Schlagwort: buchbranche

Was soll denn dieses ORBANISM. Und überhaupt.

Nächsten Monat bin ich zehn Jahre selbstständig, das ist ein guter Anlass, mal ein paar Zeilen dazu zu schreiben, was ich eigentlich so treibe und warum. Ich habe das Gefühl, das ist mal sinnvoll, weil so richtig blickt ja keiner mehr durch. Wen es halt interessiert. Obwohl ich das überhaupt nicht gern mache, was wirklich Persönliches öffentlich preiszugeben, also nicht nur ein Selfie mit lustigem Spruch. Es ist ja auch irgendwie eitel. Doch ohne geht es hier wohl nicht.

Ich bin jetzt also seit Studienende 2007 selbstständig, und es lief eigentlich immer gut. Ich kenne nicht viele Leute, die vom Fleck weg so eine Durchdringung in ihrer Branche geschafft haben und mit so vielen Themen vorn dran waren, wie es bei mir Anfang der 2010er in der Buchbranche der Fall gewesen ist. Auch in der Folge war ja dies und das los. Trotzdem habe ich mich, wenn ich ehrlich bin, die ganze Zeit über als scheiternd empfunden.

Schon als Kind habe ich Menschen bewundert und als Vorbild gesehen, die ihr Ding machen und die überhaupt wussten, was „ihr Ding“ ist. Ich brauchte schon immer dieses totale Brennen für eine Sache, um zufrieden zu sein. Man muss ja nicht gleich Mozart sein, der mit vier Jahren schon am Klavier saß, aber doch die Richtung. Ich hatte als Jugendlicher zwar immer meine entsprechenden privaten Steckenpferde, aber nie den einen „Traumjob“ vor Augen.

Die Buchwelt habe ich aber stets geliebt, weil sie für alles tiefe Wissen dieser Welt steht, und so kam ich auch zu meinem Studium. Mein Antrieb war, Dinge zu verstehen und darüber „mein Ding“ zu finden. So ergab sich auch der direkte Sprung in die Selbstständigkeit, weil mir das der schnellste Weg zu sein schien, Erfahrungen zu sammeln und die digitale Welt zu begreifen, die im Studium selten Thema gewesen war, aber doch künftig alles beeinflussen würde.

Entsprechend habe ich auch Gas gegeben, um meine Brötchen zu verdienen und übers Bloggen die aufkommende Social-Media-Medienwelt zu erfassen. Ich habe dann über die Jahre so ziemlich alles Mögliche ausprobiert und oft gedacht: das ist es jetzt. Erst dachte ich, ich werde der große Berater. Dann dachte ich, ich werde der große Vortragsredner. Dann der große Lehrbeauftragte. Alle diese Dinge haben mir auch wahnsinnig viel Spaß gemacht und tun es noch, aber wiederum nur, wenn ich für die dortigen Themen brenne und es einem größeren Ziel dient, wie ich dann immer wieder realisiert habe.

Aber dieses „mein Ding“ als Thema hatte ich eben nie so richtig greifbar für mich selbst. Immer nah dran, aber doch weit weg. Immer suchend. Social Media und Marketing und Bücher und Medien, okay, klar, aber was eigentlich genau. 2013/14 rum gab es dann noch ein paar private Struggles, die mir länger nachhingen und mich ablenkten, und irgendwann wusste ich überhaupt nicht mehr, wofür ich den ganzen Kram eigentlich mache. In der Phase habe ich dann Christiane Frohmann getroffen und wir starteten ORBANISM mehr aus einem Gefühl der Gemeinsamkeit und einer groben Zukunftsrichtung heraus, ohne das damals genau benennen zu können. Wir haben in der Folge auch ein paar Umwege gedreht, wie sich das gehört. Irgendwann letztes Jahr ist für mich aber endlich der Knoten geplatzt.

Seit 2009 habe ich endlos viel Zeit in meine Vernetzungsaktionen wie „Was mit Büchern“, #pubnpub und den Virenschleuder-Preis gesteckt, meistens ohne damit Geld zu verdienen, aber getrieben von dem Gefühl, dass die Richtung gut ist. Inzwischen bin ich einen Gutteil meiner Zeit damit beschäftigt, Veranstaltungen zu planen und zu organisieren. Aber „mein Ding“ ist eben nicht primär Veranstalter zu sein, sondern das Veranstaltungsthema auf höherer Ebene zu beackern – als Publisher. Das habe ich im Sommer 2016, auf einer Wiese an der Ostsee liegend, begriffen. Bei einem selbst dauert das ja zuweilen ein bisschen länger, zumal als Pommer.

