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Amazon-Erfolgsautor John Locke setzt auf Fans: ‚Wer dein Buch nicht mag, gehört nicht zu deiner Zielgruppe‘

Auf literaturcafe.de bin ich auf eine lesenswerte Besprechung des Buches »How I Sold 1 Million eBooks in 5 Months!« des erfolgreichen Selbstverlegers John Locke gestoßen. Dieser hat eine einfache, aber wirkungsvolle Formel, auf die er seine Verkaufsstrategie mit Fokus auf eine sehr spitze Zielgruppe bringt:

Wer dein Buch nicht mag, gehört nicht zu deiner Zielgruppe!

Das Ziel ist klar: »To me, a great book is one that sells.« Dafür nutzt er das vielzitierte Fan-Prinzip sehr konsequent – eine sehr webgemäße (Filter-)Methode:

Mit das Interessanteste am Buch sind John Lockes Analysen der Amazon-Rezensionen seiner Titel. Sofern die positiven Stimmen nicht deutlich überwiegen, bedeute das, dass noch zu viele Menschen außerhalb der Zielgruppe das Buch lesen. Das müsse vermieden werden. (…) Locke lenkt daher Erstleser gezielt auf sein drittes Buch »Saving Rachel«. Eine Taktik, die er in »How I Sold 1 Million eBooks in 5 Months!« ebenfalls praktiziert. Locke: Wer »Saving Rachel« mag, wird auch die anderen Romane kaufen. Daher sei es nur logisch, dass dieser Titel auf amazon.com ein fast ausgewogenes Verhältnis von positiven (4- und 5-Sterne-Wertungen) und negativen Stimmen habe (1- und 2-Sterne-Wertungen). Bei seinen anderen Büchern überwiegen die positiven Stimmen deutlich, denn diese würden dann nur noch von der Zielgruppe gekauft werden, die sie auch tatsächlich lesen will.

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Ein Grund, nicht in klassische Buchhandlungen zu gehen

Ich sehe klar die Notwendigkeit. Gerade deshalb bringt der Beitrag aber gut auf den Punkt, warum viele Leute klassische Buchhandlungen (zunehmend) meiden: In einem branchenspezifischen Fachmedium gibt ein darauf spezialisierter Berater Tipps, wie Buchhändler noch besser etwas verkaufen können, von dem sie keine Ahnung haben:

Der buchreport-Praxistipp: Verkauf in der Buchhandlung – Wie lassen sich Titel verkaufen, ohne sie gelesen zu haben, Herr Winter?

Nicken Sie und wiederholen Sie Wörter, die der Kunde spricht („Aktives Zuhören“).

Wenn Sie trotz Unkenntnis dem Kunden Wissen spüren zu lassen, lesen Sie ruhig Auszüge des Klappentextes vor. Schauen Sie dabei immer wieder in die Augen des Kunden.
(…)
Sprechen Sie Emotionen an: „Das verspricht spannend zu werden“ (bei einem Roman). „Ich denke, dass Sie damit das Richtige für Ihre Wünsche gefunden haben“ (Ratgeber, Reise). „Ich kann mir gut vorstellen, dass Ihr Sohn damit gut klar kommt“ (Lernhilfe). Auch wenn das Allgemeinplätze sind, reicht das für viele Kunden aus.

Für meinen Geschmack gehen die zuletzt zitierten Vorschläge schon mindestens in einen Graubereich über. – Der Fehler liegt hier letztlich im System und wir haben dank des Internets immer bessere Alternativen. Kein Wunder, dass sie genutzt werden. Klagerufe und Kulturargumente hin oder her …

Alle hergehört – krasse Aktion am Start: Ich verkaufe mein Xing-Profil

Der Trend des Tages heißt nicht Rob 1.0, sondern Rob 2.0. Um ihm gerecht zu werden, plane und umsetze ich eine krasse Aktion: den Verkauf meines Xing-Profils bis Jahresende. Angebote nehme ich nur via E-Mail an und es gibt einen streng geheimen Mindestpreis, der zudem nicht verraten wird.

Doch warum sollten Sie mein Profil kaufen? Ganz einfach: Überlegen Sie sich, wieviel Zeit es erfordert hat, bis ich es in der jetzigen Form ausfüllen konnte: ganze 27 Jahre. Noch dazu hat mein Xing-Profil nicht weniger als 14.000 Seitenaufrufe und diese entstehen auch nicht über Nacht. Falls Sie sich dennoch fragen, warum Sie einen siebenstelligen Betrag investieren sollten, antworte ich Ihnen schon jetzt: Die weltumspannende Medienberichterstattung rund um die Verkaufsaktion wird Ihre Investition um ein Vielfaches aufwiegen. Zudem bin ich eine enorm förderungswürdige Person. Damit das mal klar ist.

Also, es gibt Gründe genug für Sie, die Brieftasche zu zücken und ein Angebot abzufeuern. Ich freue mich darauf, von Ihnen zu hören.

Achso: Im nächsten Jahr werde ich natürlich einen neuen Namen annehmen und ab Januar von dem Geld in der Karibik leben …

Bildquelle: Mykl Roventine (CC-Lizenz)