Schlagwort: kopieren

Song über den Sinn des Zitierens im Internet

Viele dem Internet eher distanziert gegenüber stehende Leute denken, dass Blogger und andere Internet-„Publisher“ sich nicht für das Urheberrecht interessieren und es meist sogar komplett ablehnen. Dem ist aber keineswegs so. Vor allem wenn die Urheber-Persönlichkeitsrechte nicht geachtet werden, reagieren Internet-„Publisher“ überaus dünnhäutig. Dahinter steckt eine einfache Logik, die darauf basiert, dass der Durchschnitts-Blogger ein Maximum an Aufmerksamkeit anstrebt, welches er am ehesten dann erhält, wenn er einerseits seine Inhalte möglichst breit streut und andererseits darauf achtet, dass er zugleich stets als Quelle des Inhaltes genannt wird, sodass seine Reputation steigt. Inhalte kostenlos zu streuen bedeutet also nicht, dass man als Blogger kein Interesse an Erlösquellen hätte.

Nina Paley ist gut darin, solche Sachverhalte in Musikvideo-Form unterhaltsam aufzubereiten. So hat sie es bereits im Falle der Diskussion über den Wert und Charakter des Kopierens getan. Nach dem Kopieren hat sie sich nun des oben erwähnten Themas des Zitierens angenommen (1 min.) – garantiert geeignet auch für Promovenden ;)

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Lese-Tipp: Kleine Geschichte der Literatur- und Buch-Mashups

Björn Grau hat für das Architekturmagazin urban spacemag einen interessanten Beitrag über das Thema Copy/Paste in der Literaturgeschichte geschrieben:

Mash my book up

(…)
Da auch in Zeiten der Originalität alle Autoren immer auch Leser sind und die gelesenen Texte mindestens fragmentartig in unseren Köpfen bleiben, hinterlassen diese Spuren in unseren Gedanken und tauchen irgendwie irgendwo irgendwann auch in unseren eigenen Äußerungen wieder auf. So wird es mitunter schwierig, Henne und Ei sauber zu trennen. Dies Wiederaufnahme von Texten anderer kann unbewusst oder bewusst geschehen und vom Motiv über das Zitat zur Collage bis hin zum Plagiat reichen.
(…)
Wenn es dafür eine klare Regel gäbe, könnte jeder mit etwas Auswendiglernen der Methode Top-Bücher schreiben. Da das immer noch nicht passiert, muss wohl auch hinter gutem Covern ein Geheimnis liegen. Und das ist der Überraschungsmoment der neuen Zusammenstellung, das Gegen-den-Strich-Bürsten des Bekannten, der Witz in den Anspielungen.
(…)

via: Nerdcore

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