Ich brauchte, wie gesagt, schon immer dieses absolute innere Commitment für eine Sache, um zufrieden zu sein. Dabei frage ich mich stets, ob mich das Thema wohl noch mit 80 begeistern wird. Ob es zugleich auch über die persönliche Ebene hinaus relevant und nachhaltig ist. Hier habe ich im beruflichen Kontext zum ersten Mal das Gefühl, dass beides in der Kombination so richtig der Fall ist und das macht mich sehr glücklich.

Kurzum: Ich möchte Menschen als Publisher unterstützen und sichtbarer machen, die ihrerseits Menschen zusammenbringen und dadurch positiv wirken. Ich möchte das auf Dauer tun, bis ich umfalle. Ich finde das auf 1.000 Ebenen wichtig, die hier vielleicht zu weit führen. Vor allem geht es mir um die Frage, wie man damit wirkliche Veränderung unterstützen kann, egal ob auf wirtschaftlicher oder gesellschaftlicher Ebene.

Das geht nach meiner Überzeugung am besten dadurch, dass man den Effekt physisch-realer Begegnungen nutzt, die trotz des Internets in der Wirkung unschlagbar sind, aber durch digitale Tools sehr stark unterstützt werden können. Bekanntlich ist jedes Unternehmen heute ein Medienunternehmen und künftig wird jedes Medienunternehmen auch ein Veranstalter sein. Für solche Begegnungen ist es wichtig, dass man zum einen Events als Plattform für die jeweilige Interessensgemeinschaft möglichst durchlässig macht. Mein Bild ist dabei immer der schüchternste Teilnehmer von allen, der niemanden kennt und wenig Ahnung hat. Die Veranstaltung sollte so gestaltet sein, dass auch diese Person Anschluss findet und mit Gewinn nach Hause geht. Zum anderen sollte man die Meinungsführer unterschiedlicher Communitys über entsprechende übergreifende Veranstaltungen zusammenbringen und in echte Gespräche führen. So kommt es am ehesten zu einem Austausch und Effekt über Filterblasen hinweg, weil sie dann jeweils in ihr Netzwerk ausstrahlen. Das finde ich alles sehr wichtig, und es passiert heute noch viel zu selten und viel zu wenig.

Die Beschäftigung mit dem Meta-Thema Veranstaltungen und Begegnungen in Gemeinschaften wird für mich allein schon deshalb nie ihre Faszination verlieren, weil es letztlich mein eigenes Thema ist. Ich war selbst als Kind übertrieben schüchtern und introvertiert. Kommunikation bei sozialen Anlässen habe ich mir durch Beobachtung und über den Kopf erschlossen. Man verliert sein Grundmuster aber nicht, was mir die Leute oft nicht glauben, weil man ja jetzt so viel mit Menschen macht. Aber noch heute ist es so, dass ich mich auf Veranstaltungen, wo ich niemanden kenne, sehr schwer tue. Das wird wohl immer so bleiben, wenngleich ich das inzwischen ganz gut überspielen kann. Und da fällt mir eben immer wieder auf, wie wenig solchen Leuten oft geholfen wird. Auf Grundlage dieser Erfahrungen habe ich all die Jahre auch meine eigenen Veranstaltungen immer möglichst integrativ konzipiert und geplant, die letztlich auch mein persönliches Training sind und es mir selbst leichter machen in Kontakt zu kommen.

Christiane teilt diese Überzeugung und entsprechend bauen wir ORBANISM jetzt auf. Wir können nicht alles besser und wir wissen nicht alles besser. Was wir aber gut können, ist beobachten, sammeln, kuratieren und neue Kontexte herstellen. Wir tun dies für das Feld der Veranstaltungen und Live-Aktionen im Bereich Publishing, Medien und Kultur, das sich noch sehr stark entwickeln wird. Wir haben auch nicht den Anspruch, 300 eigene Veranstaltungen im Jahr zu organisieren. Hier wollen wir uns langfristig eher mit einem Organisationsprofi, einer Agentur o.ä. zusammentun, um das in Kooperation aufzuziehen. Überhaupt ist jetzt der beste Zeitpunkt uns anzusprechen und lose oder fest bei uns anzudocken.

Ich habe jede freie Minute in diesem Jahr an orbanism.com geschraubt und da finden sich jetzt schon viele Elemente zumindest als Grundlage, die Teil dessen sind, wie wir uns ORBANISM als „Verlag für Veranstaltungen im Bereich Medien und Kultur“ vorstellen. Es gibt ein Veranstaltungsverzeichnis, wo wir gute Events für Kreative sammeln und das sich in alle Richtungen kreuzfiltern lässt: Stadt, Location, Veranstalter, Referenten, Eventformat, Thema, Art des Zugangs und ob es ein Rahmenevent zu einem größeren ist. Wir bauen ein Anbieterverzeichnis und eine Jobbörse auf. Vor allem aber entwickeln wir Veröffentlichungen bei ORBANISM PUBLISHING wie etwa das erste E-Book zur „Gastfreundschaft“ unter Christianes Leitung sowie ein Online-Eventformat-Lexikon. Wir haben auch alle bestehenden Publishing-Imprints wie den Frohmann Verlag und „Was mit Büchern“ eingebracht und pflegen diese jetzt unter dem ORBANISM-Dach. More to come und step by step.

Vor allem geht es mir aber um den Erfahrungsaustausch, weshalb ich dieses Jahr auch den Virenschleuder-Preis in ORBANISM AWARD umbenannt habe und ihn vom allgemeinen Social-Media-Marketing mehr in Richtung Live-Marketing und Events ausrichte. Das Procedere der öffentlichen Nominierungen, die uns beim Mitlesen alle schlauer machen, bleibt. Der ORBANISM AWARD ist ein Labor wie auch der ORBANISM SPACE auf der Frankfurter Buchmesse, die anderen eine Plattform bieten sollen. Solche Ansätze finde ich großartig.

So, diese Statusmitteilung ist nun länger geworden als geplant, aber ich wollte all das mal ein bisschen einordnen. ORBANISM ist für mich nicht irgendein Projekt, mit dem ich zufällig um die Ecke komme. Es steht für alles, was ich die nächsten Jahre machen möchte und werde, auch wenn sich das im Detail noch ausformen wird. Hoffentlich zusammen mit euch. Ich freue mich darauf. Sehr.

 

 

Foto: Jasmin Schreiber

Aus der Reihe: Statements der Buchbranche für das historische Kuriositäten-Kabinett

Wie sehr manche Akteure der Buchbranche auch 2012 in der Vergangenheit leben, offenbart heute wieder eindrucksvoll dieses Statement des bayerischen Verlegers Wolf Dieter Eggert – da hat wohl jemand die Grundfunktion des Internets verpasst:

Die Branche, betonte Eggert, sei ein Garant für Meinungs- und Informationsfreiheit und damit „systemrelevant“.

Dem bleibt nichts hinzuzufügen. Das Statement kann als Ganzes ins Museum wandern, damit sich die Nachkommen später die Augen reiben können.

Ich bezweifle auch, dass solche gewollt starken Formulierungen die Sache voranbringen, weil wieder unnütze bzw. künstliche Fronten aufgemacht werden …


Ergänzung aus den Kommentaren auf boersenblatt.net:
In der Vergangenheit war das ja auch nicht so falsch. Da war die Buchbranche für umfangreiche Inhalte zuständig. Insofern stand sie ja auch für einen „systemrelevanten“ Teil unserer Kultur. Daher ja auch der Buch-Nimbus, der noch immer stark wirkt. Die Zeit ist aber spätestens seit dem Aufkommen des Internets von den Voraussetzungen her vorbei. Der Übergang dauert zwar länger, als viele Netz-Freunde glauben, aber heute noch zu sagen, die Buchbranche sei der Garant für die Meinungs- und Informationsfreiheit, ist ein Witz vor allem dann, wenn es ernst gemeint wäre. Als Lobby-Argument ist es natürlich zulässig und nützlich. Dann wäre es aber auch fair zuzugeben, dass es um schnöde Lobby-Arbeit geht, und nicht immer das Kultur- und Weltrettungs-Mäntelchen drüber zu legen.

In eigener Sache: „Ich mach was mit Büchern“ scheint in der klassischen Buchbranche angekommen zu sein …

… denn zum einen findet sich im Heft 28/2012 des Börsenblattes – „Zentralorgan“ des Buchbranchen-Verbandes – folgende Überschrift …

(Foto: Jens Bolm)

… und zum anderen kamen wir im Heft 26/2012 sogar im Kreuzworträtsel vor, was ich beides super finde:

(Foto: Randolf Dieckmann)

Zur Info: ‚Ich mach was mit Büchern‚ ist eine von mir 2009 gestartete Initiative für eine stärkere Vernetzung der Buchbranche.

Moral statt Geschäftsmodelle – Gründet die Buchbranche als letztes Gegenmittel bald eine Anti-Filesharing-Religion?

