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Interview: Bastei-Entertainment-Cheflektor über Autoren-Castings als Weg der Autorengewinnung für Buchverlage

Jan F. Wielpütz ist Cheflektor bei Bastei Entertainment, der „Digital-Content-Schmiede“ von Bastei Lübbe. Bastei Lübbe ist der größte konzernunabhängige Belletristik- und Sachbuchverlag in Deutschland. Ein erstes Highlight-Produkt von Bastei Entertainment ist der digitale Serienroman APOCALYPSIS, der dem Leser auf alle Devices und Plattformen folgt. Für diesen wurde mit dem Autoren-Casting ein Ansatz der Autorengewinnung gewählt, den ich persönlich sehr interessant finde, weil ich glaube, dass er stark an Bedeutung gewinnen wird für Buchverlage, da sie auf diesem Wege gezielt Content-Marken aufbauen können, die dann auch ihnen gehören. Das sieht anders aus, wenn ein Verlag „nur“ Stoffe von/für Autoren umsetzt. Für Bastei Lübbe ist der Erfolg seiner Webnovel inkl. Autoren-Casting der Startschuss für ein ganzes „Digital-First“-Programm.

Jan F. Wielpütz, der als Stefan Bonner selbst auch Erfahrung als Bestseller-Autor hat, war so freundlich, mir einige Fragen zum Autoren-Casting für APOCALYPSIS zu beantworten:

Wattig: Wie sieht der klassische Weg aus, auf dem Bastei Lübbe Autoren gewinnt?

Wielpütz: Das normale Buchlektorat akquiriert seine Stoffe aus verschiedenen Quellen: Die meisten Autoren kommen über literarische Agenturen, die sich auf die Vermittlung von Buchstoffen spezialisiert haben und so eine Art Vorauswahl für Verlage treffen. Daneben lizensieren wir die Stoffe ausländischer Verlage, die im Publikumsbereich überwiegend aus England und Amerika kommen. Last but not least gibt es natürlich noch die unverlangt eingesandten Manuskripte, die uns direkt von Autoren zugeschickt werden.

Warum lief es bei APOCALYPSIS anders?

Bei APOCALYPSIS hatten wir von Beginn an eine klare Vorstellung, wie das Produkt aussehen sollte. Wir wollen die weltweit erste digitale E-Book-Serie produzieren, die verschiedene Medienformen zusammenbringt und Text mit Film, Spiel, Audio und Animation verbindet. Das inhaltliche Story-Konzept dazu stammte aus dem Lektorat selber. Das bedeutet: Wir hatten die Geschichte und brauchten jemand, der sie umsetzt. Wir konnten also nicht wie gewöhnlich darauf warten, dass ein Autor an uns herantritt, sondern mussten ihn aktiv suchen.

Was musste der Autor hier konkret mitbringen, um in Frage zu kommen?

APOCALYPSIS war eine Art Auftragsarbeit. Wir brauchten einen Autor, der es gewohnt war, einen Stoff dramaturgisch nach gewissen Vorgaben zu entwickeln und diesen Rahmen nicht zu verlassen. Außerdem musste er ein absoluter Teamplayer sein: Wir haben APOCALYPSIS in Zusammenarbeit mit App-Entwicklern, Spiele-Programmierern, Art Designern und Filmemachern produziert, die natürlich alle eigene Vorstellungen für ihr jeweiliges Gebiet mitbrachten. Darauf musste der Autor eingehen und die Story oft dahingehend abändern, dass sie den zu integrierenden Medienformen gerecht wurde. Am besten passte auf diese Anforderungen das Profil eines Drehbuchautors, der von Filmproduktionen solche Arbeitsabläufe gewohnt ist.

Wie lief das Autoren-Casting konkret ab?

Wir haben rund zwei Monate lang nach Autoren gesucht, deren Profil mit unseren Anforderungen grundsätzlich übereinstimmt. Anschließend haben dann rund zwei Dutzend Autoren ein Probekapitel für APOCALYPSIS geschrieben. Die Leseproben hat ein Lektoratsteam ausgewertet und sich für letztlich für einen Autor entschieden: Mario Giordano, der als Kinder- und Jugendbuchautor über belletristische Erfahrung verfügt und als Drehbuchschreiber für Serien wie Tatort arbeitet und auch das Skript zum Film DAS EXPERIMENT mit Moritz Bleibtreu verfasst hat.

Gibt es für die Autoren hier andere Konditionen als beim klassischen Weg?

