Schlagwort: literatur

(Auch) einfach mal machen

Seit letztem Jahr bin ich Dozent an der HU Berlin. Es geht ums Bloggen im Bereich Literatur(-wissenschaft). Oft wird man ja gefragt, wie diesdas geht und dann denke ich manchmal daran, wie ich 2007 meinen ersten WordPress-Blog ohne Plan zusammengezimmert hab. Planen und reflektieren sind wichtig. Einfach mal machen aber eben auch. Die meisten Oberexperten haben ja auch so angefangen btw. Freu mich und finde unterstützenswert, dass das immer mehr auch im Uni-Umfeld so ankommt.

Link: Studie des VdÜ zur Einkommenssituation der Literaturübersetzer

Nach Erhebungen im Jahr 2011 hat der VdÜ eine umfangreiche Studie zur Honorarsituation der Literaturübersetzer erstellt. Unter dem Titel „Literaturübersetzende in Deutschland: ein Lagebericht“ finden sich detaillierte und fundierte Informationen zur Einkommenssituation des Berufsstands. Darüber hinaus bietet die Studie Einsichten in die Altersstruktur der Zunft, die häufigsten Arbeitssprachen, die durchschnittliche Jahresleistung und vieles mehr.

Studien-Download (PDF)

Ein tristes Bild, das da erhoben wird …

Lese-Tipp: Kleine Geschichte der Literatur- und Buch-Mashups

Björn Grau hat für das Architekturmagazin urban spacemag einen interessanten Beitrag über das Thema Copy/Paste in der Literaturgeschichte geschrieben:

Mash my book up

(…)
Da auch in Zeiten der Originalität alle Autoren immer auch Leser sind und die gelesenen Texte mindestens fragmentartig in unseren Köpfen bleiben, hinterlassen diese Spuren in unseren Gedanken und tauchen irgendwie irgendwo irgendwann auch in unseren eigenen Äußerungen wieder auf. So wird es mitunter schwierig, Henne und Ei sauber zu trennen. Dies Wiederaufnahme von Texten anderer kann unbewusst oder bewusst geschehen und vom Motiv über das Zitat zur Collage bis hin zum Plagiat reichen.
(…)
Wenn es dafür eine klare Regel gäbe, könnte jeder mit etwas Auswendiglernen der Methode Top-Bücher schreiben. Da das immer noch nicht passiert, muss wohl auch hinter gutem Covern ein Geheimnis liegen. Und das ist der Überraschungsmoment der neuen Zusammenstellung, das Gegen-den-Strich-Bürsten des Bekannten, der Witz in den Anspielungen.
(…)

via: Nerdcore

Bildquelle: NamensnennungWeitergabe unter gleichen Bedingungen Bestimmte Rechte vorbehalten von Morgaine

Sabria David: Zur Genese offener Werke – Rotkäppchen 2.0, Medienwandel und schriftliche Mündlichkeit

Eva Brandecker hat mich auf einen sehr interessanten Vortrag von Sabria David hingewiesen, den sie im September auf der stART.09 gehalten hat. Er unterstreicht und führt fort, was für das Beispiel Darwin skizziert wurde:

Ausgehend von der bereits auf der re:publica 2009 vorgestellten These, dass Volksmärchen eine frühe Form des User Generated Contents darstellen, wagt dieser Beitrag für die stARTconference 09 den Schritt hin zu einer Poetik offener Werke. Die Entstehungsmechanismen, nach denen Märchen, Open Source Software, Wikipedia-Artikel und andere mittels Web-2.0-Technologien generierte Werke entstehen, werden analysiert und in Beziehung gesetzt. Ein Blick über den Tellerand der Disziplinen lohnt sich, denn wir finden hier nichts geringeres als die Unterströmungen, die den gegenwärtigen Medienwandel tragen und die Ursache für den z.T. heftig geführten Kulturkampf zwischen Print und Online sind.