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Leipziger Autorenrunde – Konferenz der #lbm15 für Autoren. Organisiert von Leander Wattig.

Leipziger Autorenrunde | 14.03.2015 | #lar15

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In eigener Sache: Ein Beispiel dafür, warum ich zuletzt wenig zum Bloggen gekommen bin

Ich selbst betrachte mich ja als Blogger, weil sich fast alles, was ich so tue, aus dem Bloggen ergibt oder in der Vergangenheit daraus ergeben hat. Ein Zeichen, dass ich mit der Sichtweise vielleicht gar nicht so falsch liege, ist, dass ich immer schlechte Laune bekomme, wenn die Zeit zum Bloggen fehlt. Da ist es auch völlig egal, welche tollen und aufregenden Dinge ich sonst vielleicht sogar tue.

Nun blogge ich ja vielerorts. Ich betreibe Ich mach was mit Büchern, kümmere mich um Aktionen wie den Virenschleuder-Preis oder den Publishing-Stammtisch Pub ’n‘ Pub (den ich nach meinem Umzug vor kurzem nun in Berlin fortführen werde). Zudem pflege ich die Website der Theodor Fontane Gesellschaft, in deren Vorstand ich bin. Das „richtige“ Bloggen findet aber natürlich hier statt und hier habe ich es mangels Zeit in den letzten Monaten leider nicht geschafft, das Niveau zu halten, wie ich es in den ersten Jahren seit dem Start 2008 vorgegeben hatte. Bis 2010 hatte ich nie längere Pausen hier im Blog als 3-4 Tage. Zuletzt habe ich z.T. nur wenige Beiträge im Monat geschafft. Schlechte-Laune-Gefahr droht. Natürlich soll sich das auch wieder ändern, aber da sind Ankündigungen nix wert, sondern nur Beiträge.

Um aber beispielhaft zu zeigen, wo die Zeit so hinfließt, will ich hier kurz auf ein Projekt hinweisen, an dem ich gerade für die Leipziger Buchmesse arbeite und das mir am Herzen liegt. Es ist vielleicht auch für die Leser hier interessant, weil es sehr nah am Thema meines Blogs ist. Ich konzipiere und organisiere die Leipziger Autorenrunde, die von der Buchmesse am 16.03.2013 veranstaltet wird und sich speziell an Autoren (jeder Art – u.a. auch an Blogger) wendet. Wir nutzen das Round-Table-Format und haben über den Tag verteilt 30 Referenten. Mir ist es – wie auch bei meinen Vernetzungs-Initiativen – wichtig, dass vor Ort ein echter Austausch auf Augenhöhe entsteht, der alle voran bringt. Denn die Zukunft abstrakt mit vielen Buzzwords zu beschreiben, ist die eine Sache. Die Zukunft zu gestalten, indem man anderen Leuten konkret Unterstützung und für sie passende Anregungen bietet, ist eine andere Sache.

Nachfolgend noch die spannenden Themen und tollen Leute, die sich einbringen werden. Wer kommen mag – ein paar wenige Plätze sind noch frei – ist herzlich eingeladen. Ansonsten sehen/lesen wir uns hoffentlich bald wieder öfter hier im Blog. :)

Tischgesprächsrunden-Themen und -Referenten

Bei jeder Tischgespräche-Runde kommen jeweils 10 Referenten an 10 Tischen parallel zum Einsatz.

►1. & 2. Tischgespräche-Runde (10.30-12.00 Uhr):

  • Thema: “Literarische Agenturen: Brauche ich sie? Was leisten sie?” –
    Referent: Dr. Harry Olechnowitz, Inhaber der Agentur Olechnowitz
  • Thema: “Erfahrungen einer freien Texterin und Verlagsautorin” –
    Referent: Kathrin Weßling, freie Texterin und Autorin beim Goldmann Verlag
  • Thema: “Möglichkeiten der Kunst- und Kulturförderung für Autoren und Buchprojekte” –
    Referent: Claudius Nießen, Autor und Geschäftsführer des Deutschen Literaturinstitutes Leipzig; unter dem Label “ClaraPark” entwickelt er Literaturveranstaltungen und berät öffentliche Einrichtungen, Stiftungen und Unternehmen in Fragen der Kunst- und Kulturförderung
  • Thema: “eBooks verschenken als Geschäftsmodell für Autoren?” –
    Referent: Andreas Von Gunten, Gründer & Geschäftsführer von buch & netz
  • Thema: “Self-Publishing: Wie aus dem Manuskript ein Buch entsteht (Print-Buch und E-Book)” –
    Referent: Matthias Matting, FOCUS-Redakteur und erfolgreicher E-Book-Autor
  • Thema: “Warum es sinnvoll ist, das Schreiben wie jedes andere Handwerk auch zu lernen” –
    Referent: Thorsten Nesch, Rowohlt- und epubli-Autor
  • Thema: “Welche Chancen haben Debütautoren?” –
    Referent: Ulrike Ostermeyer, Verlagsleiterin des Arche Verlags in Hamburg und Dozentin der Akademie für Autoren
  • Thema: “Einen Verlag mit einem guten Exposé überzeugen” –
    Referent: Maria Koettnitz, Geschäftsführerin der Akademie für Autoren
  • Thema: “Wie Autoren sichtbar werden – Literaturfilm und Literaturfotografie als Marketinginstrumente” –
    Referent: Mathias Voigt, Geschäftsführer, Literaturtest
  • Thema: “Sprechstunde Urheberrecht” –
    Referent: Adil-Dominik Al-Jubouri, Rechtsabteilung des Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V.

