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Marilyn Manson schützt seine Privatsphäre, indem er Paparazzo-Fotos von sich gezielt entwertet

2010 fand ich den Ansatz von Ashton Kutcher spannend, der sich z.T. gezielt entblößt, um seine Privatsphäre vor Paparazzi zu schützen: Schaffung eines Überangebotes von Bildern der eigenen Person, um so die Preise und damit die Attraktivität des Auflauerns zu senken.

Jetzt bin ich auf einen Beitrag gestoßen, in dem es heißt, Marilyn Manson schreibe Schimpfwörter auf sein Gesicht, bevor er öffentliche Plätze wie Flughäfen betritt, um so die Fotos der wartenden Paparazzi gezielt zu entwerten. Clever und marktnah gedacht.

I just went through the LAX security line with Marilyn Manson. He had „FUCK“ scrawled in large letters across the bottom half of his face, with what appeared to be a grease pencil. As we each removed our boots in the security line, he kindly explained that it was not directed at me or anyone else in the airport, but rather at the paparazzi, so that they couldn’t sell any photos of him that they took. He was really apologetic about it, and covered his mouth around young children while apologizing to their parents for exposing their child to profanity.

UPDATE: Der Trick klappt offensichtlich nur bei den US-Medien:

Fulgurator: Foto-Manipulation 2.0

Fotos in den Medien wurden aus den verschiedensten Gründen schon immer gern manipuliert. Heute kann man sich ein beliebiges Hochglanzmagazin kaufen und unzählige manipulierte Bilder betrachten. Doch es gibt auch indirekte Foto-Manipulation. Diese macht Julius von Bismarck mit seinem so genannten Fulgurator möglich.

Fulgur kommt aus dem Lateinischen und heißt Blitz, Fulgurator heißt Blitzschleuderer. Das deutet auch schon an, wie der Fulgurator funktioniert – ähnlich wie eine Kamera. Allerdings schießt er keine Fotos, sondern projeziert in dem Moment, da andere ein Blitzlicht auslösen, für den Bruchteil einer Sekunde ein vorher festgelegtes Bild auf das Objekt der Wahl. Dieses erscheint dann auf den Fotografien der anderen. Indem von Bismarck die Wirklichkeit nur einen Moment lang verändert, bewirkt er dennoch, dass sie in dieser Form fixiert wird. Geniale Idee, für die der Künstler 2008 auch einen Preis auf der Prix Ars Electronica gewonnen hat.

Dieser TV-Beitrag (6 min.) aus dem letzten Jahr zeigt, worum es geht:

via: blogsprache.de