Schlagwort: mediennutzung

Soziale Lebensgrundlagen von Jugendlichen

Die 14-Jährige Casey Schwartz:

Casey’s habits underscore a new reality for this networked generation: Social networks — and the gadgets they run on — aren’t a distraction from real life, but a crucial extension of it.

(…)

Not having an iPhone can be social suicide, notes Casey. One of her friends found herself effectively exiled from their circle for six months because her parents dawdled in upgrading her to an iPhone. Without it, she had no access to the iMessage group chat, where it seemed all their shared plans were being made.

„She wasn’t in the group chat, so we stopped being friends with her,” Casey says. “Not because we didn’t like her, but we just weren’t in contact with her.”

Gedanken von Bonnier R&D und mir zur Zukunft der Zeitschriften

Während des Querlesens diverser Blogs bin ich bei UPLOAD und den Blogpiloten auf das interessante Video unten gestoßen. Dort zeigt Bonnier R&D, wie es sich die Zukunft von Zeitschriften vorstellt. Eine Kernaussage ist, dass man sich von dem aus der Papierwelt übernommenen Blättern lösen müsse, um auf neue und den digitalen Medien angemessene Lösungen zu kommen. Das sehe ich genauso und hatte auf Basis der gleichen Überlegung mal über einen Literatur-Ticker nachgedacht.

Grundsätzlich ist mein Eindruck, dass auch das vorgestellte Konzept von Bonnier R&D eines des frühen Übergangs ist. Auch die Bonnier-Lösung orientiert sich für meinen Geschmack noch stark an der Print-Welt. Dort werden ebenfalls Bilder mit mehr oder weniger langen Texten kombiniert, wenn sie auch anders angeordnet sind. Ich bin mir aber unsicher, ob wir gerade in dem Bereich, der heute durch bildlastige Magazine abgedeckt wird, langfristig so viel Text nutzen werden.

Ich könnte mir eher vorstellen, dass man im Dienste der bestmöglichen Informationsvermittlung und Ansprache der Menschen künftig immer stärker versuchen wird, alle relevanten Sinne anzusprechen. Denn wenn man auf einem Display Bilder und Texte sieht, stehen beide Elemente im Wettbewerb um die Aufnahmefähigkeit der Augen. Viel besser funktioniert das Ganze, wenn sich die Augen auf die Bilder (bzw. Bewegtbilder) konzentrieren können und die sonstigen Inhalte über die Ohren aufgenommen werden können. Das Fernsehen macht dies erfolgreich vor.

Spannend finde ich daher, auf welche Weise man versuchen könnte, künftig weitere Sinne einzubeziehen. Wenn ich mir das Magazin der Zukunft zu erträumen hätte, würde ich mich also nicht auf das Sehen beschränken, sondern auch das Hören sowie den Tast-, Geschmacks- und Geruchssinn einbeziehen wollen, um auch über diese Sinne Informationen zu vermitteln.

Video (8 min.):

Über-65-Jährige in den USA lieben Facebook

Nielsen hat untersucht, welche die am häufigsten von Über-65-Jährigen in den USA genutzten Webseiten sind. Dabei ist herausgekommen, dass Facebook inzwischen eine sehr wichtige Rolle auch für diese ältere Zielgruppe spielt:

The No. 1 online destination for people over 65 in November 2009 was Google Search, with 10.3 million unique visitors. Windows Media Player and Facebook were No. 2 and No. 3, with 8.2 million and 7.9 million visitors, respectively. Interestingly, Facebook, which came in at No. 3, ranked No. 45 just a year ago among sites visited by senior citizens.

Das Thema „Social Media“ ist allgemein wichtiger geworden für die Über-65-Jährigen und so lässt sich immer besser widerlegen, dass solche Plattformen nur Spielerei und von Jugendlichen Genutztes sind:

Overall, the number of unique visitors who are 65 or older on social networking and blog sites has increased 53 percent in the last two years alone. 8.2% of all social network and blog visitors are over 65, just 0.1 percentage points less than the number of teenagers who frequent these sites.

Top 10 Online Destinations Visited by People 65+ in November 2009 (U.S., Home and Work)
# Site Unique Audience (000) Unique Audience Composition (%)
1 Google Search 10,253 7.7
2 Windows Media Player 8,241 10.9
3 Facebook 7,946 7.2
4 YouTube 7,668 8.4
5 Amazon 5,679 9.3
6 Yahoo! Mail 5,638 7.8
7 Yahoo! Search 5,583 8.7
8 Yahoo! Homepage 5,383 6.8
9 Bing Web 4,510 10.1
10 Google Maps 4,397 8.4
Source: The Nielsen Company

 

via: Mashable
Bildquelle: Jacob Bøtter (CC-Lizenz)

Tim O’Reilly über die Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit des Internets

