Schlagwort: content

Adam Salomone (The Harvard Common Press) über den Verlags-Erfolg mit kleinteiligem Content

In diesem interessanten Gespräch werden viele Publishing-Zukunftsfragen besprochen – lohnt sich:

What’s the future of more granular content? What’s the role of „free“ in the content world and how can you compete with it? These are just a couple of the questions Adam Salomone, Associate Publisher of The Harvard Common Press, discusses in this podcast interview.

(Video, 30 min.)

via O’Reilly Radar

—————————————————-
Abo + Austausch: Feed, E-Mail, Facebook, Google+, Twitter, Xing, LinkedIn

Die Kern-Herausforderung der Medienbranchen kurz zusammengefasst

“The central challenge to the folks running the traditional aspects of content businesses is that their business models are based on moving the containers around. No containers means no business model. Chaos.”

Ein Problem ist auch, dass viele Akteure Geschäftsmodelle als Ersatz suchen, die ad hoc ebenso attraktiv wie die webbrechenden sind. Die meisten suchen noch immer …

Vorteilhaft bei der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle ist, wenn man sich zunächst vergegenwärtigt, wie Inhalte im Internet rezipiert werden. Von dort ausgehend kann man dann zielführender überlegen, wie Modelle gestaltet sein müssten, um Erfolgschancen zu haben. Dieser Ansatz führt auch sofort zu der Erkenntnis, dass Modelle, die Inhalte von den Content-Strömen abtrennen, große Nachteile haben. Aussichtsreicher ist es, Content als Lockstoff für den Verkauf von Mehrwert-Services zu nutzen. Ein paar Gedanken dazu habe ich auf diesen Vortrags-Slides festgehalten: Alles im Fluss? – Das Social Web als Abo-Dienst

via: Marcel Weiß, Brady Gilchrist

————————–
Blog-Abo: Feed E-Mail Facebook Google+ Twitter
————————–

Gerd Leonhard: Wichtige Marketing-Trends

Gerd Leonhard habe ich hier im Blog ja schon öfter zu Wort kommen lassen. Jetzt hat er ein Video (7 min., siehe unten) gepostet, in dem er wichtige Marketing-Trends skizziert. Er spricht auch das Thema „Wert von Content vs. Wert von Zusatzinformationen“ an, welches wir vor zwei Wochen auf der Buch Digitale ebenfalls diskutiert haben. Dort hat Giles Grant von Thomson Reuters die Diskussion mit dieser einleuchtenden Grafik schön auf den Punkt gebracht:

 

Weitere Kernpunkte sind:

  • Mobile broadband means the end of advertising as we know it
  • Marketing is following media
  • Data is the new oil
  • The best advertising will be content
  • Get ready for the tribalisation of business

Piraterie als Marktforschung

Beim Thema Piraterie werden meist die Risiken betont: Man verliert Geld oder könnte Geld verlieren. Doch wie sieht es mit den Chancen aus? Gibt es welche?

Ja, sagt Mike Masnick von Techdirt:

This is also why we’ve said time and time again that it’s perfectly fine if you want to copy this blog and try to sell ads against it (or make money some other way). If someone actually figures out something that works well, then that’s useful info to us, and would allow us to then incorporate those findings into our own offering. That’s actually good for everyone…

Bildquelle: US Army Africa (CC-Lizenz)

Preisdruck auf digitalen Inhalte-Märkten entsteht unabhängig von Piraterie

Bei Techdirt ist vor ein paar Tagen ein interessanter Beitrag erschienen, der sich mit der Frage auseinander setzt, ob die Major-Labels im Musikmarkt ihren Bedeutungsverlust hätten verhindern können, wenn sie das iTunes-Modell früher angewandt hätten: Did The Recording Industry Really Miss The Opportunity To ‚Monetize‘ Online Music?

Besonders treffend finde ich die Betonung, dass der durch die Verfügbarkeit quasi kostenloser digitaler Inhaltekopien ausgelöste Preisdruck im Musikmarkt unabhängig von Piraterie entsteht:

Tim Lee, who pointed us to this piece in the first place, tacks on the point that „the economic argument for free music is unrelated to ‚piracy.'“ This is, indeed, a key point and one we’ve tried to make in the past, but one that sometimes gets lost in the shuffle. The basic economics of music suggest that it was going to face downward pricing pressure all along. That has little to do with unauthorized access to music or whether or not the major record labels sucked it up and did licensing deals with Napster. It was just where the market was going to head one way or the other — because, over time, more and more people would begin to realize that free music was an excellent promotional tool for other things, and that would drive more business to those other areas. That, in turn, would lead more and more musicians and their business partners to recognize the benefit as well. In fact, we’re seeing that happen today. The fact that unauthorized access to files online may have helped push that realization forward doesn’t change the fact that those pressures were going to come one way or the other.

Das ist in der Argumentationsform auch auf den Buchmarkt übertragbar, wo häufig Debatten geführt werden, die von diesem Gesichtspunkt ablenken. Das ist vor allem deshalb schade, weil die Buchbranche noch mehr Zeit zum Handeln hat/hätte als die Musikindustrie. Immerhin gibt es aber inzwischen schon einige innovative Plattformen wie PaperC. Ich halte es jedenfalls mit Gerd Leonhard, der sehr zu Recht sagt: ‚protection‘ is in the business model not the technology

Bildquelle: artemuestra (CC-Lizenz)

Blogger und Aggregatoren mögen „Parasiten“ sein – doch Journalisten und viele andere sind es auch

Bei ars technica ist ein interessanter Beitrag über eine Konferenz erschienen, die in den USA von der Federal Trade Commission zum Thema der Zukunft des Journalismus abgehalten wurde und die zwischen der „alten“ und „neuen“ Medienwelt vermitteln sollte.

Statt Verständigung kam es zu den üblichen Vorwürfen und künstlichen Abgrenzungen zwischen Journalisten und Bloggern, die wir ja auch hierzulande zur Genüge kennen. So hieß es wieder mal, dass Blogger ja nur abschreiben würden. Arianna Huffington hat Bezeichnungen gesammelt, die in diesem Zusammenhang verwendet werden:

So now sites that aggregate the news have become, in the words of Rupert Murdoch and his team, „parasites,“ „content kleptomaniacs,“ „vampires,“ „tech tapeworms in the intestines of the Internets,“ and, of course, thieves who „steal all our copyright.“

 

Interessant war die Reaktion von Danny Sullivan von Search Engine Land:

Indeed, Sullivan came close to making the larger point that even „real“ journalists are parasites, relying almost totally on unpaid sources who contribute information to the „aggregator“ (the reporter), who eventually earns a paycheck based on information gleaned freely from elsewhere.

 

Eine ähnliche Auseinandersetzung gab es übrigens neulich auch zwischen Arianna Huffington und Dr. Mathias Döpfner.

 

via: Telemedicus

3 Beispiele für Werbung, die Content ist

Darauf, dass Werbung künftig so attraktiv sein sollte, dass man ihr wie gutem Content gern seine Aufmerksamkeit schenkt, hatte ich vor einigen Wochen hingewiesen (#1, #2). Seitdem bin ich auf diese drei Beispiele gestoßen, die aus meiner Sicht diesem Anspruch gerecht werden:

 

1. Werbeclip für Cullman Liquidation

Video (1:20 min.):

 

2. Trailer für das Spiel Assassin’s Creed II

Video (15 min.):

 

3. Trailer für den Film Avatar – Aufbruch nach Pandora

Video (3:30 min.):

 

via: Basic Thinking Blog, Techdirt