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Cynthia Breazeal über Social Robots

As a grad student, Cynthia Breazeal wondered why we were using robots on Mars, but not in our living rooms. The key, she realized: training robots to interact with people. Now she dreams up and builds robots that teach, learn — and play. At MIT, Cynthia Breazeal and her team are building robots with social intelligence that communicate and learn the same way people do.

Video (14 min.):

Evolution: Mensch vs. Maschine!?

Bei Spiegel Online ist heute ein interessanter Artikel erschienen:

Evolution 3.0: Wie Maschinen uns eines Tages versklaven könnten

Inhalt:

Früher streuten wir nur Gene – dann begannen menschliche Gehirne, Meme zu verbreiten: Ideen, Gedanken, Wörter. Die Evolutionstheoretikerin Susan Blackmore glaubt, dass wir mit Computern und Internet eine neue Evolution in Gang gesetzt haben, die wir eines Tages bereuen könnten.

Ich hatte vor ein paar Tagen zufällig über ein ähnliches Thema geschrieben. In dem Beitrag hatte ich überlegt, welche Chancen z.B. Roboter bieten, die direkt mit dem Internet verbunden sind und so stets „frischen“ Content beziehen können.

Susan Blackmore zeichnet in ihrem Artikel ein tendenziell düsteres Bild und streicht die potenziellen Gefahren überstark heraus. Diese sind zweifelsohne vorhanden. Allerdings gibt es einige Gesichtspunkte, die bei entsprechenden Überlegungen meiner Meinung nach mitgedacht werden sollten:

  • In der Evolution haben alle Arten das gleiche Ziel: Überleben und Fortpflanzung. Zum Erreichen dieses Ziels müssen sich alle Arten permanent den Lebensbedingungen anpassen. Die am besten angepassten Arten erreichen das Ziel: „Survival of the Fittest“. Auch der Mensch ist diesen Regeln unterworfen.
  • Die Erde wird definitiv untergehen, sofern wir sie nicht eines Tages wegbewegen können. Spätestens in ca. 5-6 Mrd. Jahren, wenn die Sonne all ihren Wasserstoff aufgebraucht haben wird, geht auch das menschliche Leben auf der Erde zu Ende. Doch auch vorher kann es jederzeit zu Katastrophen kommen, die unser Leben auslöschen. Potenzielle Ursachen gibt es unzählige. Man denke nur an den Einschlag eines großen Himmelskörpers auf der Erde, wie er wahrscheinlich auch die Dinosaurier ausgelöscht hat. Solche Objekte können die Erde jederzeit treffen und wir könnten heute quasi nichts dagegen tun.
  • Wenn der Mensch also langfristig überleben will, muss er an andere Orte des Universums übersiedeln. Hierbei wird er sich den neuen Lebensumständen anpassen müssen. Das stellt insofern ein Problem dar, als dass der menschliche Körper auf das Überleben auf der Erde hin optimiert und für die neuen Umgebungen weniger geeignet ist.
  • Wir werden also kaum verhindern können, Veränderungen am menschlichen Körper vornehmen zu müssen. Man wird den Körper tendenziell immer stärker mithilfe von „Maschinenteilen“ optimieren. Tendenzen der Art gibt es ja auch schon lange. Nicht zuletzt die Brille stellt ja schon so eine Optimierung dar. Doch wenn wir Maschinenteile am oder im Körper haben, können diese natürlich auch an das Internet der Dinge angeschlossen werden. So könnte irgendwann jeder Mensch eine eigene IP-Adresse haben und direkt mit der Cloud verbunden sein. Es ist also wahrscheinlich, dass es immer mehr zum Verschmelzen von Mensch und Maschine kommen wird.

Ich gebe Susan Blackmore Recht, dass „Mem-Maschinen“ für uns „Gen-Maschinen“ eine evolutionäre Konkurrenz werden könnten. Genauso könnten wir aber auch voneinander profitieren. Es muss nicht zwangsläufig ein Entweder-Oder sein.

Entwicklungen in diese Richtung bergen ein Risiko in sich. Das meiner Meinung nach aber viel größere Risiko für unser langfristiges Überleben wäre der Versuch, solche Entwicklungen zu hemmen. Wenn wir unser langfristiges Überleben sichern wollen, müssen wir möglichst frühzeitig beginnen, uns zumindest in Teilen von der Erde unabhängig zu machen. Dazu könnten „Mem-Maschinen“ beitragen.

Bild: Bundesarchiv

Roboter als Ersatz für Zeitung und Hörbuch

Speecys ist ein interessantes Unternehmen. Es sitzt in Tokio, Japan, und hat sich auf Roboter spezialisiert:

Since our inception, our main focus has been to develop a humanoid robot and the surrounding system that enable the robot to download content via the Internet so that it can provide entertainment and perform various tasks.

Das Ziel ist also, dem Menschen ähnliche Roboter zu erbauen, die eine offene Verbindung mit dem Internet haben und aus dem Internet Daten und Inhalte beziehen können.

Der erste Internet-Roboter, welchen die Firma anbietet, kommt diesem Ziel schon recht nahe. Er heißt SPC-101C und kann einige menschliche Emotionen nachbilden:

Zum Datenaustausch mit dem Internet wurde eigens eine Programmiersprache entwickelt. Es gibt auch Überlegungen zum Geschäftsmodell:

Es ist schon faszinierend, wenn man sich einen solchen Roboter mit einer eigenen IP-Adresse als Teil der Cloud vorstellt. In ein paar Jahren dürften diese Maschinen sehr leistungsfähig und Teil unseres Alltags werden. Dann könnten sie auch manche unserer Medien ergänzen oder sogar ersetzen. Ich finde die Vorstellung spannend, dass ich ein Hörbuch nicht mehr eigenständig abspielen muss, sondern meinem Hausroboter sagen kann, was er mir vorlesen soll. Ebenso könnte ich mir vorstellen, dass solche Roboter die tägliche Zeitung ersetzen, indem sie mir einfach alle Neuigkeiten erzählen, die mich interessieren.

Konsequenterweise sagt Tomoaki Kasuga, Gründer und CEO von Speecys: Our next target is to develop a lower cost robot and killer applications for home and personal use.