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Offline-Kommunikation nicht vergessen – sie bleibt noch lange unschlagbar

Persönliche Offline-Kommunikation ist in vielerlei Hinsicht wirkmächtiger als eine Online-Kommunikation, wie sie heute trotz Social Web oft stattfindet. Es können einfach mehr Sinne eingesetzt werden und wir sind als Menschen seit Jahrtausenden daraufhin optimiert. Nicht zufällig sind es die kommunikationsfreudigen Social-Web-Fans, die sich ständig und überall „in echt“ treffen und austauschen.

Dass Offline-Kommunikation auch für das Marketing nach wie vor ganz erfolgskritisch ist, zeigt uns wieder die aktuelle Version der trnd-Studie, welche Burkhard Schneider aufgegriffen hat:

Spannend finde ich daher besonders Konzepte, die „Offline“ und „Online“ intelligent verknüpfen. Es geht eben nicht um ein Entweder-Oder. So nutzen neue schicke Apps wie Highlight oder Glancee den Aufenthaltsort der Nutzer und kombinieren ihn mit den auf Facebook hinterlegten Interessensprofilen der Nutzer, um so durch ein Matching neue relevante Begegnungen zu ermöglichen. Das Offline-Erlebnis wird also durch Social-Web- und mobile Tools befruchtet. Interessant sind aber auch Formate, die das Offline-Erlebnis explizit in den Mittelpunkt rücken, wie das bspw. bei Lesekreisen der Fall ist. Das ist heute noch tausendmal sinnvoller als ein Second Life zu basteln, solange dieses nicht vergleichbare Kommunikationsmöglichkeiten bietet. Das wird zweifelsohne irgendwann der Fall sein. Bis dahin sind die altbekannten Shopping-Party-Konzepte aber interessanter und sie werden heute gewissermaßen sogar wiederentdeckt. Shopping-Parties ebenso wie Lustkauf-Konzepte waren auch wichtige Themen der lohnenswerten Exceed-Konferenz in der letzten Woche in Berlin, auf der zahlreiche innovative E-Commerce-Modelle beleuchtet wurden.

Die analoge Welt ist „broken“ – Die Netzwelt als Standard auch im „echten“ Leben

Interessant ist, mit welchen Nutzungsgewohnheiten Kinder heute aufwachsen. Moderne Hardware prägt hier Erwartungen, wie mit Objekten interagiert werden kann und sollte. Kevin Kelly hat eine Anekdote dazu festgehalten:

Another friend had a barely-speaking toddler take over his iPad. She could paint and handle complicated tasks on apps with ease and grace almost before she could walk. It is now sort of her iPad. One day he printed out a high resolution image on photo paper and left it on the coffee table. He noticed his toddler come up to up and try to unpinch the photo to make it larger, like you do on an iPad. She tried it a few times, without success, and looked over to him and said „broken.“

Während wir heute also noch oft den Anspruch haben, dass die Netzwelt so sein sollte, wie wir es aus dem „echten“ Leben kennen, wird es künftig anders herum sein. Analog werden wir auch offline ähnlich Marketing u.ä. betreiben, wie wir es aus dem Netz kennen. Dafür werden natürlich schon beizeiten die passenden Buzzwords kreiert: TrendONE bspw. spricht in diesem Zusammenhang vom „Outernet“ als Zukunftsthema:

Das Internet dringt über mobile Endgeräte immer nahtloser in unseren realen Alltag ein. Losgelöst von stationären Endgeräten kommt es zu einer Verschmelzung zwischen Internet und realer Welt, in der sich beide Komponenten ergänzen: Das Outernet, die mobilere und allgegenwärtigere Form des Internets, ist geboren. Verlinkungen, Suchfunktionen und Personalisierung können auf physische Objekte übertragen werden, die so zu Informationsträgern werden.

Bildquelle: NamensnennungKeine Bearbeitung Bestimmte Rechte vorbehalten von umpcportal.com

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