Schlagwort: zielgruppe

11FREUNDE-Dauerkarte – Gemeinschaftspflege statt tumber Zielgruppenbetrachtung

(Buch-)Verlage gehen ja langsam weg von einem Denken in Produkten hin zu einem Denken in Zielgruppen. Das passt zu dem Bild im Internet, wo neu wachsende (Medien-)Unternehmen weniger versuchen, eine Art von Produkt an alle möglichen Zielgruppen zu verkaufen, sondern eher für eine Zielgruppe alle passenden Produkte zu bieten. Es gilt noch immer, was ich Anfang 2009 als Schlagwort formuliert habe: „Community First“ (Communities bzw. Gemeinschaft = Gruppe von Menschen mit gemeinsamen Interesse; Community ≠ Social Networks wie Facebook). Communities gibt es zu allen Themen dieser Welt – vom Spezialberufsthema bis hin zum Gartenzwergsammeln. Communities sind zudem völlig unabhängig vom Internet und sie lassen sich nicht aufbauen. Entweder die Leute interessieren sich für eine Sache oder nicht. Die Frage ist einzig, wie gut vernetzt die Community schon ist und ob man sich ggf. einbringen kann, indem man ihr eine (bessere) Plattform bietet.

Vor diesem Hintergrund finde ich konsequent und gut, was 11Freunde mit seiner Dauerkarte macht. Sie stärkt das Gemeinschaftsgefühl durch eine noch festere „Mitgliedschaft“ und bietet der „Community“ exklusive Mehrwerte, wobei es durchaus auf die Details der Umsetzung ankommt:

Dazu gehören u.a. …
… Zeitvorteile …: 12x 11FREUNDE bequem und portofrei einen Tag vor Verkaufsstart in den Briefkasten
… Nicht-Käufliches …: Zugang zu 11FREUNDE-Filmabenden, -Talks und -Wohnzimmerlesungen von Köster & Kirschneck
… sowie normale monetäre Anreize: 10% Rabatt auf Artikel aus dem 11FREUNDE Shop

Es geht also nicht darum, dass die Grundidee nicht neu ist, sondern ob es gut und passend gemacht ist.

(Video, 3 min.)

via: Digitale Notizen
Bildquelle: eBomb716, CC-Lizenz BY-ND

Amazon-Erfolgsautor John Locke setzt auf Fans: ‚Wer dein Buch nicht mag, gehört nicht zu deiner Zielgruppe‘

Auf literaturcafe.de bin ich auf eine lesenswerte Besprechung des Buches »How I Sold 1 Million eBooks in 5 Months!« des erfolgreichen Selbstverlegers John Locke gestoßen. Dieser hat eine einfache, aber wirkungsvolle Formel, auf die er seine Verkaufsstrategie mit Fokus auf eine sehr spitze Zielgruppe bringt:

Wer dein Buch nicht mag, gehört nicht zu deiner Zielgruppe!

Das Ziel ist klar: »To me, a great book is one that sells.« Dafür nutzt er das vielzitierte Fan-Prinzip sehr konsequent – eine sehr webgemäße (Filter-)Methode:

Mit das Interessanteste am Buch sind John Lockes Analysen der Amazon-Rezensionen seiner Titel. Sofern die positiven Stimmen nicht deutlich überwiegen, bedeute das, dass noch zu viele Menschen außerhalb der Zielgruppe das Buch lesen. Das müsse vermieden werden. (…) Locke lenkt daher Erstleser gezielt auf sein drittes Buch »Saving Rachel«. Eine Taktik, die er in »How I Sold 1 Million eBooks in 5 Months!« ebenfalls praktiziert. Locke: Wer »Saving Rachel« mag, wird auch die anderen Romane kaufen. Daher sei es nur logisch, dass dieser Titel auf amazon.com ein fast ausgewogenes Verhältnis von positiven (4- und 5-Sterne-Wertungen) und negativen Stimmen habe (1- und 2-Sterne-Wertungen). Bei seinen anderen Büchern überwiegen die positiven Stimmen deutlich, denn diese würden dann nur noch von der Zielgruppe gekauft werden, die sie auch tatsächlich lesen will.

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