Schlagwort: zeitungen

Clay Shirky und Jay Rosen unterhalten sich über die Zukunft des Journalismus

Bei den Blogpiloten (Jörg Wittkewitz) bin ich auf ein sehr interessantes Gespräch zwischen Clay Shirky (shirky.com) und Jay Rosen (pressthink.org) gestoßen, das sich um die Zukunft des Journalismus dreht. Beide sind ja führende Köpfe auf diesem Feld und insbesondere Shirky hat sich in diesem Jahr mit Beiträgen wie Newspapers and Thinking the Unthinkable weithin Gehör verschafft.

Das Gespräch ist in fünf YouTube-Videos aufgesplittet und dauert insgesamt eine knappe Stunde:

 

Teil 1, 9 min.

 

Teil 2, 17 min.

 

Teil 3, 8 min.

 

Teil 4, 14 min.

 

Teil 5, 5 min.

Bildquellen: Joi (CC-Lizenz), Joi (CC-Lizenz)

Zapp über die Recherchen US-amerikanischer Online-Medien

Das Medienmagazin Zapp berichtet über Nachrichten-Initiativen in den USA:

Für lau ins Internet, damit soll jetzt Schluss sein. Zumindest bei den Online-Ausgaben des Springer Konzerns. Zwar streicht der Verlag Inhalte und Stellen, trotzdem bitten Hamburger Abendblatt und Co. ihre Leser seit gestern zur Kasse. Einen ganz anderen Weg aus der Krise nimmt die Internet Zeitung ProPublica aus New York. Sie ist die größte Online-Zeitung für investigativen Journalismus in den USA und kostet den Leser nichts. Einem großzügigen Spender sind die brilliant recherchierten Artikel sogar Millionen wert.

Video (5 min.):

Dallas Morning News: Redakteure sind Werbeverkäufern künftig direkt unterstellt

Zeitungshäuser schreiben sich gern und oft Qualitätsjournalismus auf die Fahnen. Doch die Krise macht es immer schwerer, diesem Bild gerecht zu werden. Inzwischen wird selbst Grundlegendes hinterfragt. So geschehen bei den Dallas Morning News. Deren Redakteure erhielten am 2. Dezember ein Schreiben von Herausgeber Bob Mong und von Cyndy Carr, die Senior Vice President of Sales ist. Darin heißt es:

To better align with our clients‘ needs, we will be organized around eleven business and content segments with similar marketing and consumer profiles including: sports, health/education, entertainment, travel/luxury, automotive, real estate, communications, preprints/grocery, recruitment, retail/finance, and SMB/Interactive.

Each segment will be led by a General Manager (GM), a newly-defined role, each reporting to Cyndy Carr, charged with analyzing and growing the business by developing solutions that meet consumer needs and maximize results for our clients. Their responsibilities will include sales and business development. They will also be working closely with news leadership in product and content development.

In the Sports and Entertainment segments, the senior news editors will report directly to the GM while retaining a strong reporting relationship to the editor and managing editor.

(…)

The segment restructure is one of several key strategies we have implemented this year to better serve our advertising clients

 

Konkret bedeutet das, dass etliche Redakteure künftig an diejenigen berichten werden, die für den Werbeverkauf verantwortlich sind. Zudem sollen die Inhalte auf die Bedürfnisse der Werbekunden hin ausgerichtet werden. Ob das die richtige Reaktion auf die Krise ist? In gewisser Weise ist es ja nur konsequent, könnte man sagen …

In dem Schreiben wird witizgerweise gleich zu Beginn ein Vertrauensgewinn prognostiziert – jedoch nicht gegenüber den Lesern:

Today we are launching a new business segment structure as the next step toward becoming the most comprehensive and trusted partner for local businesses in attracting and retaining customers and continuing to generate important, relevant content for our consumers.

via: Techdirt

Rupert Murdoch: Wenn der Leser nicht für die Inhalte zahlt, werden die Zeitungen nicht überleben

In den ersten 4 Minuten dieses Videos vom 17. November spricht Rupert Murdoch, CEO der News Corp., in seinem Haussender Fox über die Zukunft der Medien bzw. Zeitungen aus seiner Sicht. Kernbotschaft: Der Leser müsse zahlen. Wenn der Leser nicht zahle, würden alle Zeitungen das Geschäft einstellen müssen, weil es nicht genug Werbegelder gebe.

Murdoch: We test marketed it and people I think understand that it’s perfectly fair that they are going to pay for it. If it doesn’t, the newspapers will go out of business. All newspapers. There is just not enough advertising to go around for all the sites on the Internet. The number of sites and availability of advertising on the Internet, the availability doubles and triples every year but the amount of real money goes up 10 or 15 % a year. The price of it keeps coming down.

Video (9 min.)

via: TechCrunch