sehr hochwertig gefertigt oder individualisiert worden sind. Hier in Leipzig gibt es beispielsweise die edition carpe plumbum, die von Hand gesetzte und gedruckte Bücher herstellt und daher genau für diesen Trend steht.

Einen sehr schönen Eindruck vom Reiz des Drucker- und Buchbinder-Handwerkes vermittelt dieses Video (5 min.):

 

Gute Handwerker schaffen jedes Mal etwas Einzigartiges und Bleibendes. Den damit verbundenen Reiz und Wert vermittelt dieses Video (8 min.) sehr schön. Es zeigt die Brüder Chris und Kirk Bray, die seit 10 Jahren gemeinsam Lederwaren produzieren. Ihre Firma heißt Billykirk.

 

via: @issis, ignant blog
Bildquelle: garryknight (CC-Lizenz)

  • Das kann ich mir gut vorstellen. Ich bemerke bei meinen eigenen Blogeinträgen immer wieder, dass handwerklich gute Notizbücher sehr gut ankommen und auch ihre Käufer finden, auch wenn sie preislich über Massenware liegen.

    • Das glaube ich sofort. Auf der einen Seiten will man sparen. Auf der anderen sich etwas gönnen. So kommt es, dass der Porsche-Fahrer bei Aldi einkauft.