Deutsche Buchhändler lehnen jede Form von DRM ab

Man unterstellt der Buchbranche ja gern eine gewisse Rückständigkeit in Bezug auf das Internet und die digitalen Medien. In einigen Bereichen stimmt das sicher auch. Umso erfreulicher sind Signale wie das folgende, dass man die Interessen der Kunden in den Vordergrund rücken möchte. Der Sortimenter-Ausschuss des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels, d.h. die Interessenvertretung des Sortimentsbuchhandels in Deutschland, spricht sich gegen jede Form von DRM aus – v.a. gegen das so genannte „harte DRM“:

Sortimenter-Ausschuss fordert „barrierefreien Kauf von E-Books“

(…)

Für das Sortiment ergibt sich aus diesen Überlegungen folgende Forderung: Am besten gar kein, vor allem aber kein „hartes“ DRM! Der Buchhandel will seinen Kunden nicht mit Misstrauen, sondern mit offenen Armen begegnen. Er will ihnen den Zugang zum Buch so angenehm und leicht wie möglich gestalten. Gerade diejenigen Kunden, die digitale Inhalte legal erwerben wollen, dürfen nicht abgeschreckt und wie potenzielle Urheberrechtsverletzer behandelt werden. Gleichermaßen kann es nicht sein, dass das stationäre Sortiment noch weiter beim E-Book-Verkauf behindert wird.

Der Sortimenter-Ausschuss appelliert daher dringend an alle Verlage, auf DRM- und Kopierschutzsysteme zu verzichten. Im Interesse seiner Kunden und im Interesse der gesamten Buchbranche