► 3. & 4. Tischgespräche-Runde (13.00-14.30 Uhr):

  • Thema: “Raus aus dem stillen Kämmerlein – Warum Autoren Rampensäue sein müssen und was Social Media bringt” –
    Referent: Olaf Kolbrück, Krimi-Autor und Blogger bei etailment.de, Deutscher Fachverlag (dfv)
  • Thema: “Live-Auftritte und Poetry-Slams – Was bringt es für Autoren und worauf kommt es an?” –
    Referent: Andy Strauß, Poetry Slammer, Autor und Schauspieler
  • Thema: “Was Autoren bei der Buchvermarktung von Film und Fernsehen lernen können” –
    Referent: Detlev F. Neufert, Filmemacher und Autor u.a. bei epubli
  • Thema: “Blick in die Werkstatt: Wie Verlage neue oder unbekannte Autoren am Markt bekannt zu machen versuchen – am Beispiel türkischer Gegenwartsliteratur in Deutschland” –
    Referent: Selma Wels, Verlegerin bei binooki
  • Thema: “Blick hinter die Kulissen des Sachbuch- und Fachbuchlektorats” –
    Referent: Ariane Hesse, Lektoratsleiterin beim O’Reilly Verlag
  • Thema: “Geschäftsmodell Hoffnung – Woran man schwarze Schafe unter den Verlagen erkennt und wo die Grauzone anfängt” –
    Referent: Tobias Kiwitt, Rechtsanwalt und Vorstandssprecher des Bundesverbandes junger Autoren und Autorinnen (BVjA)
  • Thema: “Kathrinchen Zimtstern – Wie ein Buchprojekt in Kooperation mit Kunsthandwerkern ermöglicht werden kann” –
    Referent: Bastian Backstein, Autor des Husum Verlags
  • Thema: “Buch 2.0: Social Writing, Fanfiction und interaktive E-Books – erste Erfahrungen eines Autors” –
    Referent: Dr. Karl-Ludwig von Wendt, Geschäftsführer der Briends GmbH und als Karl Olsberg Autor des Aufbau Verlages
  • Thema: ”Layout und Lektorat – Welche Bedeutung hat die professionelle Buchgestaltung für Self-Publisher?” –
    Referent: Ulrike Bremer und Max Hänecke, Mitarbeiter von BoD
  • Thema: ”Ihre Interessen zählen: Live-Heftplanung für die Federwelt– Zeitschrift für Autorinnen und Autoren” –
    Referent: Sandra Uschtrin, Verlegerin, Uschtrin Verlag

► 5. & 6. Tischgespräche-Runde (15.00-16.30 Uhr):

