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Self-Publishing-Dienstleister Lulu bietet Ein-Klick-Publikation von Google-Drive-Dokumenten

Das neue Google Drive hat gleich für viel Wirbel gesorgt. Interessant ist, dass der Self-Publishing-Dienstleister Lulu von Anfang an auf Google Drive setzt. Das Ganze nennt sich „One-Click Publishing App„:

The Lulu One-Click Publishing app lets creators collaborate with anyone on Google Drive, then easily publish content as a PDF eBook that can be sold or converted to a print book on Lulu.com – home to over 2.5 million unique buyers. The app supports multiple file formats including PDF, DOC, DOCX, and TXT and can accept multiple files simultaneously for creators who choose to upload individually saved chapters. Creators keep up to 90% of the profits they set when their works sell and they keep full creative and copyright control. Integrating the app with Google Drive ensures that anyone will be able to access Lulu.com’s great self-publishing tools right from their Google account – all absolutely free.

How does it all work?

  1. Install the Lulu One-Click Publishing App from the Google Chrome store.
  2. Upload your PDF, DOC, DOCX, or TXT file to Google Drive.
  3. Open the Lulu One-Click Publishing App and follow the wizard.

Die App gibt es hier.

via: Mashable

Bezüglich der Aufmerksamkeitsverteilung kommt Google+ langsam in der Normalität an

Bisher haben ja bei Google+ in der Rangliste der meistgefolgten deutschsprachigen Accounts – wie bei jedem neuen Dienst zu Beginn – die Geeks einsam geführt. Nun aber wandelt sich langsam das Bild. Mit ZEIT ONLINE konnte erstmals eine Mainstream-Marke in die Top 10 der Deutschen Google Plus Charts vorstoßen:

Dicht dahinter folgen andere Medienmarken wie ZDF, Spiegel Online, Welt Online, Stromberg und N24 sowie auch erste Stars wie Jan Delay, Fußball-Vereine wie der 1. FC Köln und Politiker wie Frank-Walter Steinmeier.

Diesbezüglich kommt Google+ also langsam in der Normalität an …

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Abo + Austausch: Feed, E-Mail, Facebook, Google+, Twitter, Xing, Über mich

Der Newsstream von Pinterest ist potenziell relevanter als der von Facebook oder Google+

Dass ich die Bilder-Sharing-Seite Pinterest als Plattform sehr gut und intelligent gestaltet finde, hatte ich im November hier erwähnt. Erwähnt hatte da ich auch die am Beispiel von Pinterest ersichtlichen Herausforderungen beim alltäglichen Umgang mit dem Urheberrecht.

Jon Mitchell weist nun bei ReadWriteWeb auf einen interessanten Punkt hin. Kurze Hinleitung: Das Abo-Prinzip ist ein sehr wichtiges Element im Social Web beim Umgang mit den verfügbaren unendlichen Datenmengen. Wir gehen häufig nicht mehr aktiv auf die Suche nach Informationen, weil das zu zeitaufwändig wäre, sondern lassen uns diese zuliefern – im Abo. Daher ist es sehr wichtig, wie die aus dem Abo-Prinzip resultierenden Datenströme gestaltet sind und wie sie gefiltert werden (können). Denn am Ende geht es um Relevanz.

Es ist kein Geheimnis, dass das Anlegen von Listen (Facebook) oder Kreisen (Google+) bestimmter Abo-Quellen (Menschen, Marken, Anwendungen, …) nur bedingt funktioniert. Der Aufwand seitens des Abonennten ist einfach zu groß. Zudem kann der Abonnent sowohl bei Google+ als auch bei Facebook im Prinzip nur einstellen, dass er mehr oder weniger der Nachrichten von Nutzern im Stream angezeigt bekommen möchte. Eine thematische Auswahl ist nicht möglich:

But neither of those networks offer much control for the person on the receiving end. Facebook’s News Feed algorithm is a bit of a magic soup. You can tell it you want more or fewer updates from certain things in certain situations, but for the most part, if they’re sharing it with you, you’re going to get it. Google+ lets you turn down the volume on your circles, so you can adjust the noisiness of groups you’re following, but the people in those circles are just sharing wherever they share. The recipient has to do her or his best to keep all the senders organized.

