Oft ist mangelnde Vorstellungskraft das Problem

Bei Sätzen, die so beginnen, bin ich immer misstrauisch:

„Ich kann mir nicht vorstellen, dass Nutzer bei kommerziellen Angeboten in großem Stil anfangen, freiwillig zu zahlen.“

Häufig liegt das Problem nämlich nicht in der Unmöglichkeit des Angesprochenen, sondern vielmehr in der mangelnden Vorstellungskraft des Betreffenden …

Ich kann mir sehr wohl vorstellen, dass Nutzer bei kommerziellen Angeboten in großem Stil anfangen, freiwillig zu zahlen. Ich glaube jedoch nicht, dass sie das tun werden, wenn ihnen austauschbare und fälschlicherweise als Qualitätsinhalte etikettierte Angebote gemacht werden. Zudem glaube ich nicht, dass die Nutzer freiwillig bereit sind, Medienunternehmen riesige Prachtbauten zu finanzieren, während andere Anbieter wie bspw. Sascha Pallenberg in der Summe in vielen Bereichen ebenso gut ein breites Qualitätsangebot schaffen können und dies zudem von kleinen Butzen oder von Co-Working-Plätzen aus tun.

Bildquelle: CAMPUS OF EXCELLENCE (Namensnennung 2.0 US-amerikanisch)

3 Kommentare

  1. Die Vorstellungskraft mangelt nicht, sie ist da. Es wird nur kein Gebrauch von ihr gemacht. In der neuen Ich-kann-Schule nutze ich das: „Wenn ich mit deinen Kräften / Talenten BESSER umgehe als du, mögen sie mich und folgen mir lieber als dir.“
    Problemlösung ist letztlich kein Kraftakt sondern feine geistige Präzisionsarbeit, die Genauigkeit erfordert. Guten Erfolg!
    Franz Josef Neffe

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