Nein. Die Konditionen entsprechen grundsätzlich den üblichen Vereinbarungen, die wir auch im Buchbereich treffen. Wichtig ist für uns als Verlag, dass wir über möglichst viele Verwertungsrechte verfügen, damit wir den Stoff in zahlreichen Produktformen anbieten können: So gibt es APOCALYPSIS zum Beispiel nicht nur als multimediale App, sondern auch als herkömmliches E-Book, Audio-Download, Taschenbuch, Hörbuch CD sowie als Read&Listen-Fassung, die Text und ungekürzte Audiospur enthält und Ihnen als Leser jederzeit den Wechsel zwischen Lesen und Hören erlaubt.

Wie sehen Sie die künftige Bedeutung solcher Autoren-Castings als Weg zur Autoren-Gewinnung im Verhältnis zu klassischen Wegen?

Ein Autoren-Casting oder -Wettbewerb ist organisatorisch sehr anspruchsvoll. Daher kann eine solche Maßnahme immer nur eine Ergänzung zu den üblichen Wegen sein, diese aber nicht ersetzen.

Was können Autoren ganz praktisch tun, um für solche Publikationsprojekte eher in Frage zu kommen?

Es ist schwierig, die Anforderungen zu verallgemeinern. Wichtig ist natürlich, dass die Autoren ihr grundsätzliches Handwerkszeug beherrschen: Dramatugie, Szenenaufbau, Charakterführung, Dialoge, Stil, oder auch die Spielarten des Genres, in dem sie schreiben. Für multimediale Projekte wie APOCALYPSIS muss der Autor außerdem in den Medien „zuhause sein“, die bespielt werden. Er muss sich also vorstellen können, wie der jeweilige Stoff zum Beispiel als Film oder Spiel umgesetzt werden könnte. Es schadet daher nicht, wenn man sich als Autor professionalisiert und sich auf verschiedene Medienformen spezialisiert. Ich habe als Autor sicher mehr Chancen auf spannende Projekte, wenn ich nicht nur Belletristik schreiben kann, sondern mich zum Beispiel auch im Bereich Drehbuch oder Computerspiel auskenne.

Vielen Dank für Ihre Zeit!

Bildquelle: Olivier Favre

Gesine von Prittwitz über A-, B- und C-Autoren und die Programmplanung bei Buchverlagen

Die immer interessante Rowohlt-Autorin Kathrin Passig hat die erfahrene Buchmarkt-PR-Frau Gesine von Prittwitz (prittwitzundpartner.de) interviewt und ihr u.a. einige interessante Aussagen über den Buchmarkt und die Autoren-Verlag-Beziehung entlockt. Über diese Beziehung werden wir auch am 30.07. in Frankfurt mit Cora Stephan diskutieren.

Bekanntlich verdienen wenige Autoren sehr gut und viele sehr schlecht. Es gibt da durchaus einen Zusammenhang zu dem Vorgehen der Verlage, was nicht jedem angehenden Buchautor bewusst ist:

(…) Fakt ist, dass du als Verlag A-, B- und C-Titel hast, und für den A-Titel fasst du Geld an, da machst du Pressearbeit, da schaltest du Werbung, da lässt du dich auf die Konditionen ein, die da eben diktiert werden von den Großen. Alles andere sind im Grunde genommen Platzhalter. Den Autoren gegenüber wird das bemäntelt, man spricht da nicht so gern drüber. Das merkst du jetzt auch hier, wenn wir vom Buch sprechen, dann hast du immer diese Aura Buch, das Kulturgut Buch. Damit wird vieles bemäntelt.

Im Grunde genommen verhandeln die ja das Buch wie einen Autoreifen. Es geht hier um Verkaufen, und dann setzen wir eben … ja, in der Regel hast du vielleicht – je nach Größe des Verlages – drei A-Titel. Um die dreht sich alles, und der Rest fällt durchs Raster. Und der Buchhandel remittiert, das ist unglaublich, wie schnell die remittieren. Was nicht läuft, wird verramscht. Ich meine, das sagst du ja deinem Autor nicht, dass sein Buch nur ein B-Titel ist. Da kann man eigentlich nur hoffen, dass sich halt durch diese Entwicklung, über die du schreiben willst, ein bisschen was verändert. Weil die Verlage halt irgendwann lernen müssen, auch mit offeneren Karten zu spielen. Das ist so ein gängiges Argument, “der Leser wollte das nicht”. Wer diktiert denn den Lesergeschmack, frag ich mich immer.
(…)

Sie spricht auch darüber, wie die Programmplanung mancher Verlagshäuser anscheinend abläuft:

(…)
Heute ist es so, dass wir von XY – also dieses Haus gehört einem Konzern, den nenne ich jetzt mal XY – von XY kriegen wir Vorgaben, und diese Vorgaben müssen wir erfüllen. Das sind die sogenannten Programmplätze. Und es ist nicht nur die Menge der Bücher, sondern die Erscheinungsrhythmen werden ja auch immer kürzer. Wir haben mittlerweile drei Auslieferungen, nicht mehr nur Frühjahr und Herbst, es gibt auch noch die Weihnachtsauslieferung.

