Schlagwort: versicherung

Online-Journalist darf sich über Künstlersozialkasse (KSK) versichern

Interessanter Fall und interessante Begründung:

Die Künstlersozialkasse – kurz KSK genannt – bietet selbständigen Künstlern und Publizisten viele Vorteile. Es gibt zum Beispiel die Möglichkeit, eine günstige Kranken- und Pflegeversicherung abzuschließen, auch eine eigene Altersvorsorge wird seitens der KSK angeboten. Die Beiträge werden nur zu einem geringen Teil [ca. 50 %, siehe Kommentare] von den Versicherten selbst übernommen. Den überwiegenden Part der Finanzierung übernehmen die Auftraggeber sowie der Bund. Dadurch ist die finanzielle Belastung für den einzelnen Künstler meist recht überschaubar und dementsprechend groß ist das Interesse, bei der KSK versichert zu sein. Ob auch Journalisten aus dem Online-Bereich die KSK in Anspruch nehmen können, zeigt dieser Podcast.

Online-Journalist darf sich über Künstlersozialkasse (KSK) versichern

Abmahn-Versicherungen als „innovatives“ Geschäftsmodell

Oft wird ja gesagt, ein aufgrund des massiv gewandelten technologischen Umfeldes nicht mehr zeitgemäßer rechtlicher Rahmen begünstige ausschließlich die alten Geschäftsmodelle etablierter Unternehmen und verhindere die Entwicklung neuer Erlösquellen. Das ist nur teilweise richtig. Es gibt durchaus Geschäftsmodelle und Märkte, die neu entstehen und sogar regelrecht aufblühen in einem Umfeld, für das selbst ein Rechtsanwalt wie Thomas Schwenke Folgendes feststellen muss:

Angesichts des Umstandes, dass man das moderne Netz kaum nutzen kann ohne Rechtsverletzungen zu begehen (…)

Das ist die Situation, die dazu geführt hat, dass sich das Abmahnwesen überaus prächtig entwickeln konnte. Doch damit nicht genug. Die direkte Ableitung ist nun die folgende Diskussion, die für einen weiteren hochattraktiven Markt stehen dürfte:

Kann man sich gegen Abmahnungen im Social Media Marketing versichern? – Interview mit Ralph Günter von exali.de

Weil alle Angst haben (müssen), können Versicherer „innovative“ Geschäftsmodelle entwickeln und umsetzen. Ob all das gesellschaftlich dann so überaus sinnvoll ist, ist eine andere Frage.

Während manche Ministerin sich gefühlt ausschließlich mit ständiger Facebook-Schelte zu profilieren sucht, was dem Verbraucher wenig bis nichts bringt, scheint wenigstens Bundesjustizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger wirklich etwas Konkretes und Hilfreiches im Bereich der Netz-Nutzung bewirken zu wollen. Drücken wir ihr die Daumen.

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