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Tipps von Klout, wie man seine Reputations-Kennzahl dort steigern kann

Bei Wired.com ist ein interessanter Beitrag über den Reputations-Messdienst Klout zu finden: What Your Klout Score Really Means. Dass Klout viel (Marketing-)Potenzial bietet, ist hinlänglich bekannt. Dass unsere tatsächliche Reputation bisher durch Dienste wie Klout, PeerIndex oder Kred nur bedingt abgebildet wird, ist klar. (Ein Grund: Es sind noch nicht genug Daten über uns zugänglich.) Zudem springen die Zahlen bei Klout gern öfter mal wild hin und her, was nicht gerade einen Eindruck der Verlässlichkeit erzeugt. Dennoch sind diese Plattformen wichtig.

In dem Wired-Beitrag kommen jedenfalls auch Tipps von Chris Makarsky (Klout product director) zur Sprache, wie sich die Reputations-Kennzahl bei Klout steigern lässt:

When I began researching this story, my own score was a mere 31. So I asked Klout product director Chris Makarsky how I might boost it. His first suggestion was to improve the “cadence” of my tweets. (For a moment, I thought he meant I should tweet in iambic pentameter. But he just meant that I should tweet a lot more.) Second, he pushed me to concentrate on one topic instead of spreading myself so thin. Third, he emphasized the importance of developing relationships with high-Klout people who might respond to my tweets, propagate them, and extend my influence to whole new population groups. Finally, he advised me to keep things upbeat. “We find that positive sentiment drives more action than negative,” he warned.

P.S.: Mich finden Sie übrigens hier bei Klout.

Foursquare für Toiletten-Häuschen und Tabledance-Bars? – Den einen Orts-Empfehlungsdienst wird es nicht geben

Die Nutzung von Social-Media-Plattformen hat unmittelbare Rückwirkungen auf die eigene Reputation, denn immer häufiger nutzen wir sie unter Klarnamen. Reputationseffekte spielen ja nicht zuletzt in den Belohnungsystemen der Plattformen eine große Rolle und sind oft wichtiger als monetäre Anreize, die bspw. im Rahmen von Gewinnspielen geboten werden. Genau diese Reputationseffekte sind aber auch Ursache dafür, dass wir gewisse Dinge nicht oder zumindest weniger häufig tun.

Foursquare wird von Experten wie Marcel Weiss zu Recht als der Dienst gesehen, welcher den Plattformgedanken für Ortsempfehlungen am konsequentesten und am erfolgreichsten umsetzt:

Ob Prag oder Provinz, Foursquare scheint das Henne-Ei-Problem des ortsbasierten Webs – man fängt in jeder Region wieder bei Null an – schneller zu lösen als alle anderen und damit schneller als alle anderen überall präsent zu sein. Und das ist das Fundament, auf dem die Plattform, die Community, die Empfehlungsmaschine, die Apps und die Kooperationen gedeihen können.

Ein Problem aber bleibt. Gewisse Dinge geben wir nicht so gern bekannt, weil es nur bedingt positiv auf uns zurückwirkt. Ich zum Beispiel checke mich nicht oft in aus meiner Sicht banale Alltagsorte wie Supermärkte o.ä. ein, weil ich das mehr oder weniger irrelevant und z.T. auch zu intim finde.

Noch stärker ist die allgemeine Hemmschwelle bei Orten, bei denen es ganz handfeste Gründe gibt, dass andere Leute es komisch finden könnten, wenn man sich dort eincheckt. Als Beispiel nenne ich mal Toiletten-Häuschen und Tabledance-Bars, wobei es da noch viele andere Beispiele gibt.

Nichtsdestotrotz gibt es auch bezüglich solcher Orte einen klaren Informationsbedarf von Menschen, die sie aufsuchen. Hier sind aber allgemein populäre und technisch führende Plattformen als Empfehlungsmaschine eher ungeeignet, einfach weil aufgrund dieser sozialen Mechanismen die notwendigen Daten fehlen, um relevante Empfehlungen geben zu können. Natürlich gibt es Tabledance-Bars wie das prominente Dollhouse in Hamburg, bei denen Besucher sich auch mal einchecken und vereinzelt sogar Empfehlungen aussprechen, wie in diesem Fall Inga S.:

Hierbei handelt es sich aber eher um Ausnahmen und die geringen Check-In-Zahlen von ähnlichen Etablissements sprechen für sich:

Den einen Empfehlungsdienst, der alles abdeckt, wird es aus meiner Sicht also nicht geben. In vielen Bereichen werden Spezialangebote gefragt sein, die bspw. ein alternatives anonymes Einchecken/Empfehlen ermöglichen oder über spezielle spielerische Ansätze Anreize dafür schaffen, sich auch in ganz banale und langweilige Alltagsorte einzuchecken. Wenn sich Dienste wie Foursquare wiederum wirklich als Plattform begreifen, könnten sie die Daten solcher Angebote dann auch auf ihrer Plattform integrieren.

Bildquelle: Arnoldius (CC-Lizenz: BY-SA)

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Personalisierung von Facebook-Seiten mittels Reputations-Kennzahlen von Klout

Alle möglichen Dienste versuchen die Reputation von Menschen sichtbar zu machen. PeerIndex hat 45 Millionen angemeldete Nutzer und versucht Reputationskennzahlen an Themen zu knüpfen, wie es ja in der Realität auch ist. Ich mag auf einem Feld Experte sein, aber nicht auf allen.

Klout hingegen hat 60 Millionen Nutzer-Profile und ordnet den Nutzern einfach eine Reputationszahl zu. Das ist zwar wesentlich unschärfer, dafür aber auch wesentlich einfacher zu verstehen und handhaben. Seit langem werden diese Kennzahlen auch von anderen Diensten (Bsp.) genutzt, um die User zu ordnen.

Klout hat nun eine interessante Kooperation mit Involver gestartet, bei der Facebook-Applikationen so ausgesteuert werden können, dass Nutzer gemäß ihren Klout-Zahlen verschiedene Goodies zugedacht bekommen. Die Idee dahinter kennt man ja aus dem Alltag. Einflussreiche Leute haben Vorteile, die anderen Leuten nicht gewährt werden. Wer also eine höhere Klout-Reputationskennzahl vorweisen kann, bekommt im Zweifel größere Anreize geboten. Wieder ein Schritt in Richtung Personalisierung des Webs, wie wir sie an vielen Stellen beobachten können.

“The first application is a simple coupon-esque experience. A brand will be able to bring an application out of their Page, configure to deliver content to people above and below certain Klout scores, and then input whatever that content is.”

Audi hat die Funktion schon auf seiner Facebook-Seite integriert und ich habe es mit meinem Klout-Profil gleich mal ausprobiert – wobei die Sinnhaftigkeit in diesem Fall noch sehr zu hinterfragen ist:

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