Wer erfindet einen Leisesprecher? Oder gibt es den schon?

Heute wird im öffentlichen Raum soviel kommuniziert, wie vielleicht noch nie zuvor. Im Gegensatz zu früher spricht man heute aber nicht mehr unbedingt mit anderen physisch Anwesenden, sondern mit Menschen in aller Welt. Angesichts der zunehmenden Verbreitung von mobilen Geräten, die über einen Internetzugang verfügen, ist auch nicht davon auszugehen, dass das wieder nachlassen wird.

Das bisweilen Unangenehme ist jedoch, dass dadurch permanent auch private Kommunikation in den öffentlichen Raum getragen wird. Vor ein paar Tagen durfte ich beispielsweise wieder mal während einer Bahnfahrt die gesamte Beziehungsgeschichte eines telefonierenden Mädels kennenlernen. Ein Ignorieren war nicht möglich.

Das Interessante ist, dass sich jeder aufregen würde, wenn jemand in der Bahn laut Musik hören würde. Wenn laut kommuniziert wird, nimmt man das viel eher hin. Für ersteren Fall gibt es ja schließlich Kopfhörer. Doch was ist mit dem Lärm, der nicht von Geräten, sondern von Menschen erzeugt wird?

Wäre es nicht an der Zeit, dass mal jemand einen simplen Schalldämpfer erfindet, der am Mund getragen wird? So ein „Leisesprecher“ wäre doch arg praktisch in einer Zeit, in der quasi jeder mit jedem kommuniziert und in der diese Kommunikation den öffentlichen Raum immer stärker durchdringt. Oder gibt es das schon?

Bildquelle: ValetheKid (CC-Lizenz)

2 comments

  1. Jan Mueller says:

    Hallo Leander – wie wahr! Aber wenn der Leisesprecher erfunden wird, dann muss auf jeden Fall auch ein Lautsprecher-Verstärker erfunden werden. Das Teil würde reissenden Absatz bei Vielfliegern finden, die 50% Ihrer Zeit in Airport Lounges herumgammeln und sich über Wichtigheimer-Telefonate definieren. Immer wieder bin ich Zeuge solchen akustischen Durchfalls und musste Lachen, als ich Deinen Blog gelesen habe. Dazu passt vielleicht – teilweide – auch dieser Link: http://www.youtube.com/watch?v=MavllwOuVI0&feature=related

    Gruss, Janne

  2. Anonymous says:

    :D Ja, wohl wahr. Musste gestern im Zug zuhören, wie einer irgendwelche wilden Immobiliengeschichten abgewickelt hat und große Summe durchs Abteil brüllte…

    Ich höre unterwegs nicht gern Musik, also drücke ich mir Ohropax in die Lauscher. Das hilft ganz anständig und es gibt wohl noch ne bessere Version für Straßenbauer, da können dann so viele Handyjunkies, Kinder und Rentner krakeelen wie sie wollen ;). Maulkorp im ICE wäre sicher auch ’ne Idee. In diesem Sinne: DB übernehmen Sie…

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