Anders Pinterest. Hier können seitens der Nutzer so genannte Boards angelegt werden, auf denen sie Bilder bestimmter Themen sammeln. Letztlich sind diese Boards nichts anderes als eine optisch aufgehübschte Verschlagwortung. Das Besondere ist, dass diese Boards bzw. Schlagworte separat abonnierbar sind (ganz ähnlich wie bei den guten alten Bookmarking-Diensten). Ein Nutzer kann also von anderen Nutzern komplett abonniert werden (inkl. aller Boards) oder es werden nur einzelne seiner Boards abonniert, die zu den Interessen des anderen Nutzers passen. Der entscheidende Unterschied zu Facebook und Google+ ist bei diesem Ansatz, dass der die Inhalte erstellende Nutzer selbst die Sortierung/Verschlagwortung seiner Postings nach Themen vornimmt. Er hat ein Eigeninteresse, das zu tun. Die Abonnenten können sich dann passende nach Themen geordnete Abo-Quellen heraussuchen und haben nur geringen Aufwand. So wird es auch möglich, dass man für die Allgemeinheit sehr unterschiedlich relevantes Bildmaterial postet und dennoch eine relevante Abo-Quelle sein kann:

If someone you like has a board for „desserts,“ which you like, and a board for „spaceships,“ which you love, but they also post to their „cute puppies“ board all day long (and you hate puppies), the solution is simple: You unfollow „cute puppies,“ and everything else remains. Both the pinner and the follower only have to think about their own tastes. They don’t have to guess what other people are like.

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Popularitäts-Rankings als Indikator: Google+ noch lange nicht Mainstream in Deutschland

Immer wenn im Web ein neuer Dienst auftaucht, kann man das Gleiche beobachten: Die hiesigen Web-Promis dominieren die Popularitäts-Rankings. Erst wenn die „echten“ Promis oben in den Ranglisten auftauchen, beginnen sich diese Dienste zu etablieren. Bei Google+ ist das ganz ähnlich. Die so genannten deutschen Google-Plus-Charts zeigen, dass die Top 10 und die Liste insgesamt von der Web-Szene beherrscht wird:

Selbst ich No-Name bin in den Google-Plus-Charts zu finden und in den letzten Monaten erst auf Platz 75 abgerutscht, was eigentlich alles sagt. In den USA ist die Entwicklung schon etwas weiter. Zwar finden sich auch dort Web-Promis auf der Liste, aber eben auch schon einige Helden der Offline-Welt:

Es wird interessant zu beobachten sein, ob Googles Rechnung aufgeht. Die Überlegung ist ja, die bestehenden Google-Produkte schrittweise immer weiter mit dem „social layer“ Google+ zu überziehen, sodass Google insgesamt irgendwann Google+ ist. Das scheint auch der einzig erfolgsversprechende Ansatz zu sein, die Netzwerkeffekte zu überwinden und den Durchschnittsnutzer, der bereits bei Facebook ist, auch zu einem Google+-Nutzer zu machen.

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Börsenvereins-Justiziar sinngemäß: Frei zugängliche Inhalte will eh kein Mensch

Was ist vor ein paar Tagen passiert? Die Meldung des Tages (bzw. des gestrigen Abends deutscher Zeit) kommt aus New York: Das dortige Bezirksgericht lehnte das Google Book Settlement ab, womit der Konzern künftig für die Digitalisierung von Literatur in jedem Fall die Zustimmung der Rechteinhaber braucht.

Siehe da: das Internet ist kein rechtsfreier Raum … Ich finde das Urteil gut, weil bestehendes Recht eingehalten werden muss. Es sollte sich niemand darüber hinweg setzen dürfen, wie wir das ja bspw. in der Weltpolitik leider täglich anders erleben. Wenn der Rechtsrahmen nicht mehr passt, weil bspw. neue Technologien Märkte umkrempeln, dann muss in jedem Falle erst das Recht angepasst werden, ehe man anders agieren kann. Sonst endet man in der Willkür.

So weit, so selbstverständlich. Interessant ist es nun, sich die Reaktionen auf dieses Urteil anzusehen. So hat der Justiziar des Buchbranchen-Verbandes Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Dr. Christian Sprang, gestern der Buchbranchen-Verbandsplattform Boersenblatt.net ein Interview gegeben, in dem er zunächst das Urteil gutheißt und die Perspektiven von Googles Projekt einschätzt:

Google wird sich sicher die Frage stellen müssen, ob sich der Aufwand für die Massendigitalisierung noch lohnt, wenn das Verfahren auf „Opt-in“ umgestellt wird. (…) Die Autoren und Verleger können sich das Urteil in Gold einrahmen

Dann aber folgt Wunderliches – im Überschwange des „Sieges“?:

(…) Richter Chin hat darin klar zum Ausdruck gebracht: Das Urheberrecht hat einen Kern, über den man nicht verfügen kann. Es ist ein Eigentumsrecht, und dahinter muss der Anspruch der Internetgemeinde, alle Inhalte zugänglich zu machen, schlicht und einfach zurücktreten.

