Das Social Web der Dinge

Dass Objekte über Sensoren gesteuert Social-Media-Accounts befüllen können, ist als Gedanke nicht neu. Es wurde auch schon verschiedentlich umgesetzt. Ich hatte 2009 hier im Blog auf ein paar Beispiele wie die twitternde Fähre hingewiesen. Bei den Netzpiloten bin ich nun auf ein nettes Video gestoßen (s.u.), das versucht, das Ganze für die Wohnung weiter zu denken, wobei auch der Gedanke des vernetzten Hauses ja nicht neu ist und es auch nicht dadurch wird, dass man einen facebook-artigen Dienst ins Video integriert. ;)

Dennoch finde ich die Überlegung nach wie vor sehr interessant, wie man die im sozialen Netz erprobten Prinzipien dann anwenden kann, wenn die uns umgebenden Objekte ebenfalls online sind. Dann wird auf jeden Fall das Problem der Informationsüberflutung noch größer werden, sodass sich bspw. das überall im Social Web zu findende Abo-Prinzip noch stärker durchsetzen dürfte. Wenn ich mich also durch die reale Welt bewege und irgendein Objekt interessant finde, müsste ich es sofort und leicht abonnieren können. Es ist nämlich zeitsparender, etwas einmal als interessant Erkanntes als Quelle für ein automatisiertes Abonnement zu nutzen als es jeden Tag aufzusuchen und zu schauen, ob es interessante Neuigkeiten gibt. Dieser Gedanke lässt sich direkt von der Website-Nutzung auf Real-Life-Objekte übertragen.

Richtig „social“ würde es aber erst, wenn die Objekte auch mit uns interagierten. So wäre es doch nicht verkehrt, wenn eine Interaktion dann ermöglicht würde, wenn wir über Dienste wie Latitude o.ä. freiwillig bekannt geben, wo wir uns gerade aufhalten. Wenn ich also alleine eine Straße entlang gehe und zudem meinen Aufenthaltsort bekannt gebe, könnte ich doch von den dort befindlichen Objekten bewertet oder „geliked“ werden. Sinnvoll wäre das vielleicht, wenn ich dort eine Mülltonne benutze und meinen Müll also nicht auf die Straße werfe. Vielleicht gibt es dann auch eine Art Mülltonnen-Mayor. Vielleicht ließe sich auf diesem Wege ein für die Allgemeinheit positives Verhalten fördern. – Bestimmt gibt es da aber noch bessere Ideen … :)

(Video, 4 min.)

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