Blogger und Aggregatoren mögen „Parasiten“ sein – doch Journalisten und viele andere sind es auch

Bei ars technica ist ein interessanter Beitrag über eine Konferenz erschienen, die in den USA von der Federal Trade Commission zum Thema der Zukunft des Journalismus abgehalten wurde und die zwischen der „alten“ und „neuen“ Medienwelt vermitteln sollte.

Statt Verständigung kam es zu den üblichen Vorwürfen und künstlichen Abgrenzungen zwischen Journalisten und Bloggern, die wir ja auch hierzulande zur Genüge kennen. So hieß es wieder mal, dass Blogger ja nur abschreiben würden. Arianna Huffington hat Bezeichnungen gesammelt, die in diesem Zusammenhang verwendet werden:

So now sites that aggregate the news have become, in the words of Rupert Murdoch and his team, „parasites,“ „content kleptomaniacs,“ „vampires,“ „tech tapeworms in the intestines of the Internets,“ and, of course, thieves who „steal all our copyright.“

 

Interessant war die Reaktion von Danny Sullivan von Search Engine Land:

Indeed, Sullivan came close to making the larger point that even „real“ journalists are parasites, relying almost totally on unpaid sources who contribute information to the „aggregator“ (the reporter), who eventually earns a paycheck based on information gleaned freely from elsewhere.

 

Eine ähnliche Auseinandersetzung gab es übrigens neulich auch zwischen Arianna Huffington und Dr. Mathias Döpfner.

 

via: Telemedicus

3 Kommentare

  1. Anonymous

    Eine Sache ist halt auch, dass Blogger oft eine scharfkantige Meinung haben. Was sich halt vom Einheitsbrei doch recht schnell absetzt. Und wenn im Journalismus eine Meinung einfließen soll, dass ist das politisch oft so korrekt oder imagegetrieben, dass nicht wirklich eine Würze enthalten ist.

    Die Beschimpfungen sagen eigentlich schon recht viel aus: Wer es nötig hat andere schlecht zu machen, wird dadurch nicht besser. Oder hat nichts besseres vorzuweisen.

    Zudem kommt gleicht das alles dem Thema Zenzierung was da jetzt an Geschäftsmodellen angedacht ist. Nur jetzt in einer anderen Form. Und ist es nicht die fehlende Zenzierung die gerade Blogger so beliebt und glaubwürdig macht?

    • Ich finde die Unterscheidung zwischen Bloggern und Journalisten meist künstlich und eigentlich ist die Diskussion ja auch schon durch. Viele Blogger würden nie Journalisten sein wollen. Viele Nachrichtenseiten haben alle Blogelemente und nennen sich dennoch nicht Blogs. Letztlich werden da meist Dinge instrumentalisiert und Nebelbomben geworfen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.