Filesharing ist in Schweden bekanntlich ein anerkannter religiöser Glaube. Es handelt sich um die Kirche der Kopimisten. Daran muss ich immer wieder denken, wenn ich auf Veranstaltungen der Buchbranche und anderer Medienbranchen unterwegs bin. Zuletzt wieder auf den Buchtagen und teilweise auch auf der AKEP-Jahrestagung in Berlin. Dort war nämlich allzu oft von solchen Dingen die Rede, wenn es um das Internet ging:

Wesentlich krasser noch war das auf den Buchtagen, wo die Reden und die zentrale Diskussion durch solche Statements geprägt waren:

Da fragt man sich wirklich, ob am Ende als letztes Mittel nicht doch bald die Gründung einer Anti-Filesharing-Religion vorgeschlagen wird. Angesichts der Aussagen, die bei solchen Gelegenheiten teilweise so getätigt werden, käme einem so ein Vorschlag noch nicht nicht mal besonders absurd vor. Dieses Branchen-Geld wäre bei einer Religionsstiftung womöglich sogar sinnvoller angelegt …

Oder man besinnt sich auf das, was bei Techdirt zu lesen steht und ansich bekannt sein sollte:

(…)
This is not about morals. This is about smarts. It’s not about being right or wrong. It’s not about rebelling. It’s about a giant shift in consumer behavior and how we as an industry deal with that.
(…)
This is about failed business models, not morals. If you have a bad business model, you fail. End of story. If you have good content, an ability to connect with fans, and a good business model, you’ll absolutely succeed today.
(…)
But, for whatever reason, many of those failing today seem to want to turn it into a moral issue. It may pull heart strings, but it won’t solve the business model issue.

Annette Beetz bringt es schön auf den Punkt:

Dazu passend hier nochmal die Präsentationsfolien zu meinem Vortrag auf der AKEP-Jahrestagung:

Statt 1 Mio. Euro p.a. mehr für Werbung auszugeben, könnte der Börsenverein 25 PR-Profis beschäftigen

Ich bin nicht Mitglied im Börsenverein. Wenn ich es aber wäre, würde ich mich fragen, ob eine klassische Image-Kampagne das Wirkungsvollste ist, was man mit einer Million Euro pro Jahr anfangen kann, um der Buchbranche zu helfen? Denn das ist viel Geld für den Verband einer so kleinen Branche.

Hintergrund ist, dass das so genannte Branchenparlament am 26.04. beschlossen hat, ein verstärktes Branchenmarketing zu betreiben. Eine Buchmarketing-Kampagne sei dringend erwünscht. Es gehe v.a. um „Verkaufsförderung für das Buch“. Ziel: „gesellschaftliche Kommunikationsereignisse mit hoher Strahlkraft schaffen“. Veranschlagt sind 3 Millionen Euro, je 1 Million pro Jahr. Noch bevor die Umsetzung beschlossen ist, steht die zu beauftragende Agentur auch schon fest („Zum goldenen Hirschen“).

„Nur wenn die gesamte Branche sich bei diesem Großprojekt engagiere und aktiv mitmache, sei ein besseres Image und eine höhere Aufmerksamkeit für das Buch in der Gesellschaft zu schaffen.“ Der Geschäftsführende Gesellschafter einer der größten Buchhandelsketten Deutschlands „bedauerte, dass in den vergangenen Jahren die Buchbranche medial vor allem über Krisensymptome und E-Commerce definiert worden sei. Einer gut gemachten und dringend notwendigen Buchmarketing-Kampagne sei zuzutrauen, dass sich das wieder ändert.“

Wenn ich Mitglied im Börsenverein wäre, hätte ich die Sorge, dass „mein Geld“ verschwendet wird durch einen Versuch, die Symptome eines grundlegenden Umbruchs und fehlender Reaktionen darauf zu überschminken. Konkrete Gegenargumente lieferten sogar auch einige Teilnehmer des Branchenparlamentes:

(…) „der Zwischenbuchhändler Oliver Voerster (KNV) [meldete] allerdings Zweifel an, ob das vorgesehene Budget von drei Millionen Euro ausreichend hoch sei.“ (…) „Winters merkte an, er glaube nicht daran, ‚dass man über eine Imagekampagne höhere Buchverkäufe erzielen kann‘.“ Weiter: „‚Wir müssen aufpassen, dass wir unseren Kunden nicht beibringen wollen, wo sie einkaufen sollen.‘ Ziel der Kampagne dürfe deshalb nicht sein, ‚Umsätze aus dem E-Commerce in den stationären Handel zu locken‘.“

Vor allem würde ich mich aber fragen, ob es nicht reizvolle Alternativen zu einer solchen Kampagne für den Einsatz des Geldes gäbe? Eine Alternative fällt mir spontan ein:

Wenn wir von einem ordentlichen Jahresgehalt in Höhe von 40.000 Euro ausgehen, ließen sich für die Ausgabe von 1 Mio. Euro pro Jahr 25 Personen dieser Gehaltsdimension zusätzlich finanzieren. Der Börsenverein könnte also nicht weniger als 25 gut qualifizierte Personen bezahlen, um in die Öffentlichkeit zu wirken. Diese 25 Personen würden dann 365 Tage im Jahr nichts anderes tun, als auf allen Ebenen im Sinne der Buchbranche zu kommunizieren. Sie könnten sich in Foren, in Blogs, auf Nachrichtenseiten, auf den Social-Networking-Plattformen und auch überall sonst in die Debatten einmischen. Sie könnten Pressebeiträge schreiben, Offline-Treffen organisieren und allgemein all das tun, was Öffentlichkeitsarbeiter machen. Man stelle sich nur vor, welche Wirkung das entfalten könnte.

