Intellektuelle entdecken endlich das Internetzeitalter als „Gründerzeit“ auch für sich

Unabhängig von einzelnen konkreten Gesichtspunkten, die man verschieden sehen kann, ist es doch sehr positiv, dass sich Intellektuelle, wie in diesem Fall Frank Schirrmacher und Alexander Kluge, inzwischen soweit mit dem Internet beschäftigen, dass sie es als faszinierende und auch begeisternde Aufgabe für sich selbst begreifen. Diesen Eindruck vermittelt das Gespräch sehr schön. Alexander Kluge dazu: „Aber das ist doch hochinteressant. Das wäre eine Gründerzeit …“

Dieser Umstand kann allen Parteien nur zugute kommen, denn es bringt die Gesamtdiskussion voran. Bisher hat man ja eher den Eindruck, dass viele Intellektuelle das Netz betreffend über Dinge urteilen, die sie gar nicht beurteilen können, da sie sie nicht (gut genug) kennen. Demensprechend fragwürdig und übertrieben negativ fallen diese Urteile dann aus.

Eine entsprechende Offenheit vorausgesetzt, werden alle Parteien zusammen künftig vielleicht nicht gleich alle Antworten finden, aber doch eher die wichtigen Fragen der Zeit stellen.

Video (23 min.):

via: faz.net