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Wer an der falschen Stelle straft, beraubt sich selbst der Mittel

Bei Dirk von Gehlen bin ich auf ein Zitat von Karl Marx gestoßen, welches vor dem Hintergrund so mancher Urheberrechtsdebatte ganz interessant ist:

Das Volk sieht die Strafe, aber es sieht nicht das Verbrechen, und weil es die Strafe sieht, wo kein Verbrechen ist, wird es schon darum kein Verbrechen sehen, wo die Strafe ist. Indem ihr die Kategorie des Diebstahls da anwendet, wo sie nicht angewendet werden darf, habt ihr sie auch da beschönigt, wo sie angewendet werden muß.

Über das Abschreiben

Wilson Mizner (1876-1933) ist für viele Aphorismen bekannt. So hat er beispielsweise gesagt:

„Copy from one, it’s plagiarism; copy from two, it’s research.“

Was er wohl zum heutigen Status der Blogosphäre und des Journalismus in Deutschland gesagt hätte?

Andererseits betont ja Dr. Peter Schütt, Leiter Wissensmanagement bei IBM, dass wir alle Abschreiben lernen müssen, weil gekonntes Abschreiben heute dank des Internets eine Kernkompetenz ist:

Link: interview2: Peter Schütt, IBM.

Informationsüberflutung ist nichts Neues

As long as the centuries continue to unfold, the number of books will grow continually, and one can predict that a time will come when it will be almost as difficult to learn anything from books as from the direct study of the whole universe. It will be almost as convenient to search for some bit of truth concealed in nature as it will be to find it hidden away in an immense multitude of bound volumes.

Denis Diderot, „Encyclopédie“ (1755)

via: /Message

Tynt Tracer: Kopierern von Website-Texten einen Quellenhinweis geben

Gestern habe ich mit kwout ein Tool vorgestellt, das das Zitieren anderer Websites mittels Image-Maps sehr einfach macht. Mit kwout lässt sich ein Snapshop beliebigen Formats anfertigen und inkl. enthaltener Links auf der eigenen Website einbinden.

Viele Nutzer bemühen sich aber nicht um Quellenhinweise. Sie kopieren einfach nur die für sie interessanten Texte. Daher wäre eine Möglichkeit wünschenswert, diesen Kopierern einen Anstoß zur Quellenangabe zu geben, ohne mit allzu aggressiven Maßnahmen die Nutzungsmöglichkeiten der eigenen Website einzuschränken. Tynt Tracer bietet hierfür eine Lösung an, die dem Ideal schon recht nahe kommt:

Tracer secretly tracks when users copy content from your web site and automatically adds a link back to the original page when your content is pasted.

Zudem bekommt man dank Tynt Tracer interessante Einblicke, was überhaupt auf der eigenen Website kopiert wird. Viele wären sicherlich überrascht zu erfahren, was ihre Nutzer/Leser so nützlich finden, dass sie es weiterverwenden:

Tracer allows you to view statistics on how often content is copied from your site, what that content is and what keywords are being copid most. This helps you better understand which content is most interesting to your users.

Um Tynt Tracer zu nutzen, muss man sich auf der Plattform anmelden und dann einen Code-Schnipsel in die eigene Website einbauen. Hier wird beschrieben, wie das bei diversen Blog-Systemen genau funktioniert.

In diesem Video (1:40 min.) wird der Service kurz erklärt: