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Pinterest-Monitoring enthüllt auch das Vorgehen von Spammern

Auf t3n hat Falk Hedemann vor 2 Wochen beschrieben, wie man über Pinterest verbreitete Bilder einer bestimmten Website nachverfolgen kann. Das geht ganz einfach über die URL http://pinterest.com/source/XYZ – XYZ muss dabei ersetzt werden durch die URL der Website, für die ein Monitoring durchgeführt werden soll. Ein solches Monitoring lässt sich ferner auch mittels RSS-Feeds vereinfachen. Mehr dazu bei t3n.

Witzigerweise kann man sich auf diesem Wege auch anschauen, wie Spammer vorgehen, die arglose Nutzer auf ihre Website locken wollen. Denn Pinterest ist ob des Erfolges natürlich längst keine spam-freie Zone mehr. Ich habe einfach mal http://pinterest.com/source/youporn.com/ aufgerufen und kann Euch nur warnen: Obacht bei Starbucks-Angeboten ;)

Wer Transparenz von Staat und Unternehmen fordert, muss auch privat mit ihr leben

Die durch das Internet ermöglichte Transparenz gutzuheißen, ist ja fast schon eine Plat­ti­tü­de. Die meisten bejahen sofort deren Nutzen – v.a. wenn die Transparenz gegenüber eher abstrakten Gebilden wie Staaten und Unternehmen eingefordert wird. Doch wie steht es um unsere Transparenz-Euphorie, wenn wir plötzlich selbst betroffen sind?

Die Plattform wen-datet-er-noch.de soll Frauen unterstützen und all den „Fremdgehern, Parallel-Datern und Online-Casanovas“ das Leben schwer machen. So funktioniert’s:

Sie geben den Vor- und Zunamen bzw. Nicknamen und den Wohnort des Mannes sowie die optionalen Suchkriterien (wenn bekannt) in die Suchmaske ein. Hat eine andere Frau genau diese Angaben bereits im Portal hinterlegt, war Ihre Suche erfolgreich. In diesem Fall wird Ihnen automatisch der Nickname derjenigen Frau, die ihn bereits online zur Suche gestellt hat, angezeigt. Sie können mit dieser Frau nun in Kontakt treten, indem Sie ihr eine Nachricht übersenden.

Es lässt sich auch ein regelrechtes Fremdgeher-Monitoring einrichten:

Wenn Ihre Suche (noch) keinen gewünschten Treffer ergab, so können Sie den Namen bzw. Nickname des jeweiligen Mannes sowie den Wohnort und weitere optionale Angaben im Portal hinterlegen. Sie werden umgehend informiert, wenn eine andere Frau genau diesen Namen sucht und können dann in Kontakt zu dieser Frau treten.

Unabhängig vom Geschäftsmodell und den Erfolgsaussichten der Plattform finde ich interessant, dass hier der Transparenz-Gedanke im unmittelbaren Lebensumfeld der Menschen wirksam wird. Und das ist ja nur ein Beispiel, wie sich sowas aufziehen lässt. Ich denke aber, dass wir mit allen Arten solcher Plattformen künftig werden leben müssen. Das sollten wir vielleicht bedenken, wenn wir das nächste Mal die Transparenz hochleben lassen und sie von den großen Organisationen wie selbstverständlich einfordern.

Eine Plattitüde ist übrigens auch, dass Überwachung durch den Staat oder durch Unternehmen nicht unbedingt wünschenswert ist. Die Überwachung durch die „Crowd“ wird für so manchen unter uns aber mindestens ebenso unangenehm werden oder ist es schon. Stichwort Rottenneighbor.com & Co.

Ergänzung/Erläuterung (siehe Kommentare):
Ich wollte Unternehmen/Staaten nicht mit (Privat-)Personen gleichsetzen. Dass es da Unterschiede gibt, ist ja klar. Beide bewegen sich aber im gleichen Umfeld mit dessen technischen Möglichkeiten. Mein Eindruck ist, dass nicht wenige Leute die Nutzung dieser Möglichkeiten sehr schnell bejahen, wenn es eben um die Transparenz von Staaten/Unternehmen geht, aber nicht immer im Blick haben, dass sie selbst schnell in den Fokus geraten können. Das erscheint mir manchmal etwas unkritisch, wobei das natürlich subjektiv ist. – Ob der Einsatz der Technik dann im Einzelfall auch sinnvoll/wünschenswert ist, ist eine andere Frage.

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Interessanter Trend: Eigenüberwachung

Fast alle, die sich im Netz bewegen, fangen an, sich an bestimmten ihre Tätigkeit einordnenden Kennzahlen zu orientieren. Wieviele Freunde, Fans, Views … habe ich? Die Eigenüberwachung spielt aber nicht nur dort eine Rolle, sondern durchdringt immer mehr Bereiche unseres täglichen Lebens.

Mehr zum Thema bietet dieser Blog: The Quantified Self. Einen kleinen Einstieg liefert dieses Video (5 min.):

Gary Wolf gives a 5-min intro to an intriguing new pastime: using mobile apps and always-on gadgets to track and analyze your body, mood, diet, spending — just about everything in daily life you can measure — in gloriously geeky detail.

wwwitter: Twitter-Replies auf jeder beliebigen Website anzeigen lassen

Die besten Tools sind die in der Benutzung einfachen, welche einen echten Nutzen stiften. wwwitter ist so ein Tool:

wwwitter is a tool that lets you take part in Twitter discussions about any webpage. You can launch wwwitter from any page on the web, and you don’t need a twitter account to read what people have been saying.

Zwar haben viele Blogger schon Tools zur Anzeige von Tweetbacks auf ihren Seiten eingebaut. Das Geniale an wwwitter ist aber, dass es auf jeder(!) Website funktioniert, ohne dass man einen Twitter-Account haben oder eingeloggt sein muss.

Alles ganz einfach: Zu Beginn zieht man einfach einen Button auf die Lesezeichen-Leiste des Browsers. Befindet man sich auf einer Website von Interesse, wird der Button gedrückt und es erscheint ein Fenster, das die Tweetbacks anzeigt – so vorhanden. Das kurze und sehr einfache Procedere ist auf der Website von wwwitter bzw. unten in dem Video erklärt. Bei Bedarf kann man sich dann mit seinem Twitter-Account einloggen und sich direkt an der Konversation beteiligen.

Für einen meiner jüngsten Blog-Artikel sieht das Ganze so aus:

 

In dem kurzen Video wird noch einmal verbildlicht, wie das Ganze funktioniert:


wwwittering from Simon Madine on Vimeo.

via: Stowe Boyd