Schlagwort: community

HugeFan verkauft exklusive Erlebnisse an Fans

Wer heute Fans gewinnen und bei ihnen punkten möchte, sollte ihnen exklusive Mehrwerte bieten. Wertvoll ist, was nicht kopierbar und andernorts nicht zu bekommen ist. Genau dort setzt die in der Alpha-Phase befindliche Plattform HugeFan an, die solche Erlebnisse verkauft:

HugeFan is a new way to get personal experiences with popular celebrities in sports, music, television, film and tech.

(Video, 1 min.)

Von der Idee her ist das interessant. Man wird sehen müssen, wie sich diese Plattform konkret entwickelt. Dabei geht es natürlich nicht nur darum, irgendwas anzubieten. HugeFan hat auch eine Marktforschungskomponente integriert, indem die Fans sagen können, was sie sich wünschen. Das funktioniert ganz einfach nach diesem Prinzip:

I want to [Wunsch eintragen] with [Fan-Objekt eintragen]

via: TechCrunch

11FREUNDE-Dauerkarte – Gemeinschaftspflege statt tumber Zielgruppenbetrachtung

(Buch-)Verlage gehen ja langsam weg von einem Denken in Produkten hin zu einem Denken in Zielgruppen. Das passt zu dem Bild im Internet, wo neu wachsende (Medien-)Unternehmen weniger versuchen, eine Art von Produkt an alle möglichen Zielgruppen zu verkaufen, sondern eher für eine Zielgruppe alle passenden Produkte zu bieten. Es gilt noch immer, was ich Anfang 2009 als Schlagwort formuliert habe: „Community First“ (Communities bzw. Gemeinschaft = Gruppe von Menschen mit gemeinsamen Interesse; Community ≠ Social Networks wie Facebook). Communities gibt es zu allen Themen dieser Welt – vom Spezialberufsthema bis hin zum Gartenzwergsammeln. Communities sind zudem völlig unabhängig vom Internet und sie lassen sich nicht aufbauen. Entweder die Leute interessieren sich für eine Sache oder nicht. Die Frage ist einzig, wie gut vernetzt die Community schon ist und ob man sich ggf. einbringen kann, indem man ihr eine (bessere) Plattform bietet.

Vor diesem Hintergrund finde ich konsequent und gut, was 11Freunde mit seiner Dauerkarte macht. Sie stärkt das Gemeinschaftsgefühl durch eine noch festere „Mitgliedschaft“ und bietet der „Community“ exklusive Mehrwerte, wobei es durchaus auf die Details der Umsetzung ankommt:

Dazu gehören u.a. …
… Zeitvorteile …: 12x 11FREUNDE bequem und portofrei einen Tag vor Verkaufsstart in den Briefkasten
… Nicht-Käufliches …: Zugang zu 11FREUNDE-Filmabenden, -Talks und -Wohnzimmerlesungen von Köster & Kirschneck
… sowie normale monetäre Anreize: 10% Rabatt auf Artikel aus dem 11FREUNDE Shop

Es geht also nicht darum, dass die Grundidee nicht neu ist, sondern ob es gut und passend gemacht ist.

(Video, 3 min.)

via: Digitale Notizen
Bildquelle: eBomb716, CC-Lizenz BY-ND

Doku über fanatische Christen in den USA zeigt viele Erfolgsfaktoren für ein „Community building“

„Community building“ ist ja ein beliebtes Schlagwort im Kontext des Social Webs. Unternehmen sollten jedoch in den allermeisten Fällen nicht versuchen, ein „Community building“ im strengen Wortsinne zu betreiben, weil es zu aufwändig wäre und ein Erfolg ganz grundsätzlich zu unwahrscheinlich ist. Stattdessen sollten Unternehmen anstreben, bereits vorhandene Gruppen mit gemeinsamen Interessen zu erkennen und ihnen Plattformen zur Vernetzung zu bieten – und zwar derart, dass am Ende der wirtschaftliche Erfolg erhöht wird.

Dass „Community building“ in keinem Fall funktionieren kann, stimmt genau genommen natürlich nicht. Es erfordert aber ausgefeilte Methoden und sehr viel Aufwand. Einen Eindruck davon, wie so etwas gemacht werden kann und welche „Erfolgsfaktoren“ dabei u.a. eine Rolle spielen, vermittelt die unten eingebundene Doku namens Jesus Camp über fanatische Christen in den USA. Ich teile nicht die Ansichten dieser Fanatiker. Sie sind aber zweifelsohne sehr erfolgreich bei dem, was sie tun, sodass man sich da manches Methodische abschauen kann. Die Doku ist relativ lang, lohnt aus meiner Sicht aber die Zeit:

Der Dokumentarfilm “Jesus Camp” führt in ein evangelikales Sommerlager für Kinder im Grundschulalter. Die beiden Filmemacherinnen Heidi Ewing und Rachel Grady begleiten die Pastorin Becky Fischer, Leiterin einer Pfingstkirche. (via Nerdcore)

Video, 1h 20 min.:

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Abo + Austausch: Feed, E-Mail, Facebook, Google+, Twitter, Xing, LinkedIn

Lokalisten-Chefin Stefanie Wählert: Nutzer wollen einzigartige Anerkennung für ihr Engagement

Die Geschäftsführerin des Social Network Lokalisten.de, Stefanie Wählert, benennt auf Basis der Erfahrungen ihres Unternehmens 5 Erfolgsfaktoren für den Umgang mit Menschen in sozialen Netzwerken:

  1. Relevante Inhalte
  2. Mitgestaltungsmöglichkeit
  3. Austausch-/Sharing-Möglichkeit
  4. Gehört-Werden
  5. Anerkennung/Belohnung

Insbesondere betont sie, dass die Nutzer im Gegenzug für ihr Engagment einzigartige Ankerkennung suchen, die bei weitem nicht immer und ausschließlich monetärer Natur sein muss.

Video (7 min.):

via: media-TREFF

Comm.unity: Segmentierung des Social Graph mittels Reality Mining

Comm.unity nutzt einen intelligenten Ansatz: Online-Kontakte einer Person werden hier nicht durch manuelle Kontaktanfrage und -freigabe hergestellt. Vielmehr wird analysiert, mit wem diese Person tatsächlich kommuniziert. Dies entspricht auch eher dem realen Networking.

Comm.unity is an ongoing project started in 2007 and led by Nadav Aharony. Comm.unity is a software framework in development, which is intended to allow developers and researchers to easily create applications that are proximity aware and socially aware, and can run on a large set of existing consumer devices. It implements a wireless, device-to-device information system that bypasses the need for any centralized servers, coordination, or administration. It also supports the social learning and user profiling features described above, and designed to span an extensible set of radio interfaces (WiFi, Bluetooth, IR, etc.).

MIT Media Lab LabCast (5 min.):

 

Talk at the Civic Media Communications Forum (5 min.):

Communities können nicht künstlich geschaffen werden

Wer heute und morgen im Internet Reichweite aufbauen möchte, sollte eine für die jeweilige Community (vormals bekannt als Zielgruppe) geeignete Plattform schaffen, auf der sich die durch ein gemeinsames Interesse verbundenen Menschen mit den geeigneten Kommunikationsinstrumenten austauschen und vernetzen können. Die Community an sich kann aber in den meisten Fällen durch Marketing oder ähnliche Maßnahmen nicht kreiert, sondern nur unterstützt werden. Entweder eine Community existiert oder eben nicht. Es kann allerdings vorkommen, dass eine Community nur wenig vernetzt ist. Das wiederum wäre eine große Chance für Unternehmen, die dieses Potenzial erkennen und den bis dato wenig vernetzten Community-Mitgliedern eine geeignete Plattform bieten.

Loïc Le Meur ist auch der Meinung, dass Communities nicht künstlich geschaffen werden können – seine Wortmeldung dazu (4:30 min.):