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Pinterest-Monitoring enthüllt auch das Vorgehen von Spammern

Auf t3n hat Falk Hedemann vor 2 Wochen beschrieben, wie man über Pinterest verbreitete Bilder einer bestimmten Website nachverfolgen kann. Das geht ganz einfach über die URL http://pinterest.com/source/XYZ – XYZ muss dabei ersetzt werden durch die URL der Website, für die ein Monitoring durchgeführt werden soll. Ein solches Monitoring lässt sich ferner auch mittels RSS-Feeds vereinfachen. Mehr dazu bei t3n.

Witzigerweise kann man sich auf diesem Wege auch anschauen, wie Spammer vorgehen, die arglose Nutzer auf ihre Website locken wollen. Denn Pinterest ist ob des Erfolges natürlich längst keine spam-freie Zone mehr. Ich habe einfach mal http://pinterest.com/source/youporn.com/ aufgerufen und kann Euch nur warnen: Obacht bei Starbucks-Angeboten ;)

Erleben wir jetzt auf Facebook eine große Spam-Welle fremder Seiten?

Es gibt die Momente, in denen man sofort weiß, dass Facebook am großen Rad gedreht hat. Zuletzt war das bei mir im Oktober 2009 der Fall, als ich zum ersten Mal davon las, dass künftig jede Website eine Facebook-Seite sein können würde.

Als ich gestern Abend, d.h. vor 3 Stunden, nach Hause kam, war es wieder soweit. Facebook hat seine Seiten-Funktion massiv verändert und das wird uns noch lange beschäftigen. Das Arbeitsfeld von Community-Managern ist quasi über Nacht um ein Vielfaches erweitert worden. Jetzt kann man, was ja schon angekündigt war, Facebook-Seiten quasi als eigenen Account nutzen mit allen möglichen Funktionen inkl. Sichtbarmachung der Admins und einem eigenen Newsfeed. Dazu muss man die eigenen Seiten zunächst hier „upgraden“.

Was aber vorher nicht klar war, ist die Tatsache, dass Seiten nun auch auf anderen Seiten posten und kommentieren können. Nicht aber auf Personenprofilen. [Kommentare von Seiten funktionieren z.T. auch auf Personenprofilen.] Ich bin gespannt, wie Facebook beim Thema Spam konkret vorausgeplant hat, weil wir nun eine Welle von Werbeposts/-kommentaren erleben dürften, die Seitenbetreiber sich gegenseitig auf die Pinnwand schreiben … Letztlich wird es an den Community-Managern liegen, ob sie ihre Seite vollspammen lassen. Spam-Posts verschwinden ja dank Facebook-Algorithmus schnell im Strom, so sie da überhaupt erscheinen. Bei den Kommentaren hingegen ist Spam ohne Löschen nicht so leicht zu verhindern. Doch wo fängt Spam an …? Auf jeden Fall steht eines der Haupt-Diskussionsthemen der nächsten Tage jetzt fest …

Hier ein Beispiel für einen Kommentar einer Seite auf einer anderen Seite, der auch ausgeloggt sichtbar ist:

Hilfe, ich werde von Turi2 und CARTA zugespammt!

Ich schätze die Macher von Turi2 und lese deren Beiträge regelmäßig und mit Gewinn. Ich schätze die Macher von CARTA und lese deren Beiträge regelmäßig und mit Gewinn. Beiden Marken gegenüber bin ich an sich positiv eingestellt.

Leider hat sich mein Bild beider Marken in letzter Zeit etwas eingetrübt. Woran liegt das? Ich werde von ihren Machern zugespammt.

Vor ein paar Wochen begann Turi2, mir als „Medienmacher“ ungefragt einen Newsletter zuzustellen. Zumindest kann ich mich nicht daran erinnern, diesen bestellt zu haben. Ich musste aktiv werden und Zeit investieren, um die böse Überraschung wieder loszuwerden. Was soll ich auch mit dem Newsletter? Schließlich lese ich Turi2 über meinen Feedreader.

Seit neuestem bekomme ich nun einen Newsletter von CARTA. Auch an dessen Bestellung kann ich mich beim besten Willen nicht entsinnen. Mir wird von CARTA freundlicherweise aber nicht nur gestattet, Zeit zu investieren, um den Newsletter wieder abzubestellen. Ich darf den ungefragt zugestellten Inhalt sogar an meine Freunde weiterleiten (siehe Textauszug unten). Vielen Dank dafür! Während ich also vertrauenswürdig genug zu sein scheine, um kostenlos Werbung für CARTA zu machen, reicht meine Vertrauenswürdigkeit anscheinend nicht, um die eigentliche E-Mail-Adresse vom Unterzeichner Dr. Robin Meyer-Lucht zu erfahren. Für mein ausdrücklich erwünschtes Feedback ist stattdessen die Inbox @ CARTA vorgesehen. Nein danke, dann gebe ich mein Feedback doch gleich über meinen Blog bekannt:

Liebe Leute, so wird das nichts! Klar, wir freuen uns alle über neue Leser und das umso mehr, wenn wir mit unseren Web-Plattformen Geld verdienen wollen/müssen. Allerdings frage ich mich, ob gerade wir Neue-Medien-Verfechter in Zeiten der individuellen Nachrichtenströme mit so einem schlechten Beispiel voran gehen sollten. Ich fürchte, dann dürfen wir uns auf der anderen Seite auch nicht beschweren, dass viele Menschen alter Medienschule das Internet nicht ernst nehmen und ihm nicht gerecht werden. Es scheint mir nicht der richtige Weg zu sein, einerseits die Vorzüge und Besonderheiten des Internets zu preisen, aber andererseits – sobald es einen Vorteil verspricht – wie jene zu agieren, die man sonst bereitwillig kritisiert.

Liest hier jemand mit, der auf ähnliche Weise von bekannten „Neue-Medien-Machern“ zugespammt wird? Hinterlassen Sie gern einen Kommentar, damit das Feedback möglichst fett unterstrichen wird.

Wie man es nicht macht!

Liebe/r Newsletter-Abonnent/in,

anbei übersenden wir Ihnen den CARTA-Newsletter mit einer Auswahl von Texten der letzten Woche. Über Feedback und Anregungen freuen wir uns unter inbox@carta.de.

Gerne können Sie den Newsletter auch an interessierte Freunde und Kollegen weiterleiten.

Vielen Dank für die Lektüre und besten Gruß,

Robin Meyer-Lucht

CARTA

(…)

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Bild: daskerst