Und jetzt hat irgendjemand entschieden: Apfelessig ist gerade in, also machen wir jetzt Apfelessig. Vor Jahren war es mal Apfelessig, das ist schnurz, setz ein, was du willst. Dann müssen die mit heißen Nadeln ihre Programmplätze besetzen. Da werden Titeleien eingekauft, keine Bücher. Und dann werden Agenten angerufen: “Habt ihr was in der Art?”, und die suchen dann händeringend Autoren. Dann ist die Vertreterkonferenz, da wird das Programm vorgestellt. Da weiß keiner etwas, außer: Apfelessig und Teebeutel, wie mach ich das? Und dann kommt irgendwann ein Buch ins Haus. Das muss aber eigentlich schon gedruckt werden, das ist hanebüchen. Dann sitzt der Lektor da und schlägt das Ding auf, und es steht aber womöglich was völlig anderes drin. Die Vorschau ist aber schon gedruckt! Und es ist auch schon spezifiziert worden, das ist unser A-Titel. Und da ja dann meistens keiner mehr Zeit hat, irgendwas zu lesen, bin ich dann oft als Pressezuständige das letzte Glied. Ich schlag dann das Ding auf und stell fest: Hey, der schreibt überhaupt nicht über Apfelessig, sondern der schreibt über Brombeertee! Das ist jetzt zugespitzt, aber so läuft das. (…)

Diese Art der Programmplanung führe auch dazu, so von Prittwitz weiter, dass viele befähigte Autoren nicht in die Verlage kämen, weil es eben von der Meta-Planung gerade nicht passt.

Interview komplett lesen.

Gesine von Prittwitz hat sich auf ihrem Blog auch zu den Reaktionen auf das Interview geäußert.

Verlagsautorin Petra van Cronenburg über ihre Self-Publishing-Experimente

Detailliert und lesenswert:

Hilfe, ich habe mein Buch verschenkt!

(…)
Auch wenn ich vielleicht nie die Verteilermacht eines Verlags erreiche und viel weniger Bücher verkaufe. Um 1000 Euro zu erwirtschaften, muss ich 2500 Taschenbücher im Verlag verkaufen, aber nur 303 E-Books im Self Publishing.

Aber wie verkauft man als Noname im Dschungel der Verschenkbücher und des Datenmülls, der Spam-E-Books und viel zu vielen Bücher auf dem Markt? Ich kann das genau sagen: Innerhalb der ersten zehn Tage, nur nach Werbung im Blog und bei meinen wenigen Social-Media-Fans hatte ich ganze 15 Exemplare verkauft. Der Himmel hängt also auch hier viel zu hoch! Es pendelte sich bei etwa einem verkauften Buch pro Tag ein. Kein Vergleich zur TB-Auflage. Aber mehr als die Kollegin mit den 23 Verlags-Ebooks im Jahr geschafft hat, war es allemal.
(…)
Ich habe den Versuch gewagt, mein Werk nicht grundsätzlich zu verschenken (dann wäre ich echt gehirnamputiert), sondern gezielt und für einen begrenzten Zeitraum.
(…)
Die große Überraschung kam danach. Eine kurze Zeit bleibt das Buch in der Gratis-Bestsellerliste (Zeitverschiebung zu USA), hat aber bereits schon wieder einen Verkaufspreis. Und das hat die ersten Käufer absolut nicht abhalten können! Im Gegenteil.
(…)

via: neunetz.com

Beispiel für Innovationshemmnisse in der Buchbranche – das gewachsene Verhältnis Verlag-Buchhandel

Es ist ja kein Geheimnis, dass in Zeiten von Branchenumbrüchen etablierte Unternehmen oft auf der Strecke bleiben, weil sie den Innovationssprung nicht bewältigen. Denn wenn sie neue Geschäftsmodelle erproben, untergraben sie damit oft ihre bestehenden und einträglichen Erlösquellen. Daher gehen Innovationen dann auch meist nicht von den etablierten Unternehmen aus, sondern von Markt-Neulingen.

Inzwischen heißt es ja auch oft, die Buchbranche hätte die Digitalisierung verschlafen. Ganz so krass ist es nicht. Zweifelsohne hat sie sich in der Gesamtheit aber auch nicht mit Begeisterung darauf gestürzt. Das hat auch mit dem oben beschriebenen Zusammenhang zu tun. Hinzu kommen aber auch ein paar Branchenspezifika:

Traditionell sind die drei „Sparten“ der Buchbranche (Verlage bzw. „herstellender Buchhandel“, Zwischenbuchhandel und „verbreitender Buchhandel“) sehr eng verbunden, was im Börsenverein des Deutschen Buchhandels zum Ausdruck kommt, der damit als Branchenverband ziemlich einzigartig ist:

Der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e.V. ist weltweit der einzige Verband, der alle drei Handelsstufen unter einem Dach vereinigt – Verlage, Buchhandlungen, den Zwischenbuchhandel, Antiquariate und Verlagsvertreter.