Ergänzung: Die Rechnung geht so einfach natürlich nicht auf, weil noch weitere Ausgaben anfallen. Das habe ich zu schnell runtergeschrieben. Sorry dafür. Es geht mir aber auch eher um den grundsätzlichen Punkt des Ansatzes.

Offensichtliche Agenda der Buchindustrie: Content-Mafia-Begriff, ACTA, Kulturkampf, Recht auf Vergessen

Ich gehe immer gern zur Eröffnung der Leipziger Buchmesse ins Gewandhaus, weil dort sehr gute Musik gespielt wird, bedeutende Menschen wortgewandt geehrt werden und man viele Bekannte aus der Branche trifft. Ich bin aber auch immer sehr gespannt auf die Rede des Repräsentanten des Buchindustrie-Verbandes, Prof. Dr. Gottfried Honnefelder, weil diese die aktuelle Position der Industrie quasi kondensiert darstellt. Das hat schon öfter Material für Blog-Beiträge ergeben. Ich kann jedem im Bereich der Medien Tätigen nur empfehlen, sich den Text der diesjährigen Rede durchzulesen, um ein Gefühl für die Standpunkte zu bekommen, die in dieser Direktheit in anderen Branchen vielleicht gar nicht formuliert würden.

Ich verstehe, dass man als Lobby-Gruppe klare Botschaften formulieren und in die Welt tragen muss, um zu wirken. Ich finde es dennoch sehr schade, dass diese Reden immer so spalterisch und auch von Unterstellungen nicht frei sind. In diesem Jahr habe ich das sogar noch extremer empfunden als bspw. im Vorjahr. Obwohl der politische Rahmen des Abends einer der Verständigung und des Miteinanders war, findet sich in der Rede – wieder mal – nicht ein Wort davon. Da heißt es nur: wir gegen die. Und beide Seiten werden auch noch falsch definiert. Sich gegenüber sieht man offensichtlich nur die wie immer unterstellte „Internetgemeinde„, mit der ein Kulturkampf drohe. Die eigene Partei wird mitsamt der Autoren gesehen, obwohl diese (zumindest bisher) noch nicht mal als Teil des Buchmarktes betrachtet werden und vielfach unzufrieden sind. Es würde ja schon reichen, wenn in so einer Rede mal wenigstens ein Halbsatz vorkäme nach dem Motto: Wir finden das Internet wichtig und versuchen, die Chancen zu nutzen. Aber nichts davon. So wird ein radikales Bild erzeugt, das zu Recht angegriffen wird und auch gar nicht dem entspricht, was sich vielerorts in der Branche und selbst im Börsenverein tut – Stichwort protoTYPE.

Die Rede legt aber auch die neuralgischen Punkte offen. Wer die Buchindustrie wirklich ärgern wollte, müsste den Begriff der „Content-Mafia“ weiter zementieren. Dieser stört die Beteiligten ganz gewaltig, weil er dem eigenen Selbstverständnis und den wirksamen Lobby-Argumenten zuwider läuft, was sehr deutlich wird:

Jetzt lese ich, die Verlagsmenschen seien als Rechteverwerter, Inhaber von Nutzungsrechten, als Makler von Inhalten Angehörige einer Content-Mafia. (…) Die Freiheit des Wortes ist die Basis der demokratischen Gesellschaft und damit der freien verlegerischen und buchhändlerischen Tätigkeit. Grundlage unserer Arbeit ist das Recht auf freie Meinungsäußerung und der Zugang zu jeglicher Information, wie es in Artikel 19 der Erklärung der Menschenrechte festgeschrieben ist. Verleger und Buchhändler setzen sich weltweit dafür ein. Verleger und Buchhändler wollen keine Zensur, sie setzen auf Meinungsfreiheit und auf den free flow of information.

Demzufolge argumentiert er an einigen Stellen mehr oder weniger aus der Defensive heraus und betont, dass man natürlich keine Zensur u.ä. wolle. Es kommt aber auch wieder heraus, dass Gegensätze kreiert werden, die so gar nicht bestehen. Es wird suggeriert, dass jeder, der gegen die Beibehaltung des Urheberrechts 100% in der heutigen Form gleich für die gänzliche oder weitestgehende Abschaffung sei.

