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Vernetzung

Ich weiß, dass viele Leute das nicht nachvollziehen können oder wegen [hier einen beliebigen subjektiven Grund eintragen] ablehnen – und das ist auch völlig ok -, aber ich für meinen Teil finde unsere heutige vernetzte Welt absolut großartig. Ich bin grad zufällig in meiner Heimatstadt Greifswald und lese heute Morgen noch zufälliger einen Artikel in der Ostsee-Zeitung über Cornelia Briend, die wie ich aus Greifswald kommt, aber in Frankreich lebt und mit der ich noch nie in meinem Leben Kontakt hatte. Dann poste ich aus einer Laune heraus dieses Foto von dem Zeitungsartikel (ohne Benachrichtigung oder dergleichen) und ein paar Stunden später sind wir über Facebook verbunden. Zwei Menschen unter Millionen, durch Ländergrenzen getrennt. Ich finde diese Vernetzung nach wie vor faszinierend und überragend. Gerade weil aus ihr viel Gutes entsteht/entstehen kann. Ganz genau das ist es zumindest, was ich mit meinen Vernetzungsprojekten wie #pubnpub, #imwmb oder #vsp14 im Rahmen meiner Möglichkeiten zu zeigen versuche.

Small Demons erstellt ein vernetztes Verzeichnis aller Dinge, die in Büchern vorkommen

Random House UK kooperiert mit einem Unternehmen aus LA namens Small Demons, das es sich zum Ziel gesetzt hat, alle in Büchern enthaltene Dinge aufzulisten und miteinander zu verknüpfen – ein spannender Ansatz:

Small Demons, headed by c.e.o. Valla Vakili, is a website which cross-references every person, place, song, book, film, food, drink and gadget mentioned in a book. Readers who register as users on the site can then go deeper into the story’s world, clicking onto links about the places and products mentioned in the book, or use the links to find other books that share similar references.

Der Vorteil für Random House ist Sichtbarkeit auf der Plattform und v.a. die Gewinnung von Daten:

Further titles from RHGUK’s catalogue will be added to the site over the coming months, and the tagging from these titles will become part of the publisher’s metadata.

Valla Vakili (CEO Small Demons) hatte Ende letzten Jahres erklärt, warum es Ansätze wie die von Small Demons braucht:

„Today, cultural discovery — how we find that next book to read, that next song to listen to, drink to drink, movie to watch, place to visit — it’s all up for grabs. With two contenders eyeing the spoils. First, the retail machine. People who bought this, also bought that. Culture as a web of SKUs. Next, the social signal. Reviews, ratings and likes. Culture as a web of opinion. In each camp, deep technology and huge user bases. Each pushing toward a kind of sameness. Similar purchases, similar likes, often similar categories — book to book, song to song, movie to movie. Culture is nothing like this. “

Mit Apture können wir durch’s Web surfen, ohne eine Website zu verlassen

Die Text- und Dokumentenplattform Scribd ist bekanntlich – wie viele andere Plattformen auch – vor ein paar Monaten von Flash zu HTML5 gewechselt. Vor ein paar Tagen wiederum hat Scribd eine Partnerschaft mit Apture bekannt gegeben. Diese ist aus meiner Sicht interessant, weil sie u.a. zeigt, wie wir viele Vorzüge der von Apple her bekannten App-Welt auch im offenen Internet genießen können.

Was also macht Apture? Es ermöglicht die Vernetzung aller frei verfügbaren Inhalte im Web, ohne dass man eine Website verlassen muss. Ein Website-Betreiber fügt einen kleinen Code-Schnipsel auf der eigenen Seite ein. Wann immer dann ein Nutzer beliebige Wörter auf dieser Website markiert, bekommt er passende weiterführende Informationen zu diesen markierten Worten angeboten – inkl. Videos, Fotos, Twitter, Maps, … Die weiterführenden Informationen werden in extra Fenstern angezeigt. In jedem Fenster kann man wieder neue Informationen aufrufen. So kann man durch das Internet surfen, ohne sich auf der Suche nach ergänzenden Informationen im Web zu verlieren, weil die Ursprungsseite gar nicht verlassen wird. Das Einbinden von Apture ist dabei gratis. Ich habe das gleich mal probiert und das sieht dann bspw. so aus:

 

In diesem Video (2 min.) wird erklärt, wie Apture funktioniert:

 

In diesem Video (23 min.) zeigt ein Apture-Mitarbeiter noch viel ausführlicher, worum es konkret geht:

Ich mach was mit Büchern. – Wer noch?

Bücher haben ein enormes Potenzial, Menschen zu verbinden. Im Internet wiederum sind jene Menschen, die sich mit Büchern beruflich oder in ihrer Freizeit intensiv beschäftigen, vielfach nur schwach verbunden. Das ist schade. Daher habe ich im August 2009 eine Initiative angestoßen, die dazu beitragen soll, die Buchbranche noch besser sichtbar zu machen und die Buchmenschen noch stärker miteinander zu vernetzen:

Ich mach was mit Büchern

Leute, die „was mit Medien Büchern“ machen, können die folgende von Matthias Pestel gestaltete Grafik (CC-Lizenz) in einer der drei Größen mittels eines einfachen HTML-Codes in ihre Websites, Blogs etc. einbinden. Dadurch sehen die Besucher der betreffenden Websites auf einen Blick, dass deren Betreiber in oder im Umkreis der Buchbranche arbeiten:

 

Benutzen Sie diesen HTML-Code, um das Bild auf Ihrer Website einzubinden:

 

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Benutzen Sie diesen HTML-Code, um das Bild auf Ihrer Website einzubinden:

 

Weitere Betätigungsmöglichkeiten:

► Interview-Reihe

► Schwarzes Brett

► Stammtisch-Reihe

► Teilnahme am Virenschleuder-Preis

Interessante Aktion: Über das Internet vernetzt sein – mal anders

Kacie Kinzer hat sich eine schöne Aktion ausgedacht, die das Internet auf originelle und unaufdringliche Weise zur Vernetzung von Menschen nutzt:

there chair

My parents always sit in the same chairs at home, leaving two empty ones at the table where my brother and I used to sit. So, there’s an empty chair waiting for me at the table in my parent’s house, but there is also a chair in my apartment in New York that is usually full–I do everything there, I eat there, I work on my laptop there. There Chair is a project which connects me to my parents through these two chairs. Whenever I am sitting in my spot in my apartment in New York, a light glows in my chair back home– conveying my presence to my parents as they go about their day. There Chair allows my parents to feel connected to me in a way that is more subtle than, for example, a phone call or instant messaging. In seeing the light at different times of the day, they will get a sense of where I am and what I am doing that is reminiscent of the simplicity of physical presence which people take for granted when they live together…