  • Thema: “Hochspannung – Der perfekte Plot für einen großen Roman: Ein Einblick in Dramaturgie und modernes Storytelling für Fortgeschrittene” –
    Referent: Oliver Schütte, Dramaturgie-Experte, Drehbuchschreiber und Gründer der Master School Drehbuch, sowie Jan F. Wielpütz, Autor und Leiter der Bastei Lübbe Academy
  • Thema: “Ghostwriting – Einblicke in ein wenig bekanntes Metier” –
    Referent: Gabriele Borgmann, Ghostwriterin für Sachbücher und Unternehmensbücher, RaumZeichen
  • Thema: “Pippas Tagebuch – Wie Zoë Beck ihre Leser mit einer gezielten Marketing-Aktion auf einen neuen Roman eingestimmt hat und was man daraus lernen kann” –
    Referent: Zoë Beck, Heyne-Autorin
  • Thema: “Der Unsichtbar Verlag als Autoren-Familie – Wie Verlagsautoren von der Vernetzung und Kooperation untereinander profitieren können” –
    Referent: Andreas Köglowitz, Verleger des Unsichtbar Verlags
  • Thema: “Erfahrungen im Selbstverlag” –
    Referent: Emily Bold, erfolgreiche Indie-Autorin
  • Thema: “Jeder Autor träumt vom eigenen Bestseller. Doch was braucht es eigentlich dafür? Erfahrungen aus der Praxis” –
    Referent: Claudia Hanssen, Leitung Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Goldmann Verlag
  • Thema: “Der Hörbuch- und Audio-Markt für Autoren” –
    Referent: Johannes M. Ackner, Journalist und Sprecher sowie Geschäftsführer des BUCHFUNK Hörbuchverlages, der auch das Hörbuchportal Vorleser.net betreibt
  • Thema: “Literaturkritik in der Presse und im Netz am Beispiel des Krimimarktes – Wie funktioniert das und was bringt es?” –
    Referent: Miriam Semrau, Moderatorin des Krimimagazins “Krimi mit Mimi” beim Hessischen Rundfunk
  • Thema: “Lyrik – mehr als brotlose Kunst? Einblicke und Erfahrungen eines Lyrikers” –
    Referent: Bertram Reinecke, Kritiker, Lyriker und Lyrikverleger
  • Thema: “Crowdfunding – Die neue Form der Gemeinschaftsfinanzierung als Chance für Autoren und ihre Buchprojekte” –
    Referent: Stephan Popp, Geschäftsführer der Crowdfunding-Plattform VisionBakery 

In eigener Sache: Ich unterstütze autoren@leipzig und das AutorenCamp als Kooperationspartner

Die Leipziger Buchmesse ist heute einer der wichtigsten Treffpunkte des gesamten deutschsprachigen Buchmarktes, was gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann, wenn man sich die Herausforderungen der geschichtlichen Ereignisse seit den 1930er Jahren vor Augen führt. Eine besondere Stärke der Leipziger Buchmesse ist das Begleitprogramm Leipzig liest mit Tausenden Literaturveranstaltungen an allen möglichen Orten der Stadt bis hin zur Bäckerei und zum Fleischer, das nur durch die Lesefreude des Leipziger Publikums möglich ist.

autoren@leipzig

In diesem Jahr gibt es einen neuen Schwerpunkt, der Leipzig liest ideal ergänzt: autoren@leipzig. Hier wird ein ganzes Spektrum an Angeboten für Autoren aller Art – von Verlagsautoren über Blogger bis hin zu Self-Publishing-Autoren – geboten, die ja vielfach ohnehin schon in Leipzig sind und so noch mehr Anreize bekommen, auf die Buchmesse zu kommen. Das ergibt nicht zuletzt deshalb Sinn, weil die Leser ja in dem Maße zunehmend selbst zu Autoren werden, in dem sie im Internet aktiv sind – Stichwort Prosument. Die Übergänge sind da inzwischen sehr fließend. Ich unterstütze autoren@leipzig also nicht nur deshalb, weil die Leipziger Buchmesse einer meiner Beratungskunden ist, sondern weil ich von der Sinnhaftigkeit dieses Ansatzes absolut überzeugt bin.

Viele der anwesenden Autoren suchen in Leipzig nicht „nur“ den Kontakt zum Publikum, sondern auch fachliche Anregung und Austausch. Daher wird es im Rahmen von autoren@leipzig ein breites Fortbildungs- und Netzwerkangebot geben, das ganz Verschiedenes umfasst:

  • Forum leipzig.liest.digital – Hier gibt es Informationsveranstaltungen zu erfolgreichem analogen und digitalen Marketing, zu Veröffentlichungen in E-Book-Form oder zur erfolgreichen Verlagssuche.
  • Digitales Wohnzimmer – Hier präsentieren sich unterschiedliche Internet-Literaturplattformen und geben Einblick in ihre Arbeit.
  • AutorenLounge – Hier haben Autoren und alle, die es werden wollen, die Möglichkeit, bei einem kleinen gastronomischen Angebot neue Kontakte zu knüpfen und Netzwerke zu pflegen.
  • Geschlossene Workshops – In Kooperation mit dem Literaturinstitut Leipzig können Verlage, die auf der Leipziger Buchmesse ausstellen, ihre Autoren für ein Fortbildungsprogramm anmelden. Hier geht es unter anderen um die professionelle Gestaltung des eigenen öffentlichen Auftritts oder die erfolgreiche Organisation und Durchführung von Lesungen.
  • Wissenschaftliche Untersuchung – Ebenfalls in Kooperation mit dem Literaturinstitut Leipzig erstellt die Leipziger Buchmesse eine wissenschaftliche Untersuchung, deren Ergebnisse Anfang März vorgestellt werden. Die Bedürfnisse von Autoren und Verlagen sollen in Bezug zueinander verifiziert und dabei soll auch untersucht werden, ob und auf welche Weise die Digitalisierung dieses Verhältnis beeinflusst bzw. wandelt. Dazu werden sowohl  Autoren als auch Verlage befragt.