Der Schutz des Urheberrechts und der freie Zugang zu Informationen sind zwei Anforderungen, die sich ergänzen, nicht widersprechen. Weder verhindert das Urheberrecht den freien Zugang zu Informationen noch sind Informationen garantiert weltweit zugänglich, wenn sie nicht mehr dem Urheberrecht unterliegen. Gleichzeitig bedeutet „free“ nicht „kostenfrei“ – das wäre ein Übersetzungsfehler. (…) Bemerkenswert an der Diskussion um den Schutz des geistigen Eigentums ist die Aggressivität, mit der sie im Internet geführt wird. Es bildet sich ein Graben. Auf der einen Seite stehen diejenigen, die den freien oder zumindest kostenfreien Zugang zu Information und Wissen verlangen unter Abschaffung oder völliger Veränderung des Urheberrechtes. Auf der anderen Seite befinden sich jene, die kulturelle Inhalte entdecken, veredeln und der Öffentlichkeit gegenüber sichtbar machen.

Das ist aber gar nicht der Punkt. Es geht den meisten nur um eine zeitgemäße Anpassung der Regelungen, sodass bspw. private Internet-Kommunikation nicht unterdrückt wird. Selbst zahlreiche Juristen und andere ernstzunehmende Köpfe plädieren für eine Anpassung in Zeiten des Internets. Ich habe die Herausforderung mal aus meiner privaten Internet-Nutzersicht geschildert. Das Problem ist, dass viele der Leute wie Prof. Dr. Honnefelder diese Nutzerperspektive nicht kennen.

Schlimm finde ich aber insbesondere, dass aus diesem ansich berechtigten Punkt …:

Die Freiheit, die eigene Meinung äußern und den eigenen Gedanken oder das eigene Werk dauerhaft publizieren zu dürfen, und die Freiheit, über die Verbreitung dieser Äußerung nach Umfang und Dauer selbst entscheiden zu können, gehören zusammen.

… ein „Recht auf Vergessen“ abgeleitet wird:

Frau Reding hat mit dem, was mit „Recht auf Vergessen“ gemeint ist, Recht. Wir müssen darüber entscheiden dürfen, wie wir die Freiheit der Meinungsäußerung nutzen wollen, in Form des Rechts sowohl die eigene Meinung mitteilen, als auch den Umkreis ihrer Veröffentlichung festlegen und ihre allgemeine und dauerhafte Verbreitung einschränken zu können.

Für mich bedeutet ein solches „Recht auf Vergessen“ tatsächlich so etwas wie Zensur, da man dann auf den Festplatten und in den Köpfen anderer Leute Informationen löschen müsste, die zuvor in die Welt hinaus entlassen wurden. Dazu passt, dass Prof. Dr. Honnefelder live vor Ort in Leipzig auch von eben jenem „Recht auf Vergessen“ gesprochen hat. Ich weiß das sicher, weil es mich wieder aufgeregt hat.

Am Ende versucht er die Kurve zu kriegen, indem er „enthüllt“, was der einzige Grund für Kritik vonseiten der „Internetgemeinde“ sein kann:

Man könnte diesem Befund entnehmen, dass es den Kritikern des bestehenden Urheberrechts eher um den Erhalt eines digitalen Raumes geht, in dem der Staat nichts zu suchen haben soll und in dem die Verfolgung von Straftaten unmöglich gemacht werden soll. Und nicht um Meinungsfreiheit und Demokratie.

Da dürfen wir uns ja alle angesprochen fühlen, inkl. vieler Kinder von Leuten aus der Buchbranche. Alles nur heimliche Straftat-Förderer und Anarchisten.

Die Frage ist doch, wo „Aggressivität“ und „drohender Kulturkampf“ herkommen, wie sie Prof. Dr. Honnefelder unterstellt? Aus meiner Sicht daher, dass Reden wie diese belegen, dass zum großen Teil an den eigentlichen Problemen vorbei diskutiert wird. Da werden Fronten aufgemacht, die so gar nicht bestehen. Viele der eigentlichen Herausforderungen werden aber gar nicht angesprochen. Das finde ich schade, weil sich in der Praxis vielerorts schon heute als logische Folge zeigt, dass die Buchbranche an sehr vielen Zukunftsdebatten und -lösungen tatsächlich nicht beteiligt ist.

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Meine Meinung zur Buchpreisbindungs-Diskussion: Die Buchbranche wird ihrer Bringschuld nicht gerecht

Offensichtlich haben sich die Schweizer mehrheitlich gegen die Wiedereinführung der Buchpreisbindung ausgesprochen:

Das Thema ist facettenreich. Ich persönlich bin unabhängig von den Schweizer Besonderheiten auch eher gegen eine Buchpreisbindung, weil die Ursprungsargumente für die Einführung (u.a. Herstellung einer Überallverfügbarkeit von Büchern) dank Internet ja so nicht mehr gültig sind und weil die Buchpreisbindung v.a. in der Übertragung auf die digitale Welt, wie sie der Börsenverein natürlich sogleich eingefordert hat, aus meiner Sicht für die Entwicklung des dortigen Ökosystems eher schädlich ist. Man kann das aber natürlich sehen, wie man will. Das Problem ist ein anderes, denke ich, wobei ich mich primär auf den deutschen Markt beziehe:

