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Online-Journalist darf sich über Künstlersozialkasse (KSK) versichern

Interessanter Fall und interessante Begründung:

Die Künstlersozialkasse – kurz KSK genannt – bietet selbständigen Künstlern und Publizisten viele Vorteile. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, eine günstige Kranken- und Pflegeversicherung abzuschließen, auch eine eigene Altersvorsorge wird seitens der KSK angeboten. Die Beiträge werden nur zu einem geringen Teil [ca. 50 %, siehe Kommentare] von den Versicherten selbst übernommen. Den überwiegenden Part der Finanzierung übernehmen die Auftraggeber sowie der Bund. Dadurch ist die finanzielle Belastung für den einzelnen Künstler meist recht überschaubar und dementsprechend groß ist das Interesse, bei der KSK versichert zu sein. Ob auch Journalisten aus dem Online-Bereich die KSK in Anspruch nehmen können, zeigt dieser Podcast.

Online-Journalist darf sich über Künstlersozialkasse (KSK) versichern

Bachmann-Preisträgerin Kathrin Passig über ihre Tätigkeiten, ihre Einnahmequellen und ihre Einnahmen

Die freie Autorin und Journalistin Kathrin Passig gibt uns einen interessanten Einblick und nennt auch harte Zahlen – ihr Beitrag zur Debatte über Urheberrechte:

Kathrin Passig: Und dann ist da noch mein T-Shirt-Shop

Seit Anfang 2006 lebe ich überwiegend von klassischen Buchvorschüssen.
(…)
Ein weiteres Standbein ist mein T-Shirt-Shop zufallsshirt.de, ein selbstgebauter Motivgenerator, der bei jedem Reload ein neues T-Shirt mit Zufallsbild und Zufallsaufschrift erzeugt. Die Shirts haben im letzten Jahr ungefähr 3000 Euro eingebracht
(…)
Am Ende kommen dabei im Jahr ungefähr 20 000 bis 25 000 Euro vor Steuern heraus.

Wer wenig einnimmt, darf nur wenig ausgeben

Jeff Jarvis hat die Problematik der dank des Internets sinkenden Einnahmen von „traditionellen“ Medienunternehmen in einer interessanten Diskussionsrunde auf der diesjährigen DLD schön zusammengefasst:

Haben wir, die Medien, ein Recht auf dieses Geld? Haben wir das Recht, der Mittelsmann bei all diesen Handelstransaktionen zu sein? Nein! Auch wenn wir es all die Jahre verwendet haben, um Journalismus zu subventionieren.

Leider habe ich den Eindruck, dass diese grundlegende Erkenntnis in den Köpfen vieler Medienschaffender noch immer nicht angekommen ist. Oft hört man zwischen den Zeilen den fast schon arroganten Anspruch heraus, es stünde einem irgendwelches Geld zu, nur weil es einem früher zuverlässig zugeflossen ist.

Einen wichtigen Aspekt führte Michael Arrington in die Diskussion ein: Die neuen Online-Wettbewerber der traditionellen Medienhäuser sind zwar auch mit im Verhältnis zum Printgeschäft geringen Einnahmen konfrontiert. Sie haben konsequenterweise aber auch nur niedrige Ausgaben. Ein schönes Beispiel dafür ist der Erfolg von Turi2 hierzulande. Peter Turi dazu im Interview mit Robert Basic:

Ich kann nur für uns antworten: Wir haben uns den Arsch aufgerissen, um voranzukommen. Und wir sind vorangekommen. Wir vergleichen uns übrigens nicht mit Bloggern, sondern mit anderen Verlagen. Und da kann ich nur sagen: Wer zweinullig denkt und arbeitet, ist klassischen Verlagen in vielem überlegen. Die meisten Fachverlage bekommen beispielsweise Tränen in den Augen, wenn sie erfahren, dass unsere hoch überlegene Publishing-Basis blog.de uns im Monat 4 Euro kostet.

Hier kann man sich die komplette Diskussionsrunde anschauen.

via: Spiegel Online, Basic Thinking