Schlagwort: Kommentare

Viele Paid-Content-Diskussionen ignorieren die heutige kollaborative Natur der Inhalteangebot-Erstellung

Antje Schrupp hat eine wichtige Anmerkung zum Thema direkte Bezahlung für Inhalteangebote, welcher Art sie auch immer erfolgen mag („Warum ich nicht von Euch finanziert werden will„):

Außerdem ist es beim Bloggen ja keineswegs so, dass nur ich den Input und die “Leistung” bringe, während Ihr nur passiv konsumiert. Ihr “investiert”, wenn man so will, eure Aufmerksamkeit und ebenfalls die Zeit, die ihr zum Lesen braucht. Viele von euch schreiben inhaltsreiche und wertvolle Kommentare, die den Blog erst zum Blog machen. Viele von euch verlinken mich oder empfehlen mich in ihren Netzwerken. Gerechtigkeitshalber müsste ich also allen, die gute Kommentare schreiben, dann wieder einen Rabatt geben? Das Gute an Blogs (und das, was sie von den alten Medien unterscheidet) ist doch gerade, dass sie eine kollaborative Entwicklung von Ideen ermöglichen. Und wenn auch der “aktive” Part zwischen Bloggerin und Leserin nicht exakt gleich oder parallel zu sehen ist, so wäre das Verhältnis doch mit “Anbieter” versus “Kunde” ganz falsch beschrieben.

Ich finde auch, dass dem weiten Thema Kommentare viel zu wenig Aufmerksamkeit zuteil wird. Dabei sind diese ein wesentlicher Grund, warum viele Unternehmen gen Facebook strömen, oft ohne dass sie sich das bewusst machen.

via Jochen Krisch

Liebe Buchverlage, keine Angst vor Kommentaren auf der Website

Gerade Buchverlage haben oft Angst davor, Kommentarmöglichkeiten direkt auf der Website einzubauen. Für mich funktionieren gute Websites in vielen Fällen ähnlich wie Blogs und sollten daher im Zweifel auch eine Kommentarmöglichkeit bieten. Die Angst ist, dass viele (negative) Kommentare kommen und das Ganze unbeherrschbar wird – und das auf der „heiligen“ Website. Bei Facebook sind Entscheider da schon weniger kritisch, weshalb ein Kommentieren auf der Unternehmens-Facebookseite i.d.R. auch möglich ist. Das führt dann aber dazu, dass die Unternehmen an Erfolgspotenzial einbüßen, weil sich die Leute eben eher auf den Facebook-Seiten betätigen und sich dort deren Aufmerksamkeit sammelt.

Vor diesem Hintergrund ist interessant zu hören, was Malina Wieland, Projektmanagerin Corporate Communications bei Tchibo und u.a. auch mitverantwortlich für den dortigen Blog, im Interview mit Klaus Eck sinngemäß sagt: Die Angst der Unternehmen vor der Kommentarflut ist übertrieben und zeigt, dass diese sich zu wichtig nehmen.

Nachfolgend sehen Sie das Video-Interview. Die erwähnte Aussage kommt nach 3:10 Minuten:

(Video, 4:30 min.)

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