Schon lange suche ich jemand, der mir die ominösen und vielerwähnten Begriffe „Internetgemeinde“ bzw. „Internet-Community“ erklärt. Wer bitte soll das sein? Alle Internetnutzer? Nutzt Dr. Sprang das Internet nicht, sodass er von einer anderen Gruppe sprechen kann? Wo steht ferner der Anspruch der „Internetgemeinde“ formuliert, alle Inhalte gegen den Willen der Urheber zugänglich machen zu wollen? Das ist doch eine starke Unterstellung, wie ich finde, die einen Beleg verdient.
[Nachtrag 28.03.11: Matthias Ulmer beschreibt, was die “Internetgemeinde” sein soll]

Doch dann geht es noch weiter. Dr. Sprang wird zu der Aufgabe von Verlagen befragt:

Aber haben Verlage nicht zumindest eine moralische Verpflichtung, auch im Internet den Zugang zu möglichst vielen Inhalten zu ermöglichen?

Seine Antwort:

Ganz bestimmt. Aber es ist auch eine Mär zu glauben, dass es im Netz eine ständige Nachfrage nach wichtigen Inhalten gäbe, die kommerziell nicht erhältlich sind. Drei von fünf gemeinfreien Büchern, das zeigt eine aktuelle Untersuchung, sind nach ihrer Digitalisierung nicht ein einziges Mal weltweit genutzt worden.

Auf welche Untersuchung bezieht sich Dr. Sprang und worauf bezieht sich diese Untersuchung? Mit „das zeigt eine aktuelle Untersuchung“ kann man bekanntlich alles „belegen“. Und was will er uns darüber hinaus sagen? Will er uns sagen, dass es keinen Bedarf an frei zugänglichen Inhalten jenseits von Verlagsangeboten gibt? … Ich lese hier eher das übliche Muster des Schutzes des eigenen Marktes heraus. Wir könnten ja mal eine Umfrage starten, um zu schauen, ob Dr. Sprangs Sicht tatsächlich auch die selbstverständliche Sicht der Kunden seiner Kunden ist.

So erfreulich ich es finde, dass das Recht auch im Falle von Googles Buchprojekt durchgesetzt wird, so bedauerlich finde ich es, dass die Verfügbarmachung von Buchinhalten zu langsam voran geht. Während Google bisher schon 15 Millionen Bücher digitalisiert hat, sind es im Falle der groß angekündigten EU-Initiative gerade einmal 1,2 Millionen Bücher. Spiegel Online bringt es auf den Punkt: Google übernimmt Aufgaben, die der Staat nicht erfüllt

Kevin Kelly hat in seinem Vortrag auf der TOC 2011 treffend festgestellt: We used to be people of the book, now we are people of the screen. Daher sollten nun möglichst alle Buchinhalte auf Bildschirmen verfüg- und einfach nutzbar sein. Noch immer steckt unser Wissen aber im Wesentlichen zwischen Buchdeckeln. Je langsamer die Digitalisierung also voran geht und je stärker die Anbieter ihre Märkte abschotten und den Wandel verlangsamen, desto eher werden die Leute zu (illegalen) Alternativen greifen. Die Piraterie nimmt ja schon jetzt massiv zu. Zudem werden die Möglichkeiten, selbst Bücher zu scannen, immer besser. So könnte sich das Urteil gegen Google langfristig auch für die Buchbranche als Pyrrhussieg erweisen.

Google Street View: Warum lassen Leute selbst schönste Häuser verpixeln und werben nicht mit ihnen?

Heute ist Google Street View gestartet. Nun kann man virtuell durch die Straßen der 20 größten deutschen Städte fahren. Zu denen gehört auch die schöne Stadt Leipzig, in der ich wohne. Dort kann man sich nun bspw. das Waldstraßenviertel – das größte erhaltene Gründerzeitviertel Deutschlands – mit all seiner Pracht anschauen:


Größere Kartenansicht

Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, dass Hausbesitzer oder Mieter Fotos, die von der Straße aufgenommen werden, selbst an Orten wie dem Waldstraßenviertel verpixeln lassen, die so überaus attraktiv sind. Es ist ja nicht nur so, dass man sich über Street View die Häuser anschauen kann. Man bekommt auch z.T. schon angezeigt, welche Unternehmen dort sitzen. Gerade Kanzleien und andere auf Repräsentation bedachte Unternehmen zeigen doch gern ihre Firmensitze her. Das sieht man ja schon auf deren Websites. Das wiederum wirkt doch positiv zurück auf den Hausbesitzer und dessen Renommee. Dem Viertel wiederum tut es gut, wenn die Leute sehen, was es zu bieten hat und dort hinziehen. Es kommt also allen Parteien zugute.