Das komplette Fachprogramm steht ab dem 16. Februar auf www.leipzig-liest.de bereit.

AutorenCamp

Ein besonderes Highlight von autoren@leipzig ist das AutorenCamp – das erste BarCamp exklusiv für Autoren und deren Interessen. Warum ist das sinnvoll?

Dank Internet und digitaler Technik kann heute ansich jeder zum Autor werden. Aber es reicht ja nicht, „nur“ ein Buch zu veröffentlichen oder etwas ins Netz zu stellen, um gelesen zu werden. Man muss auch sichtbar sein. Das gilt für Verlagsautoren ebenso wie für Blogger und Web-Publisher.

Überhaupt gleichen die neuen technischen Möglichkeiten oft einem Dschungel, in dem man sich allzu leicht verlaufen und viel Zeit verlieren kann. So wird gefühlt jeden zweiten Tag eine neue Plattform im Internet als die Zukunft gefeiert oder es wird ein neues Tool als unabdingbar dargestellt. Zudem sind schon Plattformen wie Facebook eine Wissenschaft für sich. Das Gleiche gilt für die neuen Publikationsinstrumente wie E-Books, Kindle-Store, iBookstore etc.

Außerdem darf nicht vergessen werden, was selbst eine überaus erfolgreiche und ehemals reine Self-Publishing-Autorin wie Amanda Hocking für sich festgestellt hat: I want to be a writer. I do not want to spend 40 hours a week handling emails, formatting covers, finding editors, etc. Right now, being me is a full-time corporation.

Fakt aber ist, dass man sich als Autor mit den neuen Möglichkeiten wird auseinander setzen müssen. Auch viele Verlage gehen dazu über, spezielle Seminare für ihre Autoren anzubieten, um sie fit für die digitale Welt zu machen. Das Problem aber ist dabei, dass oft selbsternannte Social-Media-„Experten“ auf den Plan treten und versuchen, den Autoren die Welt zu erklären. Oder die technischen Geräte selbst werden – auch auf den Buchmessen – einfach nur präsentiert und es bleibt der Fantasie des betrachtenden Autors überlassen, was damit anzufangen sei.

Daher ist es eine tolle Sache, dass die Leipziger Buchmesse dieses Jahr am Buchmesse-Wochenende (17.-18.03.2012) mit dem AutorenCamp eine von „Mister BarCamp“ Franz Patzig mit meiner Unterstützung organisierte Plattform speziell für Autoren bietet. Die Grundidee ist, dass hier Autoren selbst ihren Kollegen vorstellen, wie sie mit den neuen Techniken umgehen, welche Erfahrungen sie gemacht haben und welche Fragen offen sind und diskutiert werden sollten. Also ein Austausch auf Augenhöhe unter Autoren. Thematisch ist die Veranstaltung aber offen. Es können alle Themen diskutiert werden, die Autoren interessieren. Es geht also nicht nur um Technik oder Selbstvermarktung.

Was muss ich als Autor tun, um teilzunehmen? Die Sache ist ganz unkompliziert. Einfach hier anmelden. Über die Plattform mixxt organisieren wir die Veranstaltung. Die Teilnahme an den beiden Konferenztagen wird im Verlauf dieser Woche freigeschaltet und schon jetzt kann sich jeder Autor auf die Warteliste setzen. Zudem können schon Themenvorschläge eingebracht werden, sodass die anderen sehen, worum es u.a. gehen könnte.

Natürlich ist eine solche Konferenz auch mit Kosten verbunden, weshalb sich Franz Patzig über Sponsoring-Anfragen ebenfalls freut.

Alle notwendigen Informationen zum offenen und interaktiven BarCamp-Format – einer „Unkonferenz – finden sich auf dieser Seite. Ich beantworte aber auch gern Fragen in den Kommentaren.

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