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Marketing-Interview: Alina Lauchart, Online & Social Media Managerin, MuseumsQuartier Wien

Die Interview-Reihe „Ich mach was mit Marketing“ soll dazu dienen zu zeigen, wie interessante Menschen in interessanten Märkten die (z.T. neuen) Möglichkeiten des Marketings für sich und ihr Unternehmen nutzen. Wer Lust hat, auch ein Interview beizusteuern, kann mich einfach kontaktieren oder mir direkt die Antworten und ein Foto von sich zusenden. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.) Die bisherigen Interviews finden Sie hier.

Heute stellt sich Alina Lauchart vor:

Wer sind Sie und „was machen Sie mit Marketing“?

Mein Name ist Alina Lauchart, ich bin seit 2006 beim MuseumsQuartier Wien tätig und dort Online- und Social Media Managerin. Dazu gehört die Betreuung der MQ Websites und der offiziellen Social Media Kanäle, aber auch Online-Marketing und -Kooperationen.

Das MuseumsQuartier Wien ist eines der größten Kulturareale der Welt. Neben rund 70 Einrichtungen für zeitgenössische Kunst und Kultur bietet das MQ großzügige Freizeit- und Ruhezonen, Innenhöfe, Cafés und Shops und ist damit eine Oase der Kultur und Erholung im Zentrum der Stadt. Bei 3,8 Mio Besuchern pro Jahr haben wir auch online eine große Community, die gehört und betreut werden will.

Was ist das Besondere an Ihrem Markt/Ihrer Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe ist so besonders wie das MQ selbst ;) Wir unterscheiden grundsätzlich zwischen zwei Untergruppen: Den Touristen, die das MQ bereits besucht haben bzw in Zukunft besuchen wollen und dem Stammpublikum, das aktiv an dem „größten Wohnzimmer der Stadt“ mitgestalten möchte. Weiters gliedern sich diese zwei Gruppen noch in die kulturinteressierten Besucher, die aktiv Museen und Ausstellungen besuchen, und jene, die das kulturelle Umfeld genießen und das MQ als Erholungsoase nutzen. So unterschiedlich die Zielgruppen, so unterschiedlich nutzen wir auch die Möglichkeiten mit ihnen in Kontakt zu treten.

Was ist das Besondere an Ihren Marketing-Aktivitäten?

Eine unserer erfolgreichsten Marketing-Aktivität vor Ort ist mit Sicherheit die Belebung des Areals, sei es mit der beliebten Hofmöblierung oder den frei zugänglichen Außenflächenprogrammen „Sommer im MQ“ und „Winter im MQ“. Vom Open Air Literaturfestival über das Independent-Freiluftkino im Sommer bis hin zum Eisstockschießen und den Eispavillons im Winter. Diese werden online mit Gewinnspielen und Hintergrundinfos erweitert, was vor allem vom Stammpublikum aus Wien und Umgebung honoriert wird.

Wie messen Sie Erfolg?

Für die Erfolgsmessung im Online-Bereich gibt es fast unendliche Möglichkeiten, von Google Analytics für Websites bis zu bewährten Monitoring-Tools im Social Web. Aber gerade bei Social Media ist für mich der ehrlichste Weg den Erfolg zu messen, der Community zuzuhören und mit ihr in Kontakt zu bleiben. Dann stellt sich der „Erfolg“ von selbst ein.

Welche Ihrer Marketing-Maßnahmen der jüngsten Zeit war besonders erfolgreich oder interessant?

Die „Online“-Aktivitäten des MQ haben sich bis vor kurzem noch auf Website und Newsletter beschränkt. Besonders erfolgreich war hier das jährlich stattfindende Farb-Voting der beliebten MQ Hofmöblierung, bei der sich immer eine große Zahl an Fans beteiligt hat. Die Community konnte so das Erscheinungsbild des MQ mitbestimmen, was vor allem bei den Stammbesuchern des Areals großen Anklang fand.

Vor kurzem haben wir zB auf Facebook die „MQ Textaufgaben“ gestartet. Eine wöchentliche Aktion, bei der wir der Community Textrechnungen zum Lösen geben und die kreativste richtige Antwort küren bzw auch beschenken. Mit diesen Textaufgaben transportieren wir interessante Insights zum MQ, wie etwa die Größe einer der Kulturinstitutionen oder die Menge der Objekte in einer der aktuellen Ausstellungen. Diese Aktion kommt sehr gut an und wir werden mit unglaublich kreativen Antworten belohnt.

Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?

Mein Tag beginnt – wahrscheinlich genauso wie bei meiner Online-Community – mit einem Blick in´s Social Web. Nachdem ich mir ein Stimmungsbild – sozusagen eine TagCloud – gemacht habe, informiere ich mich intern bei den anderen Abteilungen über Neuigkeiten und Änderungen. Ich erarbeite Online-Kampagnen und -Kooperationen, aktualisiere die Social Media Kanäle und bin immer auf der Suche nach Insights zum Areal, die die Fans des MQ interessieren könnten. Beim Community-Management geht es um Menschen und daher ist auch, wie die Bedürfnisse derer nie gleich sind, kein Tag wie der andere – das liebe ich an meinem Job. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung!

Wo finden wir Sie im Internet?

Beinahe überall ;) aber vor allem auf Facebook, Twitter, Google+ und Xing.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Alina Lauchart

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Marketing-Interview: Katharina Schering, Marketingleitung bei Berlin Story

Die Interview-Reihe „Ich mach was mit Marketing“ soll dazu dienen zu zeigen, wie interessante Menschen in interessanten Märkten die (z.T. neuen) Möglichkeiten des Marketings für sich und ihr Unternehmen nutzen. Wer Lust hat, auch ein Interview beizusteuern, kann mich einfach kontaktieren oder mir direkt die Antworten und ein Foto von sich zusenden. (Jedoch behalte ich mir vor, nicht alle Zusendungen zu veröffentlichen.) Die bisherigen Interviews finden Sie hier.

Heute stellt sich Katharina Schering vor:

Wer sind Sie und „was machen Sie mit Marketing“?

Ich bin Katharina Schering und bin seit 2007 für das Marketing des Projektes Berlin Story zuständig. Unser Schwerpunkt ist Berlin in allen Facetten vom Verlag über die Buchhandlung, das Museum bis hin zum Geschichtsfestival Historiale. Inzwischen erscheint im Verlag durchschnittlich alle zwei Wochen ein Buch.

Die räumlich angeschlossene Buchhandlung Berlin Story stellt den für uns wichtigen direkten Kontakt zum Kunden dar. So können wir schnell auf Nachfragen und Anregungen reagieren und wissen recht genau, wer unser Publikum ist.

Vor Kurzem hat nebenan das Historiale BERLIN MUSEUM eröffnet. Es gibt einen guten Überblick über die Berliner Geschichte, von der Gründung bis Heute und weist auf andere Gedenkstätten und Museen Berlins hin.

Seit 2006 stellt das Geschichtsfestival Historiale in der letzten Augustwoche historische Ereignisse nach. Dieses Jahr ist das Thema „Hauptstadt der Spione“.

Was ist das Besondere an Ihrem Markt/Ihrer Zielgruppe?

Unsere Zielgruppe ist zweigeteilt. Zum einen sind es geschichtsinteressierte Berliner, zum anderen Berlin-Touristen. Gerade die letzte Gruppe wächst immer mehr, verteilt sich aber in Berlin inzwischen ganz anders als noch vor ein paar Jahren. Viele sind nicht zum ersten Mal in Berlin und wollen jetzt abseits der Touristenpfade die Stadt erkunden. In sich sind sowohl die Berliner als auch die Touristen sehr heterogen. Manche Kunden erreichen wir nur per Brief, andere wollen Informationen ausschließlich digital.

Da die Besucher aus immer mehr Ländern kommen, richten wir seit einiger Zeit alles auf Mehrsprachigkeit aus. Den MuseumsAudioGuide gibt es inzwischen in zehn Sprachen und auch die Verlagsbücher bieten wir nach und nach in bis zu zehn Sprachen an.

Was ist das Besondere an Ihren Marketing-Aktivitäten?

Da wir ein sehr breites Publikum haben, bedienen wir uns auch beim Marketing eines sehr breiten Spektrums. Neben herkömmlichen Wegen wie Flyer und Anzeigen haben wir auch von Anfang eine eigene Homepage und einen Blog, versenden Newsletter und sind im social network aktiv.

Natürlich gibt es auch regelmäßig Lesungen oder Buchvorstellungen. Oft ergeben sich durch Kooperationen weitergehende Synergien. Mit dem Geschichtsfestival Historiale wollen wir auch jüngere Menschen ansprechen und für Geschichte interessieren.

Wie messen Sie Erfolg?

Den Rücklauf von Flyern und Anzeigen messen wir ganz klassisch mit Befragungen und Coupons. Mailings und Online-Auftritt überprüfen wir mit Google Analytics. Wir haben für den Verlag einen hauseigenen Vertrieb, so dass wir direkt mitbekommen, wenn sich bestimmte Verlagskampagnen auf den Verkauf auswirken. Außerdem arbeiten wir mit diversen internen Kennzahlen. Erfreulich oft erhalten wir auch unaufgefordert Rückmeldungen von unseren Kunden. Am wichtigsten sind aber nach wie vor die persönlichen Gespräche, die hauptsächlich in der Buchhandlung zustande kommen.

Welche Ihrer Marketing-Maßnahmen der jüngsten Zeit war besonders erfolgreich oder interessant?

Erfolgreich sind wir auf mehreren Gebieten. Das Geschichtsfestival Historiale hat sich inzwischen etabliert und zieht jedes Jahr mehrere tausend Besucher an. Unsere Buchvorstellungen in Kooperation mit dem Kempinksi-Hotel, dem Deutschen Historischen Museum, dem DDR-Museum und der Gedenkstätte Hohenschönhausen haben uns viele geschichtsinteressierte Zuschauer beschert.

Auf andere Art erfolgreich sind unsere erste Versuche auf lovelybooks. Wir erfahren viel mehr über unsere Leser, was sie zu den einzelnen Büchern denken und können direkt auf Fragen reagieren.

Ein ziemliches Highlight war eine Aktion mit Spreeradio, die dem Museum über 1000 Besucher an einem Tag beschert hat.

Wie sieht ein typischer Tag bei Ihnen aus?

Zum Glück gibt es keinen typischen Arbeitstag. Der Ablauf hängt davon ab, ob gerade ein neues Buch aus dem Druck kommt, eine Lesung ansteht oder eine Führung durch die Verlagsräume. Online sind wir schon lange aktiv, jetzt seit Kurzem auch bei facebook und lovelybooks. Dadurch kommen wieder neue Aufgaben dazu. Bei Mailings müssen die Verteiler aktualisiert, bei Leserunden die Kommentare moderiert, bei Facebook Fotos von Veranstaltungen gepostet werden. Außerdem sind wir immer auf der Suche nach Kooperationsmöglichkeiten. Dadurch bekommt man zahlreiche interessante Einblicke in andere Branchen.

Bei Titeln mit stark begrenztem räumlichen Bezug, wie z.B. unserer Fotobandreihe über Berliner Straßen von Stefan Maria Rother, gehen wir dann auch in die Läden vor Ort und suchen neue Verkaufsstandorte. Das kann dann auch ein Schmuckgeschäft, Marktstand oder Hotel sein. Auf jeden Fall kommt man mit den unterschiedlichsten Menschen ins Gespräch und lernt so immer wieder Neues über Berlin.

Wo finden wir Sie im Internet?

Neben unserer Webseite www.BerlinStory.de wird regelmäßig im Blog über die Berlin Story und Neues aus Berlin berichtet. Außerdem findet man den Verlag bei facebook und lovelybooks und mich bei Xing.

Danke!

Bildquelle: Norman Bösch

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Staatliche Kunstsammlungen Dresden: Das zweite Leben der Alten Meister

Die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister präsentiert sich bereits seit 2007 komplett im Internet – als angeblich erstes Museum weltweit. Sie nutzt dafür Second Life und organisiert ihre Community über Ning:

Dreidimensional und maßstabsgetreu sind die prächtigen Räume des Museums nachgebaut, alle 750 ausgestellten Meisterwerke werden präsentiert. 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche stehen die Türen für die Besucher offen:

dresdengallery.com

Visit one of the world´s most famous museums, the Old Masters Picture Gallery of the Dresden State Art Collections. There you can view great masterpieces of key importance for the history of art, such as Raphael´s „Sistine Madonna“ or Giorgione´s „Sleeping Venus“.

All the rooms of the museum have been reconstructed true to scale on the „Dresden Gallery Island“ in Second Life ® and all 750 masterpieces in the permanent exhibition are on display.


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