Schlagwort: USA

Der Radiosender KPFA betreibt seit 1949 erfolgreich Crowdfunding

Heute bin ich zufällig über KPFA gestolpert – den ältesten von seinen Hörern bezahlten Radiosender in den USA. Er ist ein weiterer Beleg dafür, dass die Crowdfunding-Idee nicht neu ist, sondern schon immer überall dort genutzt wurde, wo ein Mangel vorherrschte bzw. etwas über den Markt nicht adäquat finanziert werden konnte.

KPFA verfolgt diese Ziele:

  • To promote cultural diversity and pluralistic community expression
  • To contribute to a lasting understanding between individuals of all nations, races, creeds and colors
  • To promote freedom of the press and serve as a forum for various viewpoints
  • To maintain an independent funding base

In der Selbstbeschreibung von KPFA heißt es:

Founded in 1949 by Lewis Hill, a pacifist, poet, and journalist, KPFA was the first community supported radio station in the USA. KPFA broadcasts on 94.1 FM and KPFB 89.3 FM, Berkeley, and KFCF 88.1 FM, Fresno, California. Our signal reaches one third of the state, utilizing 59,000 watts.

Much of our programming is local, original and eclectic, with a well produced mix of news and in depth public affairs, an ongoing drama, literature and performance series, interviews, and reviews. Our music ranges from folk to hip hop, Bach to Nusrat Fateh Ali Khan. We travel the region to broadcast live music, demonstrations, and cultural events. The majority of our staff are unpaid community volunteers donating their time and energy to bring you our programming.

Kaiser Kuo über die Beziehungen zwischen den USA und China und die Rolle des Internets dabei

Die USA und China werden unsere Zukunft maßgeblich beeinflussen. Es sollte uns also daran gelegen sein, dass die Länder und deren Menschen gute Beziehungen unterhalten. Ob das so ist, könnte kaum einer besser beurteilen als Kaiser Kuo, der einen US-chinesischen Hintergrund hat.

Kaiser Kuo is a Chinese American freelance writer and rock musician living in Beijing. Kaiser currently works for the advertising group Ogilvy & Mather in Beijing and writes a column for the English-language magazine „the beijinger“.

Kaiser Kuo sprach im November auf der TEDxHonolulu über diese Themen:

  • The SHIFT in the “balance of power” online.
  • The SHIFT in political voice in China.
  • A SHIFT –in this case, a decline– in people-to-people relations arising in part because of the first two shifts.

Zunächst skizziert er die Veränderung durch das Internet. Während früher die Beziehungen zwischen Staaten auf hoher politischer Ebene geprägt wurden, hat sich das durch die massive Verbreitung des Internets geändert. Er beschreibt, wie stark der Anstieg der Internet-Nutzung in China ist, wo innerhalb von 10 Jahren Hunderte von Millionen Menschen sich diesen neuen Kommunikationskanal erschlossen haben. Nun also können sich die Menschen selbst ein Bild von der Welt machen. Das Eigenbild der Chinesen ist ein zu Recht Positives. So haben sie in kürzester Zeit Massen von Menschen aus der Armut befreit und die Weltwirtschaft maßgeblich gefördert. 2008 kam nun der Knackpunkt, so Kaiser Kuo. Im Rahmen der Olympischen Spiele traf das positive Selbstbild der Chinesen auf ein recht negatives Bild, wie es im Westen gezeichnet wird. Dort sind Themen wie Menschenrechte, Zensur, politische Unterdrückung etc. die dominanten. Diese Diskrepatanz hat schwerwiegende Folgen … Insgesamt ein sehr sehenswerter Vortrag von Kaiser Kuo:

Video (18 min.):

via: China Herald
Bildquelle: Fantake (CC-Lizenz)