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Gibt es Brand Communities?

Francois Gossieaux hat einen interessanten Beitrag zum Thema Brand Communities geschrieben. Er ist der Ansicht, dass es diese nicht geben könne, da es nicht realistisch sei, dass Objekte im Mittelpunkt von Communities stünden. Schließlich fühle man sich eher mit anderen Menschen und deren Interessen/Themen verbunden:

Why Brand Communities Don’t Exist

For communities to work, the members need to be at the center of the community, and so the motivations have to be different from the pure hedonistic pleasure of owning a brand/product.

Völlig richtig, aber für mich ist das kein Widerspruch. Ich denke, dass es sehr wohl Brand Communities geben kann. Nur werden wir sehen, dass Menschen immer stärker zu Marken werden, die dann auch für das stehen, was Gossieaux als notwendig ansieht. Diese Personenmarken können zudem auch passende Produkte verkaufen. Vor allem aber können sie das Engagement der Community-Mitglieder fördern. Letztlich freunden wir uns doch eher mit Personen als mit Objekten an, sodass auch Personenmarken eher von den positiven Effekten solcher „Freundschaften“ profitieren können.

Für diesen Trend spricht auch, dass sich die Unternehmen selbst mit ihren Marken gezwungen sehen, immer persönlicher zu kommunizieren, ihre Mitarbeiter sichtbar zu machen und sie als Botschafter einzusetzen.

3 kostenlose Bücher über Communities, Piraterie und Steuerverschwendung

The Art of Community
(PDF; 2,2 MB)
Autor/Herausgeber: Jono Bacon
Erscheinungsjahr: 2009
 
When I started work on ‚The Art of Community‘ I was really keen that it should be a body of work that all communities have access to. My passion behind the book was to provide a solid guide to building, energizing and enabling pro-active, productive and enjoyable communities. I wanted to write a book that covered the major areas of community leadership, distilling a set of best practices and experiences, and illustrated by countless stories, anecdotes and tales.
 

The Pirate’s Dilemma
Autor/Herausgeber: Matt Mason
Erscheinungsjahr: 2008
 
‚The Pirate’s Dilemma‘ tells the story of how youth culture drives innovation and is changing the way the world works. It offers understanding and insight for a time when piracy is just another business model, the remix is our most powerful marketing tool and anyone with a computer is capable of reaching more people than a multi-national corporation.
 

37. Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler – Die öffentliche Verschwendung
Autor/Herausgeber: Bund der Steuerzahler
Erscheinungsjahr: 2009
 
Wie jedes Jahr erfasst der Bund der Steuerzahler 2009 in seinem „Schwarzbuch“ Fälle öffentlicher Steuergeldverschwendung. Verschwendung von Steuergeld zeigt sich in verschiedenen Formen. Da geht es um Fehlplanungen und Kostenexplosionen, Mängel im Beschaffungswesen, Reisen und Empfänge auf Steuerzahlerkosten, aber auch um Gedanken- und Planlosigkeit beim Umgang mit den sauer verdienten Steuern der Bürger. Und schließlich führen auch die Auswüchse der Staatsbürokratie nicht selten zu einer massiven Fehlleitung öffentlicher Mittel.
 

 

Mehr kostenlose Bücher:
9 kostenlose E-Books zu den Themen Internet, Medien und Wirtschaft

 

Deloitte-Studie: Wie Unternehmen mit Communities und Social Media umgehen

Die Prüfungs- und Beratungsgesellschaft Deloitte hat diese Studie erstellt:

2009 Tribalization of Business Study: Transforming companies with communities and social media

Im Rahmen der Studie wurden über 400 Unternehmen aus diversen Branchen befragt. Zu den Ergebnissen gehört u.a. Folgendes:

  • 94 percent of enterprises continue to invest in online communities and social media
  • 32 percent of companies are capturing data on “lurkers” on their communities
  • More full-time people are being deployed to manage communities
  • Increasing word-of-mouth, customer loyalty and brand awareness continue to be the top business objectives of online communities
  • 36% of the companies state that marketing manages their communities
  • The biggest obstacles to creating successful communities are getting people to engage and participate, and getting people to keep coming back
  • Number of active users and how often people post/comment are the most frequently used measures of success

via: internetworld.de

Social Networks ≠ Communities

Wenn Leute wie wie in diesem Falle Dr. Bernd Buchholz über Plattformen wie Facebook sprechen, nennen sie sie häufig Communities. Das stört mich immer, weil es aus meiner Sicht für ein zentrales Missverständnis steht:

Social Networks sind nach meinem Verständnis Plattformen, auf denen Leute kommunizieren und interagieren können. Communities sind nach meinem Verständnis Gruppen von Menschen, die durch ein gemeinsames starkes Interesse oder Merkmal verbunden sind. Beide Sachen sind nicht gleichzusetzen. Social Networks wie Facebook sind nicht automatisch auch eine Community. In Social Networks können hingegen diverse Communities aktiv sein.

Wenn man Facebook als Community verstehen wollte, was wäre dann das verbindende Element? Dass die Leute Facebook nutzen? Dann müsste man auch von einer Briefschreiber-Community oder TV-Seher-Community sprechen. Ebenso irritierend finde ich daher, wenn in den „klassischen“ Medien und auf Seiten der Parteien (Bsp.: SPD) von der Internet-Community gesprochen wird, als ob die Internet-Nutzer streng abzugrenzen wären von den Bewohnern der „normalen“ Welt.

Bildquelle: gregoryjameswalsh (CC-Lizenz)