Zweifelsohne ist eine (Buch-)Preisbindung, wo auch immer sie vorkommt, eine große Ausnahme und ein großes Privileg für die Beteiligten. Sie muss daher sehr gut und fortlaufend gerechtfertigt werden. Die Bringschuld bei dieser Rechtfertigung liegt aber bei denen, die sich für die Preisbindung aussprechen. Meinem seit meinem Verlagswirtschaftsstudium bestehenden Eindruck nach wird diese Bringschuld in der Buchbranche aber nicht hinreichend gesehen. Man hat sich offenbar an dieses Privileg so sehr gewöhnt, dass sogar jeder, der es wagt, die Buchpreisbindung in Frage zu Stellen, tendenziell attackiert wird. Das nimmt manchmal schon fast religiöse Züge an und jene, die vielleicht auch einfach nur kritisch darüber nachdenken und durchaus diskussionsoffen sind, werden wie Ketzer attackiert.

Das habe ich jüngst wieder erfahren dürfen. Ich startete auf der Facebook-Seite meiner Buchbranchen-Vernetzungsinitiative „Ich mach was mit Büchern“ eine simple Umfrage: „Seid Ihr für eine Buchpreisbindung oder dagegen?“ Die überwiegende Mehrheit des buchaffinen Publikums sprach sich dafür aus. Ich dagegen. Meine Privatmeinung. Daraufhin wurde ich gleich mehrfach attackiert ob meines Standpunktes. Ich wurde u.a. gefragt, warum ich denn den Buchhandel hinrichten wolle? – Klar, das ist ein Einzelfall. Aber ein typischer.

Ich glaube, wenn bei uns abgestimmt würde, hätte die Buchpreisbindung auch keine Chance. Die meisten in der deutschen Bevölkerung wissen höchstwahrscheinlich noch nicht mal, dass es eine Buchpreisbindung gibt. Beides liegt nicht zuletzt daran, dass die Buchbranche zwar eine starke Lobby-Stimme in der Politik hat, aber nur eine schwache Stimme in der Gesellschaft. Vor allem liegt es aus meiner Sicht aber daran, dass man sich branchenseitig vielfach gar nicht in der Pflicht zu sehen scheint, fortwährend – und demütig – für dieses Privileg zu streiten. Es stehe einem halt zu … Das ist jedenfalls die Ausstrahlung, die ich wahrnehme.

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Beispiel für Innovationshemmnisse in der Buchbranche – das gewachsene Verhältnis Verlag-Buchhandel

Es ist ja kein Geheimnis, dass in Zeiten von Branchenumbrüchen etablierte Unternehmen oft auf der Strecke bleiben, weil sie den Innovationssprung nicht bewältigen. Denn wenn sie neue Geschäftsmodelle erproben, untergraben sie damit oft ihre bestehenden und einträglichen Erlösquellen. Daher gehen Innovationen dann auch meist nicht von den etablierten Unternehmen aus, sondern von Markt-Neulingen.

Inzwischen heißt es ja auch oft, die Buchbranche hätte die Digitalisierung verschlafen. Ganz so krass ist es nicht. Zweifelsohne hat sie sich in der Gesamtheit aber auch nicht mit Begeisterung darauf gestürzt. Das hat auch mit dem oben beschriebenen Zusammenhang zu tun. Hinzu kommen aber auch ein paar Branchenspezifika:

Traditionell sind die drei „Sparten“ der Buchbranche (Verlage bzw. „herstellender Buchhandel“, Zwischenbuchhandel und „verbreitender Buchhandel“) sehr eng verbunden, was im Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Ausdruck kommt, der damit als Branchenverband ziemlich einzigartig ist:

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. ist weltweit der einzige Verband, der alle drei Handelsstufen unter einem Dach vereinigt – Verlage, Buchhandlungen, den Zwischenbuchhandel, Antiquariate und Verlagsvertreter.

Zudem steht der „verbreitende“ Buchhandel noch immer für ca. die Hälfte des Branchenumsatzes:

Der stationäre Buchhandel und die dortigen Akteure sind auch die einzige Zielgruppe, welche viele Verlage in der Vergangenheit wirklich gut kannten. Daher ist der ganze Bereiche „Social Media“ mit seinem Endkunden-Direktmarketing-Ansatz vielen Verlagen auch so neu und fremd.

