Schlagwort: einkommen

Link: Studie des VdÜ zur Einkommenssituation der Literaturübersetzer

Nach Erhebungen im Jahr 2011 hat der VdÜ eine umfangreiche Studie zur Honorarsituation der Literaturübersetzer erstellt. Unter dem Titel „Literaturübersetzende in Deutschland: ein Lagebericht“ finden sich detaillierte und fundierte Informationen zur Einkommenssituation des Berufsstands. Darüber hinaus bietet die Studie Einsichten in die Altersstruktur der Zunft, die häufigsten Arbeitssprachen, die durchschnittliche Jahresleistung und vieles mehr.

Studien-Download (PDF)

Ein tristes Bild, das da erhoben wird …

Prozentuale Einkommensverteilung bei Sascha Lobo

Wovon lebt Sascha Lobo eigentlich, fragt die Financial Times Deutschland:

Ich bin Autor, gerade eben habe ich das Buch „Internet – Segen oder Fluch“ veröffentlicht, mit Kathrin Passig zusammen. Ich bin aber auch Speaker und Berater. Die Einnahmen durch Bücher machen vielleicht 20 Prozent aus, Beratung 20, Vorträge 60 Prozent. Im Moment ist es eigentlich mein Hauptberuf, Vorträge zu halten, weil das sehr gut bezahlt wird und vom Zeitaufwand überschaubar ist. Die Beratung von Unternehmen zu Internetthemen habe ich etwas zurückgefahren, das ist recht aufwendig und lohnt sich nicht immer.

Vorträge „skalieren“ für Einzelkämpfer einkommensmäßig einfach am besten. Reputationsmäßig sind Bücher nach wie vor aber nicht zu unterschätzen.

Autoren und Regisseure von Dokumentarfilmen werden miserabel bezahlt

Die Arbeitsgemeinschaft Dokumentarfilm (AG DOK) hat untersucht, was Dokumentarfilmer verdienen und das ist nicht allzu viel:

Mit ernüchterndem Ergebnis: das durchschnittliche Netto-Einkommen von Dokumentarfilmregisseuren liegt bei 1380 Euro im Monat – rund 18 Prozent der Befragten bleiben sogar unter 636 Euro. Lediglich 15 Prozent gaben an, dass sie allein von ihrer Autorentätigkeit und der Regiearbeit leben können – der weitaus größere Teil -nämlich 85 Prozent- müssen in teilweise berufsfremden Jobs Geld hinzuverdienen oder sie werden von ihren Angehörigen finanziell unterstützt.

Das ist schon herb:

Unter Einbeziehung der besonders arbeitsintensiven „programmfüllenden“ 90-Minuten-Filme ergibt sich dabei im Durchschnitt aller untersuchten Projekte eine Tagesgage von 99 Euro – oder, unter Berücksichtigung der branchenüblichen Arbeitszeit, ein Stundensatz von 9,91 Euro – brutto!

Damit sprechen wir über ähnliche Größenordnungen wie allgemein bei Autoren.

Die komplette Untersuchung kann man hier nachlesen (PDF).

via: irights.info

3sat-Kulturzeit-Bericht: „Vom Schreiben kann niemand leben“

Dass Schriftsteller schlecht verdienen, ist keine Neuigkeit. Dass es ihnen jedoch im Zuge der Digitalisierung immer schlechter geht, ist alarmierend. Verlage investieren weniger, es gibt weniger Stipendien, weniger Lesungen finden statt, große Lesefestivals konzentrieren sich gerne auf die bekannten Bestseller-Autoren. Keine gute Zeit, um Schriftsteller zu werden, oder?

„Vom Schreiben kann niemand leben“ – Wie es ist, heutzutage Schriftsteller zu sein