Zudem steht der „verbreitende“ Buchhandel noch immer für ca. die Hälfte des Branchenumsatzes:

Der stationäre Buchhandel und die dortigen Akteure sind auch die einzige Zielgruppe, welche viele Verlage in der Vergangenheit wirklich gut kannten. Daher ist der ganze Bereiche „Social Media“ mit seinem Endkunden-Direktmarketing-Ansatz vielen Verlagen auch so neu und fremd.

Jedenfalls führt diese gewachsene Struktur und die daraus folgende Mentalität dazu, dass viele Neuerungen und Experimente der Verlage vom Buchhandel attackiert werden. Das ist von außerhalb der Branche nicht unbedingt ersichtlich, wo es dann schnell heißt, die Buchverlage könnten Innovation einfach nicht. Aber natürlich müssen Verlage auf ihre – noch immer – Hauptkunden zumindest rhetorisch Rücksicht nehmen, was dann häufig auch zu einer neuralgische Punkte meidenden Sprache führt.

Sehr gut illustriert wird der ganze Zusammenhang durch ein Beispiel, auf welches ich vor ein paar Tagen beim Börsenblatt gestoßen bin. Dort wird berichtet:

Bastei Lübbe startet in diesem Jahr ein rein digitales Programm „Digital First“. Dessen Inhalte erscheinen als Erstveröffentlichung in digitaler Form, wie die Kölner mitteilen. (…)

Jetzt könnte man denken: Das ist ja überaus erfreulich. Da wird experimentiert. Da wird Zukunft erprobt …

… Denkste! Wie lautet der einzige Kommentar, der von Esther Giese, Inhaberin des Buchladen Sülzburgstraße, stammt?:

Ich werde daraus Konsequenzen ziehen und nur die nötigesten Titel bei Lübbe bestellen. Lübbe versucht den Buchhandel auszuklammern. (…)

Ergo: Auch das Verlagsleben ist nicht ganz so einfach, wie es von außen manchmal scheint.

Bildquelle: Namensnennung Bestimmte Rechte vorbehalten von Phil Roeder

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Wissenschaftlicher Springer Verlag startet 2. Runde seines API-Wettbewerbs

Vor ein paar Wochen schrieb ich hier im Blog, dass wir in der Verlagsbranche mehr API-Wettbewerbe und Hackathons bräuchten:

Im Internet sind v.a. jene Unternehmen erfolgreich, die sich nicht als Destination, sondern als Plattform begreifen und die Chancen nutzen, welche Programmierschnittstellen (APIs) bieten. (…) Aus dem Buch-Verlagsbereich sind mir noch nicht viele Beispiele bekannt, bei denen APIs gezielt sogar für die Produktentwicklung genutzt werden. Natürlich nutzen Verlage APIs auf ganz einfache Weise, indem sie YouTube-Videos und Facebook-Widgets einbinden. Auch im Vertrieb werden APIs durch mobile Buch-Slider und -Shops wie Book2Look immer häufiger genutzt (oft ohne dass der Begriff API erwähnt oder gedacht wird). Doch im Bereich der Produktenticklung kenne ich als prominentes Beispiel im deutschsprachigen Raum nur den API-Wettbewerb von Springer, dessen erster Durchgang im Juli 2011 abgeschlossen wurde.

Tina Harseim hat mich nun darauf hingewiesen, dass der wissenschaftliche Springer Verlag die zweite Runde seiner „API Challenge“ gestartet hat. Diese setzt auf die verfügbaren Springer-APIs auf:

We have created three APIs for developers to access our freely available content:
Springer Metadata API – Provides metadata for over 5 million online documents (e.g. journal articles, book chapters, protocols).
SpringerImages API – Provides images and related text for over 300,000 free images available on SpringerImages.
Springer Open Access API – Provides metadata, full-text content, and images for over 80,000 open access articles from BioMed Central and SpringerOpen journals.
Springer APIs provide a variety of different output formats, including XML and JSON.

Der Wettbewerb soll diesmal sehr konkret gehalten werden:

Springer Metadata API
Goal: Develop an application that provides a novel search solution based on an analysis of trends in the metadata.
SpringerImages API
Goal: Develop an application that uses image recognition to analyze, compare, or search images.
Springer Open Access API
Goal: Develop an application that uses semantic modeling to interpret characteristics of individual full-text documents and/or to analyze relationships among full-text documents.
Mashups of our APIs with open sourced (and non-copyrighted) data are encouraged.

Alle weiteren Infos gibt es bei dev.springer.com

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