Schlagwort: Gary Vaynerchuk

Romantische Verklärung schadet Unternehmen am meisten – Gary Vaynerchuk bringt es auf den Punkt

Gary Vaynerchuk trifft es genau in dem 5-Sekunden-Ausschnitt unten (s.u.). Beispiele für so eine Verklärung fallen sicher nicht nur mir sofort viele ein. – Der ganze Vortrag ist übrigens sehenswert. Er vertritt exakt meine Meinung und meinen Denkansatz. Titel: Storytelling in 2013 (19 min.). Dabei erzählt er zwar nichts wirklich Neues, macht die Zusammenhänge aber wie immer extrem gut greifbar. Und: umgesetzt wird die Denke nach wie vor selten.

Gary Vaynerchuk beantwortet alle möglichen Fragen rund um unternehmerischen Erfolg in Social-Web-Zeiten

Auf Gary Vaynerchuk habe ich hier im Blog besonders 2009 und 2010 oft hingewiesen, weil er viele Aspekte wie die „Thank You Economy„, das Content-Marketing und das Storytelling früh und sehr gut auf den Punkt gebracht hat. Inzwischen hat er sich ja vom Wein-Händler und -Experten zum Star-Unternehmer entwickelt, ohne jedoch seine Direktheit und sein Profil einzubüßen.

In dieser Fragerunde hat Vaynerchuk im Mai dieses Jahres alle möglichen Fragen rund um die 1:1-Marketing- und -Vertriebs-Welt des Social Webs beantwortet. Ich finde, es lohnt sich immer wieder ihm zuzuhören, und hier im Video bringt er wieder viele Dinge sehr schön und unromantisiert bzw. einfach erfolgsorientiert auf den Punkt. Er äußert sich u.a. auch positiv über die Samwer-Brüder, was mich freut, weil ich das ähnlich sehe (ab 31:30 min.). Durch das Fragen-Format ist das Themen-Feld insgesamt recht breit.

(Video, 1h)

via garyvaynerchuk.com

Buch-Marketing von Gary Vaynerchuk

Über Gary Vaynerchuk bin ich 2009 zum ersten Mal auf den Begriff „Thank You Economy“ gestoßen, der eine Sache beschreibt, die wir alle zusammen mindestens im privaten Umfeld natürlich schon viel länger praktizieren, eigentlich schon immer praktiziert haben. Was „Thank You Economy“ meint, umschreibt diese Twitter-Nachricht, die Vaynerchuk bekommen hat, ganz gut:

Vaynerchuk hat bekanntlich auch ein Buch mit dem gleichen Titel geschrieben, das bald herauskommen wird und für das er trotz verbal geäußerter Demut und Dankbarkeit gewohnt kräftg trommelt. Aber Klappern gehört ja zum Geschäft.

Interessant finde ich, dass er wieder Marketing-Ideen ausprobiert, um sein Buch an den Mann zu bringen. Die sind nicht revolutionär, aber angesichts seiner Popularität erfolgsversprechend. Auf dieser Seite macht er bspw. drei Angebote.

Wer 75 Bücher kauft, bekommt ein gewidmetes Video (1 min.):

 

Wer 350 Bücher kauft, darf eine Stunde mit ihm via Skype quatschen (1 min.):

 

Wer genug Geld mitbringt, kann sich natürlich mit jeder Idee an ihn wenden (1 min.):

Gary Vaynerchuk will mit seinem neuen Buch ein spannendes Thema besetzen: The Thank You Economy

Im Oktober 2009 hatte ich hier im Blog dieses Video von Gary Vaynerchuk gepostet, in welchem er sein Verständnis einer so genannten „Thank You Economy“ skizziert, deren Wirken jeder Blogger aus dem Alltag kennt, die aber zunehmend auch für Unternehmen sichtbare Bedeutung bekommt:

The world of content is shifting so fast and word of mouth marketing is moving even faster, these two collide to create the “Thank You Economy”

Video (3 min.):

 

Nun versucht Vaynerchuk dieses spannende Thema mit seinem nächsten Buch zu besetzen, das im März 2011 bei HarperCollins erscheinen soll. Das Buch wird eben diesen Titel tragen: The Thank You Economy. Eine kluge Themenwahl, wie ich finde:

„The Thank You Economy isn’t some abstract concept or wacky business strategy. It’s the way we buy and sell, the way we’re interacting as consumers, as employees, as entrepreneurs on all levels, right now. The way our marketplace functions has been evolving right before our eyes. Top-down, one-way exchanges are gone, replaced by relationships based on open, honest, and constant communication between customers and business. Today, individuals and brands that out-care and out-love their competition – those emphasising quality, value, responsiveness, and attention to detail, among other essentials – see the biggest returns. Gary Vaynerchuk contends that the people and companies harnessing the word-of-mouth power provided by multiplatform media – those that can shift their outlook and operations to be more customer-aware and fan-friendly – will pull away from the pack and profit in today’s markets. In „The Thank You Economy“, he dissects the companies on the leading edge, showing how they are succeeding – and sometimes failing. Laying out the ideas and insight that support this enormous change, Vaynerchuk explores these emerging connections – from consumer to consumer and business to business and everything in between. Passionate and persuasive, he reminds us that, surviving and thriving today it takes more than just hard work-it takes a heartfelt thanks to those who make it possible.“

 

Das Interessante an dem Thema ist ist, dass sich die Grundlagen für die „Thank You Economy“ nicht so leicht lernen lassen. Dies verdeutlicht eine Anekdote, die Mirko Lange öfter mal erzählt:

Ich war vor etwa einem halben Jahr auf einer Blogger-Konferenz in Minneapolis. Einer der Redner war Scott Monty, der „Chief Social Media Officer“ von Ford. Er erzählte eine Anekdote über den amerikanischen Komiker Bill Cosby. Der hatte einen kokainabhängigen Freund, und Cosby fragte ihn: „What is so wonderful about cocaine?“ Der Freund antwortete unumwunden: „Hey, it’s so great because it intensifies your personality!“ Und nach einem kurzen Zögern fragte Cosby verdutzt zurück: „But what, if you are an asshole?“.

Social Media ist das Kokain der Kommunikationsbranche, sagte Scott Monty und er trifft damit den Nagel auf den Kopf: Social Media intensiviert die Persönlichkeit eines Unternehmens! Man könnte es auch anders ausdrücken: Früher hieß PR “Tue Gutes und rede darüber“. Heute heißt es „Sei wirklich gut und lass Dir dabei zuschauen“.