Jedenfalls führt diese gewachsene Struktur und die daraus folgende Mentalität dazu, dass viele Neuerungen und Experimente der Verlage vom Buchhandel attackiert werden. Das ist von außerhalb der Branche nicht unbedingt ersichtlich, wo es dann schnell heißt, die Buchverlage könnten Innovation einfach nicht. Aber natürlich müssen Verlage auf ihre – noch immer – Hauptkunden zumindest rhetorisch Rücksicht nehmen, was dann häufig auch zu einer neuralgische Punkte meidenden Sprache führt.

Sehr gut illustriert wird der ganze Zusammenhang durch ein Beispiel, auf welches ich vor ein paar Tagen beim Börsenblatt gestoßen bin. Dort wird berichtet:

Bastei Lübbe startet in diesem Jahr ein rein digitales Programm „Digital First“. Dessen Inhalte erscheinen als Erstveröffentlichung in digitaler Form, wie die Kölner mitteilen. (…)

Jetzt könnte man denken: Das ist ja überaus erfreulich. Da wird experimentiert. Da wird Zukunft erprobt …

… Denkste! Wie lautet der einzige Kommentar, der von Esther Giese, Inhaberin des Buchladen Sülzburgstraße, stammt?:

Ich werde daraus Konsequenzen ziehen und nur die nötigesten Titel bei Lübbe bestellen. Lübbe versucht den Buchhandel auszuklammern. (…)

Ergo: Auch das Verlagsleben ist nicht ganz so einfach, wie es von außen manchmal scheint.

Bildquelle: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von Phil Roeder

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Angebliche verbreitete Meinung: Man darf im Internet für Arbeit kein Geld verlangen

Falls das Börsenblatt die Aussagen richtig wiedergibt, hat René Strien, Geschäftsführer des Aufbau Verlages und neuer Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Publikumsverlage, Folgendes geäußert:

„Wir haben alle ein paar Grundprobleme, die sollen hier verhandelt werden“ (…) Zu diesen Problemen gehöre das mangelnde Verständnis in der europäischen Politik für das Verlagsgeschäft. Die Buchbranche dürfe sich nicht ausruhen auf einer traditionell hohen Wertschätzung der Branche. Insbesondere müsste mit dem Vorurteil von der „Verwertungsmafia“ aufgeräumt werden. Dieses böse Wort unterstelle, das Verlage ja gar nicht die eigentlichen Urheber seien und auch nicht deren, sondern nur eigene Interessen verträten. Es herrsche im übrigen ein sehr eingeschränkter Begriff von der „Freiheit des Internets“ vor, beklagte Strien: Ein Begriff nämlich, der die Freiheit, im Internet für Arbeit Geld zu verlangen nicht mit einschließe.

Interessant finde ich vor allem den letzten Punkt:

Ein Begriff nämlich, der die Freiheit, im Internet für Arbeit Geld zu verlangen nicht mit einschließe.

Ich bin ja seit einiger Zeit recht aktiv im Internet. Ich habe aber noch niemand getroffen – nicht mal unter den Filesharern -, der einen solchen Freiheitsbegriff nutzt. Sonst irgendjemand?

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Was ich mir nicht vorstellen kann, passiert auch nicht – oder doch?

Ich finde es witzig, dass für die Begründung von Zukunftsbeschreibungen immer wieder die eigene Vorstellungskraft herangezogen wird. Das liest man immer wieder. Hier ein Beispiel, das mir zuletzt über den Weg gelaufen ist:

Das Börsenblatt fragt den Buchregal-Bauer Jan Paschen nach seiner Meinung dazu, ob er auch in 20 Jahren noch Bücherregale bauen wird? Seine Antwort:

Ich gehe ganz klar davon aus, dass wir auch in 20 Jahren Bücherregale bauen werden. (…) Eine Welt ohne Bücher kann ich mir nicht vorstellen.

Ebenfalls typisch bei diesem kleinen Beitrag ist, dass die Antwort an der Frage vorbei geht. Natürlich wird es auch in 20 Jahren noch papierne Bücher und den Wunsch, sie ordentlich zu lagern, geben. Fast keine Technik verschwindet völlig. Auch heute werden noch Schwerter geschmiedet und es werden Dampfmaschinen gebaut. Es wandelt sich aber durchaus die (wirtschaftliche) Bedeutung von bestimmten Techniken. Es wird also mit Sicherheit auch in Zukunft noch Leute geben, die sich Bücher aus Papier kaufen und diese sammeln. Das unterstreicht ja auch Paschen kräftig. Damit ist aber noch lange nicht gesagt, dass es genug Leute sein werden, um als buchregal-produzierendes Unternehmen in der heutigen Form von ihnen leben zu können. Dieser Aspekt kommt überhaupt nicht zur Sprache.

So liest man auch 2011 noch immer beständig Beiträge aus der Buchbranche, die sich vordergründig mit dem Medienwandel auseinandersetzen, aber letztlich keinen Schritt weiterführen.

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