Hier finden Sie ein sehr interessantes Interview (30 min.) mit Tim O’Reilly, einem der Namensgeber des Web 2.0, über die Zukunft, Gegenwart und Vergangenheit des Internets:

In this 30-minute interview, O’Reilly talks about the evolution of sensor-based technology — how things like accelerometers and GPS inside devices, or speech-recognition and face-recognition capabilities within applications are going to revolutionize the next wave of web apps.

via: webmonkey, netzwertig

Jugendliche sind keine typischen Twitter-Nutzer

Die übliche Annahme ist, dass neue und später gehypte Web-Plattformen besonders stark von Jugendlichen genutzt werden. Interessanterweise trifft das auf Twitter nicht zu, wie comScore berichtet:

18-24 year olds, the traditional social media early adopters, are actually 12 percent less likely than average to visit Twitter (Index of 88). It is the 25-54 year old crowd that is actually driving this trend. More specifically, 45-54 year olds are 36 percent more likely than average to visit Twitter, making them the highest indexing age group, followed by 25-34 year olds, who are 30 percent more likely.

via: Hugo E. Martin

Ihre Urenkel werden alles sehen können, was Sie heute (online) tun

Das Web vergisst nichts. Diesen Satz habe ich schon oft gehört. Doch zu Ende gedacht bedeutet er, dass alle meine Nachfahren alles werden sehen können, was ich heute im Internet tue und äußere. Da sich unsere Welt zudem immer mehr ins Internet verlagert, wird auch immer mehr dokumentiert.

Es geht also nicht nur um unsere Karriere, der durch ungebührliches Verhalten im Internet ein Knick droht. Unser gesamtes Bild als Mensch wird zunehmend online geprägt. Denn die Nachgeborenen werden später im Wesentlichen nur das kennen, was sie im Internet finden.

Oder andersherum: Wie umfangreich sind die Informationen in Ihrem Familienarchiv über Ihre Urgroßeltern und deren Vorfahren? Soviel zu den alternativen Quellen …

Bild: b__watkins

Alte reden – Junge chatten, telefonieren, smsen, mailen, … und reden

Das Marktforschungsinstitut für Demoskopie Allensbach hat das Kommunikationsverhalten der Bevölkerung beleuchtet. Die Ergebnisse dessen wurden unter dem Titel Auf dem Weg von der persönlichen zur virtuellen Kommunikation? – Veränderungen der Gesprächskultur in Deutschland veröffentlicht (PDF).

Interessant ist u.a. folgende Übersicht zu der Frage nach der Affinität zu verschiedenen Kommunikationskanälen:

Bev. insg. 14-19 Jahre 20-29 Jahre 30-44 Jahre 45-59 Jahre 60+ Jahre
Für mich ist ein persönliches Gespräch die angenehmste Form, um mich mit anderen auszutauschen 63 % 36 % 51 % 65 % 70 % 69 %
Ich telefoniere gerne ausgiebig 31 % 52 % 35 % 32 % 27 % 25 %
Ich schreibe gerne E-Mails 17 % 47 % 28 % 23 % 13 % 3 %
Ich chatte gern im Internet 15 % 67 % 33 % 14 % 7 % 2 %
Wenn ich Freunden etwas mitteilen möchte, schreibe ich am liebsten eine SMS 15 % 52 % 32 % 16 % 8 % 2 %
Ich schreibe gerne Briefe 14 % 11 % 11 % 10 % 13 % 20 %
Basis: Bundesrepublik Deutschland, Bevölkerung ab 14 Jahre
Quelle: ‚Gesprächskultur in Deutschland‘, Studie des Institut für Demoskopie Allensbach im Auftrag von Bild der Frau und Jacobs Krönung

 

Was bedeutet das nun? Ist es ein schlechtes Zeichen, dass das persönliche Gespräch für Schüler anscheinend nicht ebenso wichtig ist wie für die Älteren?

Ich denke, die 14-19-Jährigen kommunizieren v.a. sehr differenziert. Die neuen Kommunikationsinstrumente wie Chats, SMS und Twitter sind in ihrer Unmittelbarkeit in vielen Fällen durchaus dazu geeignet, persönliche Gespräche zu ersetzen. In anderen wiederum nicht. Angesichts der relativ hohen Prozentsätze bei verschiedenen Kommunikationsinstrumenten scheinen die 14-19-Jährigen doch sehr genau und gekonnt abzuwägen, welches für welche Situation am besten geeignet ist.

China: Online-Videos sind viel populärer als hierzulande

CASBAA:
The Cable & Satellite Broadcasting Association of Asia (CASBAA) is an industry-based advocacy group dedicated to the promotion of multi-channel TV via cable, satellite, broadband and wireless video networks across the Asia-Pacific. CASBAA represents some 130 member organisations in the pay-TV business, which in turn serve more than three billion people.

CASBAA video report Online Video in China – Part I (10 min.)

CASBAA video report Online Video in China – Part II (10 min.)

via: China Herald