Kathrin Passig beschreibt ihr Mediennutzungsverhalten

Kathrin Passig gibt einen in Gänze lesenswerten Einblick in ihr „Medien-Menü“, bei dem an mancher Stelle ein Self-Monitoring-Wunsch nicht zu verkennen ist:

Kathrin Passig: Mein Medien-Menü

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Die zu Ende gelesenen Bücher der letzten Jahre notiere ich bei Goodreads – ab Anfang 2009 sind das zuverlässige Daten, alles, was vorher kommt, musste ich aus meinen Amazon-Bestellungen rekonstruieren. Goodreads ist nicht besonders überzeugend, ich kenne nur wenige Menschen, die es nutzen, und die Buchempfehlungen dort sind nur unwesentlich besser als bei Amazon. Aber ich finde es sehr hilfreich, um eine realistische Vorstellung von meinem Leseverhalten zu bekommen. Bis ich damit anfing, hielt ich mich immer noch für denselben Leser wie 1995. Dass ich in den letzten zehn Jahren nur wenige hundert Bücher gelesen habe, finde ich immer noch schwer zu glauben. Ohne ein solches Aufzeichnungstool wüsste ich auch nicht, dass ich in den letzten paar Monaten mehr Fiktion gelesen habe als davor in vielen Jahren.
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Schön beschrieben hat sie auch das hier:

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Ich bekomme die c’t gratis, lese aber eigentlich schon seit ein paar Jahren nur noch wenige Seiten darin. Ich habe es bisher nicht übers Herz gebracht, sie abzubestellen, denn wenn Leser anfangen, ihre Gratisabos zu kündigen, dann weinen die Redakteure dieser guten, klugen Zeitschrift. Aber jetzt steht es hier schon, ich überwinde mich gleich mal und maile ihnen, es hilft ja nichts.
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via: neunetz.com

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Ein Kommentar

  1. Erinnert mich ziemlich vollständig an meinen eigenen Medienkonsum: kein Radio, kein TV,  viele Feeds und Links aus Networks (wobei mein Feed-Konsum anteilig bestimmt höher liegt als Kathrin Passigs), wir schätzen sogar beide Kindle for Android.

    Aber was lernen wir jetzt daraus? Wie repräsentativ sind wir „Netz-Kinder“? Um festzustellen, ob sich Produktion für „uns“ wirklich lohnt, bräuchten wir mehr quantitative Daten. (Die sind aber sicher nicht so unterhaltsam wie Passigs Selbst-Beobachtung;).)

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