Schlagwort: Studie

Link: Studie des VdÜ zur Einkommenssituation der Literaturübersetzer

Nach Erhebungen im Jahr 2011 hat der VdÜ eine umfangreiche Studie zur Honorarsituation der Literaturübersetzer erstellt. Unter dem Titel „Literaturübersetzende in Deutschland: ein Lagebericht“ finden sich detaillierte und fundierte Informationen zur Einkommenssituation des Berufsstands. Darüber hinaus bietet die Studie Einsichten in die Altersstruktur der Zunft, die häufigsten Arbeitssprachen, die durchschnittliche Jahresleistung und vieles mehr.

Studien-Download (PDF)

Ein tristes Bild, das da erhoben wird …

Universitäts-Untersuchung: Das Pricing macht Self-Publishing disruptiv

Wettbewerb belebt das Geschäft und senkt mitunter auch die Preise. Dieser Punkt wird in den Ergebnissen einer Untersuchung des Self-Publishing-Marktes seitens der University of Arizona herausgehoben:

„The major disruption, however, was that they allowed the authors to set the price,“ Bradley said, noting that the most popular prices were between 99 cents and $2.99. Companies also offered authors royalties ranging between 35 and 70 percent, depending on a range of factors. RG-NTPP research also shows that the reading public is, indeed, embracing self-published titles at the low price points. About one-third of the top 100 paid titles on Kindle are by self-publishing authors.

Es werde auch ein echter Nutzen geschaffen:

Also, self-publishing titles tend to include books that are locally focused, narrate family histories, are niche and at times more risque – around religion, politics, sex and sexuality – than what a traditional publisher might wish to handle, Fulton and Bradley said. „There is a real value in self-publishing. There are stories self-publishing offers that simply wouldn’t be told any other way,“ Fulton said. „So what we’re seeing is something we didn’t have a mechanism for before.“ 

Die Untersuchung unterscheidet dabei zwei Formen des Self-Publishing:

The team noted that the contemporary world of self-publishing can be understood as consisting of two major and different segments. The first, print-on-demand self-publishing, produces books in print and came of age around 2007. The second segment, digital self-publishing, is the faster growing of the two, and often indistinguishable from digital mainstream publishing.

Nett finde ich auch die Umschreibung des klassischen Verlagsmodells:

The traditional publishing mode by which publishers front authors a cut of money then handle publishing and marketing, all the while hoping for the best on the buyer’s market, is in transition.

Studie zu Ost-West-Beziehungen belegt, dass soziales Kapital Geld wert ist

Das Handelsblatt berichtete kürzlich über eine interessante Studie der Ökonomen Tarek Hassan (Chicago Booth School of Business) und Konrad Burchardi (London School of Economics) zu den Ost-West-Beziehungen und Einkommensverhältnissen einzelner Menschen und ganzer Regionen:

Menschen in Westdeutschland, die soziale Beziehungen in die DDR pflegten, haben nach der Wiedervereinigung deutlich mehr verdient. Davon profitierten nicht nur sie selbst, sondern ganze westdeutsche Regionen.

Untersucht werden konnte das nur aufgrund der historischen Ausnahmesituationen:

Die deutsche Wiedervereinigung bietet den Ökonomen die Chance, den Beziehungseffekt isoliert zu messen: Bis zum Herbst 1989 ahnte niemand, wie schnell die Mauer fallen würde – daher „müssen die Kontakte aus unökonomischen Gründen bestanden haben“, argumentieren Hassan und Burchardi.

Das Ergebnis:

In Familien, die 1989 mindestens einen Verwandten in der DDR hatten, stieg das Haushaltseinkommen in den folgenden sechs Jahren im Schnitt um 4,3 Prozent an. „Westdeutsche mit DDR-Kontakten verstanden es besser, die neuen Möglichkeiten im Osten zu nutzen“, heißt es in der Studie. Zudem stellen die Forscher fest: In Regionen, in denen der Anteil an Menschen mit grenzüberschreitenden Kontakten überdurchschnittlich hoch war, etwa in Ostholstein oder den Regionen Hagen und Hannover, stieg das Pro-Kopf-Einkommen bis 1995 insgesamt um satte 4,6 Prozent.

Begründet wird das höhere Einkommen mit Informationsvorsprüngen aufgrund guter und vertrauensvoller persönlicher Beziehungen. Mehr dazu beim Handelsblatt.

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Studie: Markenfans sind kreierbar

Die Konsumforscher Kai-Uwe Hellmann und Peter Kenning haben im Auftrag der Kommunikationsagentur Avantgarde das Phänomen des Markenfans in einer Studie untersucht. Die Pressemitteilung mit näheren Informationen dazu finden Sie hier:

Avantgarde-Studie zum Phänomen Markenfan

Die wichtigsten Ergebnisse:

  1. Zum Markenfan wird man durch andere Personen oder emotionale Schlüsselerlebnisse gemacht
  2. Fans wollen ihre Marke in regelmäßigen Abständen ritualisieren
  3. Sehr viel mehr Marken als man vermuten würde eignen sich als Fanobjekt
  4. Storytelling und Markenevents sind die Mittel zur Kreierung von Markenfans

Fazit der Studie:

Zusammenfassend lässt sich sagen: Es spricht für die Wissenschaftler bereits nach dieser ersten Studie einiges dafür, dass Markenfans tatsächlich generierbar sind. Die Tatsache, dass die Fanwerdung meist von außen angestoßen wird, dass emotionale Erlebnisse und Rituale eine so zentrale Rolle spielen, und dass theoretisch nahezu alle Marken für eine Fanbildung in Frage kommen – all das legt nahe, dass man hier mit Maßnahmen des Marketings etwas bewegen kann. Für Hellmann und Kenning ist es daher verwunderlich, dass die Fanbildung im Bereich Marken bis dato kaum systematisch erfolgt. „Angesichts des hohen Kundenbindungspotentials in der Gruppe der Fans sollten Unternehmen deshalb prüfen, wie sie diese Potenziale in Zukunft besser systematisch heben können“, so die Forscher. Weitere Forschungen könnten dabei wertvolle noch konkretere Ableitungen fürs Markenmanagement ergeben.

via: Commercial Communities
Bildquelle: Photocapy (CC-Lizenz)

Marketingentscheider-Befragung von BBDO Consulting: Kundenbindung ist 2010 wichtigster Erfolgsfaktor

Eine Befragung von 302 Marketingentscheidern deutscher Unternehmen durch BBDO Consulting im September 2009 hat ergeben, dass knapp 80 Prozent von ihnen für das Wirtschaftjahr 2010 planen, die Kundenbeziehungen zu verbessern. Themen wie Organisations-/Prozessoptimierung (70,2 %), Qualitätsoffensiven (62,3 %), Entwicklung neuer Innovationen (58,0 %) und andere haben aus Sicht der Entscheider geringere Bedeutung. Ein Grund hierfür dürfte sein, dass die Kundenbindung nach Einschätzung der Entscheider im Jahr 2010 der wichtigste Erfolgsfaktor (26,0 %) sein wird – weit vor der Neukundengewinnung (10,4 %).

Doch was bedeutet eine Verbesserung der Kundenbeziehung? Fast 95 Prozent der Marketingentscheider verstehen darunter einen besseren Dialog mit den Kunden. Wenn wir uns vor diesem Hintergrund vor Augen führen, dass die meisten der neuen Plattformen im Internet primär der Kommunikation und der Interaktion dienen, ist meine Vermutung, dass die „sozialen“ Medien und das Social Web insgesamt im nächsten Jahr eine noch wichtigere Rolle spielen werden.

 

via: media-TREFF.de