Größere Kartenansicht

Warum also lassen die Leute solche Häuser verpixeln und nutzen nicht stattdessen die Chance, dass ein Unternehmen wie Google diese Daten auf eigene Kosten bereitstellt? Sollten nicht auch Mieter ein Interesse daran haben, dass eine Regelung besteht, die in der Summe allen zugute kommt? Wie sinnvoll ist überhaupt eine Regelung, die eine Verpixelung bei Einspruch nur eines Mieters zulässt?

Naja, immerhin gibt es den Dienst nun und man darf darauf hoffen, dass die Praxis nach und nach dazu führt, dass Ängste genommen und Vorteile erkannt werden …

Gegenmodell zu Google Books: Bücher selber scannen und gemeinsam bereitstellen!

Viele regen sich über Google und sein Books-Projekt auf, aber nur wenige unternehmen auch etwas. Anders Daniel Reetz mit seinem Do It Yourself Book Scanner. Reetz und sein Scanner werden hier folgendermaßen beschrieben:

Reetz, a book freak and mechanical genius, figured out how to make a book scanner out of stuff you can find in dumpsters, or buy cheaply, including off-the-shelf, cheap digital camers. He has put the instructions online so we can all build our own.

 

Reetz selbst sagt, dass sein DIY-Scanner nicht mehr als 300 Dollar kostet:

Digital books change the landscape . After suffering through scanning many of my old, rare, and government issue books, I decided to create a book scanner that anybody could make, for around $300.

 

Wie das Ganze aussieht, zeigt dieses Video (3 min.):

Obwohl manuell umgeblättert werden muss, dauert der Prozess nicht wesentlich länger als bei einer Automatik-Vorrichtung, wie diese beiden Vergleichsvideos zeigen.

 

Zudem hat er eine detaillierte Anleitung für den Nachbau des Scanners ins Netz gestellt:

DIY High-Speed Book Scanner from Trash and Cheap Cameras


DIY High-Speed Book Scanner from Trash and Cheap CamerasMore DIY How To Projects

 

Natürlich ist das Einscannen der Bücher das Eine. Die Umwandlung der Bilddaten in eine durchsuchbare Datei ist dann aber der nächste wichtige Schritt. Doch auch hierfür arbeitet Reetz an einer Lösung – und braucht noch Unterstützung:

We have written some open-source, free software to convert the images from your scanner into PDFs. It’s currently in a rough alpha stage, and needs a pretty fast computer to get things done. It works on Macs and PCs. Help us improve it! This software is covered on step(78-79).

 

Inzwischen hat Reetz auch eine portable Version des DIY-Scanners entwickelt, die sogar nur noch ca. 200 Dollar kosten soll (mehr Bilder):

 

Ich finde, dass wir auch hierzulande nicht nur klagen, sondern vielmehr aktiv werden und eine unabhängige und nicht-kommerzielle Buchplattform aufbauen sollten. Anfangen könnte man wie Google mit gemeinfreien Büchern, von denen gerade Buchfreunde ja eine Menge besitzen. Diese könnte man dann auf einer gemeinsamen Plattform sammeln und zugänglich machen. Das wäre auch eine interessante mögliche Perspektive für die Weiterentwicklung der Aktion Ich mach was mit Büchern. Zudem würden ja zu Beginn in jeder Stadt einige wenige Scanner reichen, um anzufangen. – Ihre/Eure Meinung?

Symbian-Chef wettert gegen Android

Der Markt für Smartphones ist in Bewegung. Die Platzhirsche wie Nokia mit ihrem Betriebssystem Symbian haben zwar nach wie vor einen großen Marktanteil. Neue Wettbewerber wie Apple mit seinem iPhone und Google mit Android gewinnen aber immer größere Anteile:

 

Das sorgt für Unmut: Lee Williams, Executive director der Symbian Foundation, bringt in diesem Video (6 min.) seinen Ärger zum Ausdruck:

I don’t view Apple as evil, they are just greedy. Google … Come on. When you have to say in your motto that we’re not evil – right away the first question to my mind is: Why do you have to tell me that? …

via: GigaOM