Immer mehr Services wie UberCab funktionieren nach dem Concierge-Prinzip

Wir sehen immer mehr Dienste, die sich wie das vor kurzem von Apple aufgekaufte Siri nicht als Suchmaschine verstehen, sondern als „do engine„. Konkret heißt das, dass man bei solchen Diensten weniger auf die klassische Weise mit einem Problem aktiv auf einen einzelnen Dienstleister zutritt, den man vorher eigenhändig ausgewählt hat. Vielmehr formuliert man sein Anliegen und stellt Kriterien auf, die erfüllt werden müssen. Der Dienst hilft dann wie ein Concierge dabei, das Problem zu lösen. In der Folge werden also Anbieter herausgefiltert, die den Anforderungen gerecht werden können und wollen.

In diese Richtung geht auch die iPhone-App UberCab, die sich auf Taxi-Services bezieht. Man teilt hier nur mit, von wo man wohin will und um den Rest kümmert sich der Dienst. Man muss noch nicht mal bezahlen, auch das wird im Hintergrund erledigt:

 

Ich könnte mir vorstellen, dass wir immer mehr Dienste dieser Art sehen werden. Interessant finde ich, dass bspw. auch bei UberCap ein Bewertungssystem integriert ist. Nach der Taxi-Fahrt bewertet der Taxi-Fahrer den Fahrgast und der Fahrgast den Taxi-Fahrer. Es liegt also nahe, dass künftig bei solchen Diensten die Reputationswerte der Anbieter und Nachfrager vielerorts direkt in das „Matchmaking“ einbezogen werden. So könnte der potenzielle Fahrgast nicht nur den Start- und Zielpunkt festlegen, sondern auch eingrenzen, dass er nur Taxis mit einer bestimmten durchschnittlichen Kundenbewertung wünscht. Oder ein Taxifahrer ignoriert Anfragen von Fahrgästen, die häufiger als unfreundlich bewertet wurden. Hier könnte man zahlreiche so genannte „game mechanics“ einbauen, sodass man Vergünstigungen bekommt, wenn man die Reputation für ein bestimmtes gewünschtes Verhalten aufgebaut hat.